Installation von Sarkis
Premiere: 4. September 2026, Maxim Gorki Theater
Maxim Gorki Theater
www.gorki.de
Am Festungsgraben 2 - 10117 Berlin
Telefon: 030 202210
SPIELPLAN & KARTEN
Installation von Sarkis
Premiere: 4. September 2026, Maxim Gorki Theater
Unterschiedlicher könnten Saisonstarts kaum sein: Matthias Lilienthal bestimmte das Sommerloch mit seinem „Volksbad“ und war auf allen Kanälen als neuer Intendant der Volksbühne am Rosa Luxemburg-Platz präsent. Oliver Reese jubelte über zahlreiche Erwähnungen seines Hauses in der „Theater heute“-Jahresumfrage und trumpfte am Berliner Ensemble mit einer Uraufführung des Nobelpreisträgers Peter Handke und dem von einigen Kritikern kultisch verehrten Jens Harzer auf.
In ihrer sympathisch-zurückhaltenden Art ging die neue Intendantin des Maxim Gorki-Theaters einen ganz anderen Weg. Ihr Haus ist seit Freitag geöffnet, die Spielzeiteröffnung fiel aber so leise aus, dass man selbst auf dem Vorplatz gar nicht vermuten würde, dass hier schon wieder Betrieb ist.
Demonstrativ leise und meditativ-entspannt ist die Stimmung im Saal. Der 87jährige Sarkis, ein türkisch-armenischstämmiger bildender Künstler und wichtiger Vertreter der Avantgarde der 1960er Jahre, der seitdem auch in Paris lebt, gestaltete eine Hommage an zwei von ihm verehrte Künstler: an den schon erwähnten, 1990 verstorbenen polnischen Theatertheoretiker Tadeusz Kantor und den 1992 verstorbenen Minimal Music-Komponisten John Cage. Während die Drehbühne bedächtig kreist, lässt ein Glockenspiel seine „Litany of a Whale“ erklingen. Sakral ist die Atmosphäre im Saal, an einigen Ecken warten Mitglieder der Golden Gorkis, des hauseigenen Ensembles 60+, die Erklärungen und Hintergrundinfos zu der kryptischen Installation anbieten.
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