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    Chamäleon Theater Berlinwww.chamaeleonberlin.com
    Rosenthaler Str. 40/41, 10178 Berlin
    Telefon: 030 4000590
    SPIELPLAN & KARTEN

    In Between

    Bewertung und Kritik zu

    IN_BETWEEN 
    Circo Aereo
    Regie: Maksim Komaro 
    Premiere: 23. Februar 2023 
    Chamäleon Theater Berlin 

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    Zum Inhalt: Das Team der innovativen Zirkuskompanie Circo Aereo hat sich bereits während der Pandemie 2020 mit dem Chamäleon zusammengetan, um gemeinsam die brandneue Koproduktion in_between zu entwickeln. in_between erkundet das Schweben zwischen Wachen und Träumen – und bringt erstmals die einzigartige Handschrift der finnischen Zirkuskompanie auf die Chamäleon Bühne. Wir freuen uns unheimlich, diese ganz besondere Premiere bei uns zu feiern.

    in_between ist eine Sammlung von Bildern wie aus einer anderen Welt, von vielfältiger Musik und Akrobatik, die über das menschlich Mögliche hinauszugehen scheint. Anhand detailreicher Bühnenbilder entführt uns das Stück in eine beeindruckende, traumgleiche Landschaft. Hier werden unterschiedliche Wirklichkeiten zu einem hauchdünnen Netz gesponnen, das sich von einem Moment zum anderen auflöst und neu formt, um Isolation, Zerbrechlichkeit und vor allem unsere Sehnsucht nach menschlicher Verbundenheit zu erkunden.

    Regie: Maksim Komaro
    Performance & Choreografie: Alyssa Bunce, Vejde Grind, Eetu Ranta, Sini Saari, Anna Shvedkova, Onni Toivonen, Saleh Yazdani
    Lichtdesign: Juho Rahijärvi
    Bühnenbild: Pavla Kamánova
    Sounddesign: Atte Kantonen
    Kostümdesign: Kati Autere
    Beratung Magie: Kalle Nio
    Choreografie-Beratung: Simon James Reynolds
    Bühnentechnik & Rigging: Juho Rahijärvi, Jouni Ihalainen, Hedda Liukkala
    Umsetzung Kostümdesign: Kati Autere & Johanna Syrjä
    Umsetzung Bühnenbild & Requisiten: Janika Holm, Jouni Ihalainen, Pavla Kamánova, Emma Komulainen, Tapio Komulainen, Kati Autere, Juho Rahijärvi, Simon-James Reynolds, Sanna Sucksdorff, Johanna Syrjä
    Fotos: Kalle Nio
    Produktion: Circo Aereo
    Koproduziert von: Chamäleon Berlin

    4.5 von 5 Sterne
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    In_between – Traumwelten der finnischen Zirkuskompanie Circo Aereo im Chamäleon Theater
    1 year ago
    Kritik

    Ich falle… Ich falle stundenlang … Ich falle stundenlang und nichts hält mich auf.
    Unsere Traumwelten mit den undurchsichtigen Labyrinthen und den grenzenlosen Möglichkeiten beschäftigten schon seit jeher die Kunst. So aktuell auch die Zirkuskompanie Circo Aereo aus Finnland, von ihrem künstlerischen Leiter Komaro 1996 mitbegründet, die in Koproduktion mit dem Chamäleon Theater die Show „in_between“ auf die Bühne gestellt hat. Für eine Stunde erkundet das Publikum die Grenzen zwischen Realität und Traum.

