Bewertung und Kritik zu
NUREJEW – Staatsballett Berlin
Premiere: 21. März 2026, Deutsche Oper Berlin
Choreografie: Yuri Possokhov
Inszenierung: Kirill Serebrennikov
Musik: Ilya Demutsky
Kompanie: Staatsballett Berlin
Über die Inszenierung
„Nurejew“ widmet sich dem Leben und der künstlerischen Radikalität des Ausnahmetänzers Rudolf Nurejew. Die Produktion verbindet biografische Momente mit choreografischen Verdichtungen und schafft ein Porträt, das zwischen Mythos, politischer Reibung und persönlicher Verletzlichkeit oszilliert. Yuri Possokhovs Choreografie arbeitet mit kraftvollen Bewegungssequenzen, die Nurejews Virtuosität, seine innere Zerrissenheit und seine kompromisslose Hingabe an die Kunst sichtbar machen.
Kirill Serebrennikovs Inszenierung erweitert die choreografische Ebene um eine starke theatrale Bildsprache. Projektionen, räumliche Setzungen und symbolische Motive verknüpfen Nurejews Biografie mit politischen und gesellschaftlichen Kontexten seiner Zeit. Die Musik von Ilya Demutsky schafft eine atmosphärische, oft spannungsgeladene Klanglandschaft, die zwischen Intimität, Dringlichkeit und eruptiver Energie wechselt.
Besondere Aspekte dieser Produktion
- eine biografische Annäherung, die Mythos und Realität miteinander verschränkt
- eine kraftvolle choreografische Sprache, die Nurejews Virtuosität und innere Konflikte sichtbar macht
- eine Inszenierung, die politische und persönliche Ebenen miteinander verbindet
- eine musikalische Komposition, die emotionale und dramaturgische Spannungen präzise unterstützt
- eine ästhetische Form, die Tanz, Theater und visuelle Medien miteinander verwebt
Die Produktion untersucht, wie künstlerische Freiheit, politischer Druck und persönliche Identität miteinander kollidieren und welche ästhetischen Formen aus dem Leben eines der bedeutendsten Tänzer des 20. Jahrhunderts entstehen.




