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Bewertung und Kritik zu

PARADE 
battleROYAL
Regie: Brendan Shelper
Premiere: 10. August 2017 
Chamäleon Theater, Berlin

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Zum Inhalt: Zirkus trifft auf Theater, Tanz und Spektakel in dieser unvergesslichen Bilderparade. Untermalt von einem ausdrucksstarken Soundtrack, der Elektromusik mit Pop Songs und exquisiten Live Percussion Nummern mixt, erleben Sie mit PARADE eine aufregende Performance aus Weltklasseakrobatik, bildstarkem Design und interaktiven Videoinstallationen.

Acht Performer begeben sich auf Entdeckungsreise. Gemeinsam erkunden sie einen Raum, der auf den ersten Blick leer und bedeutungslos wirkt, dann jedoch ungeahnte Schätze zum Vorschein bringt. Die Bühne wird zu einem Ort der Begegnung, den die Künstler Stück für Stück erforschen. Und obwohl die große, bunte Parade draußen und für uns unsichtbar stattfindet, bleiben die Künstler vom Geschehen nicht unberührt.

Regie: Brendan Shelper


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Die Entdeckung der neuen Zirkuswelt Berlins
Das Chamäleon ist ein Lebewesen, das sich ständig der umgebenden Natur anpassen und dementsprechend immer wieder verwandeln kann. In einigen Kulturen symbolisiert zudem das Chamäleon die Einheit aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. 
Und diese beiden Definitionen treffen definitiv auch auf das Chamäleon Theater, Berlins Spielstätte Nummer 1, wenn es um den Neuen Zirkus geht, zu. Immer wieder erfindet sich das Chamäleon Theater neu und zeigt in jeder Saison immer wieder verblüffende und besondere Shows, die den Zuschauer verblüfft zurücklassen, so auch mit der neuen Show „Parade“. 

Am Samstag, den 7. Oktober 2017, besuchte ich im Rahmen eines Bloggerevents die Show des Regisseurs Brendan Shelper, der für seine außergewöhnlichen Inszenierungen, wie der Eröffnungszeremonie für die europäische Kulturhauptstadt Aarhus 2017, bekannt ist und seiner internationalen Berliner Artistentruppe battleROYAL, und erwartete zurecht wieder Großes. 

Wie die Shows davor hatte auch diese Show der achtköpfigen Künstlertruppe einen roten Faden, der sich durch das ganze Programm zog: die Suche nach der eigenen Identität. Genauso wie die Artisten auf der Bühne so maskieren auch wir uns im alltäglichen Leben, um anderen zu gefallen und verlieren uns dabei oft selbst. Zudem wurde dieses Stilmittel von Shelper auch bewusst eingesetzt, damit sich das Publikum auf den Körper der Akrobaten und deren Fähigkeiten konzentriert. 
Und das haben wir alle. Wie kleine Kinder saßen wir gespannt und verzaubert von der Leichtigkeit der schweren Nummern auf unseren Stühlen. 

Am meisten verzaubert war ich an diesem Abend von den anmutigen Performances der Frauen: Egal ob die schöne Beata Surmiak mit ihren kraftvollen Hand-auf-Hand- und Handstandprogrammpunkten oder die freche Emma Serjeant (Handstand, Kontorsion, Akrobatik) oder die sympathische Laurie Marchand (Akrobatik, Partnerakrobatik, Hoop-Diving, Tanztrapez) – alle drei zeigten Unvorstellbares auf der Bühne und wirkten dennoch dabei so leichtfüßig und gefühlvoll. 

Der Breakdancer Àlvaro Medrano Lopez hat natürlich sofort mein Herz gewonnen, indem er einen nicht nur mit seinem Aussehen zum Schmachten brachte, sondern auch mit seinen komplexen Breakdance-Moves den Zuschauer in seinen Bann zog. 

Aber auch die anderen Artisten verdienen es, zu den Besten ihres Faches gezählt zu werden: Jamie Swan (Hand auf Hand, Strapaten), Jon Allingham (Akrobatik, Partnerakrobatik, Hoop Diving) und der „Hipster“ Justin Sherry (Akrobatik, Partnerakrobatik, Hoop Diving) überzeugten mit ihrem Charme, ihrem Witz und ihrer akrobatischen Präzision und Stärke. 

Der Perkussionist Takumi Motokawa und die mit Popmusik gemischte Elektromusik sorgten dafür, dass der Abend auch visuell ein Erlebnis wurde. Die innovativen Videoinstallationen, die von den Künstlern in Echtzeit live animiert wurden, rundeten schließlich dieses auditiv-visuelle Spektakel ab. 

Mein Fazit: Ich erlebte gestern einen ganz besonderen Abend, an dem die Leidenschaft für den Tanz, die Musik und die Akrobatik durch körperliche Bewegung auf höchstem Niveau, durch charmanten Humor und durch zauberhafte Bilder auf den Zuschauer transportiert wurde. An diesem Abend ist auch der Letzte von der Liebe zum Neuen Zirkus erfasst worden. 
Bis zum 18. Februar 2018 habt Ihr noch die Gelegenheit, diese fesselnde Show im Chamäleon Theater zu besuchen. 

