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Belshazzar

Bewertung und Kritik zu

BELSHAZZAR – Komische Oper im Schillertheater Berlin

Premiere: 28. März 2026
Komponist: Georg Friedrich Händel
Musikalische Leitung: George Petrou
Inszenierung, Bühne, Kostüme: Herbert Fritsch
Dramaturgie: Wolfgang Behrens
Chöre: David Cavelius
Licht: Olaf Freese
Mitarbeit Kostüme: Sascha‑Alexander Todtner
Mitarbeit Bühnenbild: Olga Steiner
Mit: Vocalconsort Berlin, Chorsolisten der Komischen Oper Berlin, Orchester der Komischen Oper Berlin

Über die Inszenierung

Herbert Fritsch verwandelt Händels Oratorium in ein farbintensives, hochgradig stilisiertes Bühnenereignis, das zwischen barocker Überzeichnung, grotesker Komik und musikalischer Strenge balanciert. Die Inszenierung arbeitet mit Fritschs typischer Farb- und Formensprache: grelle Kontraste, überhöhte Gesten und eine choreografierte Körperlichkeit, die das Geschehen in eine eigene theatrale Logik überführt. Die religiösen und politischen Konflikte des Stoffes werden dadurch in eine zeitlose, fast mythische Ebene überführt.

Das Bühnenbild und die Kostüme – ebenfalls von Fritsch – schaffen eine visuelle Welt, die zwischen Abstraktion, barocker Ornamentik und clownesker Überzeichnung changiert. Die Lichtgestaltung von Olaf Freese verstärkt die Farbdramaturgie und setzt rhythmische Akzente, die mit der Musik korrespondieren. George Petrou formt mit dem Orchester einen präzisen, energiegeladenen Händel‑Klang, der die dramatische Struktur des Oratoriums klar herausarbeitet.

Ensemble

  • Belshazzar — Robert Murray
  • Nitocris — Soraya Mafi
  • Cyrus — Vivica Genaux (Gesang) / Lotte Zuther (Spiel)
  • Daniel — Ray Chenez
  • Gobrias — Philipp Meierhöfer
  • Arioch — Taiki Miyashita
  • Ein Bote — Philipp Schreyer

Besondere Aspekte dieser Inszenierung

  • eine farbintensive, grotesk überzeichnete Fritsch‑Ästhetik
  • eine Verbindung aus barocker Musik, clownesker Körperlichkeit und abstrakter Bildwelt
  • eine musikalische Interpretation, die Präzision, Energie und dramaturgische Klarheit vereint
  • ein Ensemble, das zwischen vokaler Virtuosität und spielerischer Überzeichnung agiert
  • eine Inszenierung, die religiöse und politische Konflikte in eine zeitlose Symbolik überführt

Die Produktion untersucht, wie Macht, Prophezeiung und Untergang in Händels Oratorium ineinandergreifen und welche theatrale Kraft aus der Verbindung von barocker Musik und Fritschs visueller Handschrift entsteht.

1 Kritik

3.0 von 5 Sterne
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Hampeln auf der Showtreppe
2 Stunden her.
Kritik

''Seine die gesamte Bühnenbreite einnehmende Showtreppe sah zwar mehr als imposant aus, und er vermochte auch das ausführende Personal auf ihr hinunter und herauf zu strapazierern, ohne dass es zu unfreiwilligen Stürzen gekommen wäre; es war zur Unterscheidung der jeweiligen (und im Libretto behandelten) Ethnien entweder in bonbonfarbene Fantasiekostüme (= Babylonier), einheitliche Blaumänner (= Perser) oder chassidische Trachten (= orthodoxe Juden) gesteckt und machte unaufhörliche und für Fritsch so urtypische Grimassen und hamplige Bewegungen, was alles wiederum mit dem Stück an sich - sowieso finden in Oratorien meistens keine zwschenmenschlichen Interaktionen statt, was sie für die Bühne untauglich machen sollte - wenig oder nichts zu tun zu haben schien; o wie das alles in seiner sinnlos-szenischen Aufgesetztheit nervte!

Auch musikalisch diesmal kein Top - die einzige, die wirklich gut singen und sängersich auch gut gestalten konnte, war Soraya Mafi (als Belshazzars Mutter Nitocris); ihre Koloraturen: vom Feinsten.

Über den Rest der Besatzung hülle ich mich hier in höfliches Schweigen.

Das Beste vielleicht noch: das Vocalconsort Berlin - seine Choristinnen und Choristen übernahmen den jüdisch-orthodoxen Gruppenanteil, und das machten sie bestechend gut!'' schreibt Andre Sokolowski am 7. April 2026 auf KULTURA-EXTRA

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