    Unter der Regie von Maksim Komaro kreierten die sieben Artisten gestern eine wundersame Welt, in der alles möglich zu sein schien. Sie flogen durch Wände, fielen vom Himmel und tanzten an Kronleuchtern und Vorhängen. Auf der Bühne menschliche Pyramiden, die als Ganzes harmonierten und sich immer wieder auflösten, um neue und beeindruckendere Formationen zu schaffen. Aber auch in Einzelperformances beeindruckten die sieben Akrobaten das Publikum.
    Gleich zu Beginn der Show zeigte Sini Saari, die mich an Wendy aus „Peter Pan“ erinnerte, ihr ganzes Können am Vertikalseil mitten im Zuschauersaal des Chamäleon Theaters. So stark und doch so zerbrechlich. Saleh Yazdanis Showpartner war ein selbstständiges Skelett, das sowohl tanzte als auch rauchte. Das muss doch alles ein Traum sein?!
    Vollkommen der Traumwelt hingegeben habe ich mich bei Alyssa Bunce, die gleichzeitig an drei Luftringen wie eine Fee aus einer anderen Welt glitt. Traumhaft schön! Ich habe schon jede Form von Jonglage gesehen. Onni Toivonen überraschte mich dennoch. Er tanzte mit den Keulen beschwingt um die Wette, um uns anschließend mit drei weißen Pfauenfedern auf seiner Stirn zu verzaubern. Anna Shvedkova wurde auf der Bühne mit der Musik eins, sie interpretierte jeden Ton tänzerisch und belegte in einer Hand-auf-Hand-Performance die Stärke einer Frau. Eetu Ranta
    präsentierte im Chamäleon etwas, was ich vorher noch nie gesehen habe: Peitschenschlagen.
    Von Vejde Grinds Talent war ich besonders eingenommen. Der Artist hat eine unglaublich ausdrucksstarke Mimik und Bühnenpräsenz, die mich sofort gefesselt hat. Diese setzte er sowohl beim Tanzen am Cyr Wheel als auch allgemein in der Akrobatik ein.

    Dass wir für 60 Minuten die Außenwelt vergaßen, verdanken wir nicht nur den Artisten, sondern auch dem Lichtdesign von Juho Rahijärvi. Durch die schlaglichtartige Beleuchtung der einzelnen Performances konnte man sich noch eindringlicher mit diesen auseinandersetzen und sich auf diese einlassen. Das Bühnenbild von Pavla Kamánova schuf verschiedene Traumsettings - egal, ob in einem vornehmen Zimmer oder einem Gespensterwald. Die melancholische und verträumte Musik des Sounddesigners Atte Kantonen rundete das Ganze ab.

    Mein Fazit: Ich habe bis jetzt jede Show im Chamäleon Theater gesehen. Doch auch mit der neuen Show „in_between“ überraschte und fesselte mich das Chamäleon Theater. Die finnische Zirkuskompanie Circo Aereo entwickelte überzeugende und mitreißende Traumszenen.  Nach der Show war man sich nicht sicher, ob man wach ist oder noch immer träumt. Aber überzeugt Euch selbst davon: Bis zum 30. Juli 2023 läuft die Show „in_between“ im Chamäleon Theater!


    Text © E. Günther (Blogseite "Mein Event-Tipp")

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    1 von 1 Person(en) gefiel diese Kritik
    Glänzende Einzelleistungen und irrsinnig entfesselte Gruppenbilder
    1 year ago
    Kritik

    ''Die Artisten glänzen in ihrer etwas schrägen Art so jeder einzeln für sich. Sie finden aber auch immer wieder in kleinen Gruppen zusammen, zart, sinnlich oder auch kraftstrotzend. Oder sie tollen als komplett irrsinniges, entfesseltes Gesamtbild auf der Bühne. In der Mitte des Stückes zum Beispiel: Da plumpsen sie von der Decke auf ein altmodisches Sofa, kreisen um den Kronleuchter, fliegen durch die Vogeltapete in den Raum hinter der Bühne oder ihre Köpfe hüfen wie Bälle hoch und runter. Auch die Schlussszene ist solch eine komplett surreale Gruppenkonstellation: Zwischen Spinnweben aus Licht, und aus Draht geformten Schattenskulpturen bewegen sie sich alle passend zum Sound in einer wabernden akrobatischen Skulptur- ein lebendiges Traumgebilde...

    Diese surrealen Gruppenbilder bleiben am stärksten hängen. Wären also mehr davon und weniger Einzelbilder vielleicht interessanter gewesen? Vielleicht wäre das auch eine surreale Überforderung gewesen und es war genau richtig durchdacht, dass so sparsam zu dosieren? Da ist die Kritikerin unentschlossen – will es noch einmal sehen und fühlen - wie Traumszenen, die einen nicht loslassen und die man weiterträumen möchte. Und das alles vermittelt durch artistische Präzision: wie fantastisch kunstvoll war das denn?!'' schreibt Frauke Thiele auf rbbKultur

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    1 von 1 Person(en) gefiel diese Kritik
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