© E. Günther (Mein Event-Tipp) 

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Breakdance trifft Akrobatik
  · 14.11.17
Die aktuelle Show „Parade“ im Chamäleon setzt nicht nur auf klassische und – wie in diesem Haus gewohnt – hochklassige Akrobatiknummern. Regisseur Brendan Shelper verpflichtete auch den Breakdancer Àlvaro Medrano Lopez. Der Spanier ist eine große Bereicherung für den knapp zweistündigen Abend, der er in einer Choreographie vor Spiegelwänden das Thema Narzissmus reflektiert.
Außerdem sind seine Breakdance-Nummern eine willkommene Abwechslung zu den Nummern des klassischen Repertoires, das sonst zu eintönig würde. Schade ist allerdings, dass das Publikum ab der Mitte des Saales seine Bodenakrobatik nur noch sehr eingeschränkt genießen kann.
Musikalisch schwebt „Parade“ auf einem Easy Listening- und Percussion-Klangteppich, der durch Bachs „Agnus Dei“ durchbrochen wird und erst bei der Zugabe mit „The Beast in Me“ von Johnny Cash ein echtes Highlight bietet.
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New Circus im Chamäleon
  · 18.10.17
Alle die noch nie im Chämeleon Theater waren und denen der Begriff New Circus vielleicht überhaupt nichts sagt, möchte ich jetzt bitten, einmal die Augen zu schließen und an den Zirkus zu denken. An Zirkus wie man ihn als Kind kannte. Das schier riesige bunte Zelt. Der Geruch nach Süßigkeiten und Bratwurst mit Senf und darunter, irgendwie fremd und ein wenig wild, der Geruch nach den Tieren. Fröhliche Clowns, mächtige Elefanten, beeindruckende Dompteure – und ja, es gab auch Akrobaten. Aber im meiner Kindererinnerung sehe ich da vor allem enganliegende Glitzerkostüme und angestrengt lächelnde Gesichter. Als Kind wollte ich lieber die Clowns sehen.
Heute ist das alles anders. Wir alle wissen längst, dass man keine Tiere im Zirkus hält und die wandernden Zelte sind weniger geworden. Die Artistik jedoch ist lebendig, kreativ und aufregend wie nie zuvor. Und der Berliner Hotspot für innovative Artistikshows ist das Chamäleon Theater am Hackeschen Markt. Zuletzt beeindruckten sie mit der fröhlichen Hochzeitsgesellschaft Scotch & Soda, nun brilliert seit August eine neue Truppe im Saal: battleRoyal. Die Berliner Firma ist darauf spezialisiert, weltweit innovative und spektakuläre Events zu gestalten. Für das Chamäleon haben sie nun eine eigens konzipierte neue Show auf die Theaterbühne gebracht: Parade. Und statt Glitzerkostümchen und angestrengtem Lächeln sehen wir nun acht junge Leute, asymetrisch und streng in grau gekleidet, die langsam aber stetig einen Raum entdecken, der zunächst mit weißen Tüchern verhangen ist. Die Artisten fließen zusammen und wieder auseinander, in einem nahtlosen Tanz von Kraft und Anmut. Sie zeigen ihr Können einzeln, zum Beispiel Emma Serjeant, die ihren Körper durch einen winzigen Reifen quetschen kann. Oder Beata Surmiak, die kraftvolle Hand-auf-Hand- und Handstandakrobatik zeigt. Und dann kommen sie wieder zusammen und Jamie Swan, Justin Sherry, Jon Allingham und Laurie Marchand bilden einen Artistikreigen, dessen schneller Abfolge man kaum mit den Augen folgen kann.
Alvaro Medrano Lopez bereichert die Artistentruppe als Tänzer, seine Breakdance Moves sind absolut sehenswert. Der Abend besticht außerdem mit toller, recht ungewöhnlicher Musik. Wer viel Artistik schaut, der wird einige Lieder schon als „Strapatensongs“ abgespeichert haben, da sie sehr gerne verwendet werden und man sie immer mal wieder hört. An diesem Abend jedoch ist Sebastian Trimolt als Perkussionist für die Musik zuständig und der mal treibende, fröhliche Beat, mal esoterisch angehauchte Klangschalen-Sound ist neu und frisch und passt großartig zu dem, was auf der Bühne gezeigt wird. Ingesamt eine artistisch perfekte, stilvoll inszenierte Artistikshow vom Feinsten. Sie war für mich persönlich ein wenig zu clean und akkurat, um meine magisch-zauberhaft-altmodische Lieblingsshow Roots vom Sockel zu werfen, hat aber trotzdem zu fesseln gewusst.
©Nicole Haarhoff
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