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Orlando

Bewertung und Kritik zu

ORLANDO – Komische Oper im Schillertheater Berlin

DEA: 16. Mai 2026, Schillertheater
UA: 8. Dezember 2019, Wiener Staatsoper
Von: Olga Neuwirth

Künstlerisches Team

Musikalische Leitung: Johannes Kalitzke
Regie: Ewelina Marciniak
Bühnenbild: Mirek Kaczmarek
Kostüme: Julia Kornacka
Choreografie: Agnieszka Kryst
Dramaturgie: Sophie Jira
Chöre: David Cavelius
Kinderchorleitung: Dagmar Barbara Fiebach
Licht: Olaf Freese
Video: Natan Berkowicz
Tonmeister & Klangregie: Julien Aléonard
Sounddesign: Markus Noisternig

Besetzung

  • Ema Nikolovska – Orlando
  • Alma Sadé – Narrator
  • Eric Jurenas – Guardian Angel
  • Karolina Gumos – Queen / Purity / Friend of Orlando's Child
  • Ulrike Helzel – Modesty
  • Anna Nekhames – Sasha / Chastity
  • Günter Papendell – Shelmerdine / Greene
  • Andrew Harris – Dryden
  • Andrew Dickinson – Addison
  • Kevin(a) Taylor – Orlando's Child
  • Solisten des Tölzer Knabenchores – Putto
  • Ivan Turšić – Officiant / Doctor 1
  • Tom Erik Lie – Pope / Doctor 2
  • Stephanos Tsirakoglou – Duke / Doctor 3

Tanz & Performance

  • Claudia Greco – Tänzerin
  • Martina Borroni – Tänzerin
  • Michael Fernandez – Tänzer
  • Rafał Matusiak – Tänzer
  • Mikołaj Karczewski – Tänzer
  • Anna Szopa – Tänzerin (als Maus)
  • Paulina Plucinski – Lead-Sängerin

Geräuschemacherinnen

  • Ana Paola Machicado Torres
  • Anna Gelyuk
  • Judith Isabella Schiller
  • Weronika Sierenberg
  • Tzu-Yin Lin
  • Dobromira Kur

Weitere Mitwirkende

  • Sofia Pintzou – Tänzerin
  • Daniel Daniela Ojeda Yrureta – Tänzer:in
  • Kai Chun Chuang – Tänzer
  • Kinderchor der Komischen Oper Berlin
  • Chorsolisten der Komischen Oper Berlin
  • Orchester der Komischen Oper Berlin

Über die Inszenierung

Ewelina Marciniak inszeniert Olga Neuwirths „Orlando“ als vielschichtiges, queer-feministisches Musiktheater, das Identität, Transformation und gesellschaftliche Normen radikal hinterfragt. Die Produktion verbindet barocke Formen, elektronische Klangräume und performative Elemente zu einem ästhetisch dichten Abend.

Mirek Kaczmareks Bühne und Julia Kornackas Kostüme schaffen eine visuelle Welt, die zwischen historischer Überzeichnung und futuristischer Fragmentierung oszilliert. Die choreografische Arbeit von Agnieszka Kryst und die Klanggestaltung von Julien Aléonard und Markus Noisternig erweitern den Abend zu einem immersiven Gesamterlebnis.

Besondere Aspekte dieser Inszenierung

  • eine queere, transhistorische Erzählweise nach Virginia Woolf
  • eine ästhetische Verbindung aus Barock, Elektronik und Performance
  • ein starkes, vielstimmiges Ensemble
  • eine visuelle Welt zwischen Historie und Zukunft
  • eine klanglich hochkomplexe, räumlich erweiterte Komposition

Die Deutsche Erstaufführung zeigt „Orlando“ als radikale, poetische und politisch aufgeladene Oper über Identität, Wandel und die Freiheit, sich neu zu erfinden.

1 Kritik

3.0 von 5 Sterne
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Es hörte und hörte einfach nicht auf
10 Stunden her.
Kritik

''Inszeniert hatte die polnische Regisseurin Ewelina Marciniak, die Ausstattung besorgten ihre Landsleute Mirek Kaczmarek (Bühnenbild) und Julia Kornacka (Kostüme), die sehenswerte Choreografie oblag Agnieszka Kryst, und es wurde demnach viel und gut getanzt [alle Namen der Tänzerinnen und Tänzer, s. unten].

Als Orlando musste Ema Nikolovska drei Stunden inkl. Pause durchhalten, das tat sie mit bewundernswertem stimmlichen wie darstellerischen Einsatz.

Ihr sie stets begleitender Guardian-Engel fand im Countertenor Eric Jurenas adäquat Gestalt und Stimme.

Etwas undankbar die Aufgabe von Alma Sadé, die (als Narrator) ausschließlich nur per Sprechtext das Ganze zusammenzuhalten oder zu kommentieren hatte.

Auch gab es einen Orlandosohn bzw. eine Orlandotochter, angeblich völlig a-sexuell, der/ die durchaus imposant von Kevin(a) Taylor gesungen und gespielt wurde.

KOB-Star Günter Papendell war als Shelmerdine sowie Greene besetzt.

In weiteren nicht minder wichtigen (Neben-)Rollen: Karoline Gumos (unter anderem als Queen-Fossil im Krinolinekäfig), Ulrike Helzel (als Modesty) oder Anna Nekhames (als Sasha).

Chorsolisten & Orchester der Komischen Oper Berlin präsentierten sich in gewohnt professioneller Manier.'' schreibt Andre Sokolowski am 17. Mai 2026 auf KULTURA-EXTRA

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