Bewertung und Kritik zu
DIE ZAUBERFLÖTE. THE OPERA BUT NOT THE OPERA – Hans Otto Theater Potsdam
Premiere: 14. März 2026
Von: Nils Strunk und Lukas Schrenk, frei nach Mozart und Schikaneder
Regie: Yvonne Kespohl
Musikalische Leitung: Fabian Kuss
Bühne und Kostüme: Mariam Haas, Lydia Huller
Dramaturgie: Christopher Hanf
Über die Inszenierung
„Die Zauberflöte. The Opera but not the Opera“ ist eine freie, spielerische Auseinandersetzung mit Mozarts Opernklassiker, die bekannte Figuren, Motive und musikalische Elemente aufgreift, aber in eine zeitgenössische, humorvolle und bewusst gebrochene Form überführt. Die Inszenierung von Yvonne Kespohl arbeitet mit einer Mischung aus Musiktheater, Erzähltheater und performativen Elementen, die die Vorlage respektvoll, aber mit klarer ironischer Distanz neu befragt.
Die Bühne und Kostüme von Mariam Haas und Lydia Huller schaffen eine ästhetische Welt, die zwischen Fantastik, Popkultur und symbolischen Setzungen oszilliert. Die musikalische Leitung von Fabian Kuss verbindet Live‑Band‑Elemente mit klassischen Motiven und erzeugt so eine hybride Klanglandschaft. Die Inszenierung legt Wert auf Tempo, Humor und eine spielerische Offenheit, die die bekannten Figuren in neue Kontexte setzt und ihre Rollenbilder hinterfragt.
Ensemble
- Tamino — Arne Lenk
- Pamina / Dritte Dame — Chenoa North-Harder
- Papageno / Erzähler — Jan Hallmann
- Königin der Nacht / Erste Dame — Marina Frenk
- Papagena / Monostatos / Zweite Dame — Charlott Lehmann
- Sarastro / Priester / Schlange — Joachim Berger
- Band — Fabian Kuss (Gitarre, Synthesizer, Gesang), Stephan Pfaff (Bass), Sebastian Strahl (Klavier, Synthesizer), Nikolai Petersen (Schlagzeug)
Besondere Aspekte dieser Inszenierung
- eine freie, humorvolle und zeitgenössische Bearbeitung des Opernklassikers
- eine hybride musikalische Struktur aus Live‑Band, klassischen Motiven und neuen Arrangements
- eine Inszenierung, die Rollenbilder, Erzählmuster und Opernkonventionen spielerisch bricht
- ein Ensemble, das zwischen Schauspiel, Musik und Performance wechselt
- eine visuelle Gestaltung, die Fantastik, Popästhetik und symbolische Elemente verbindet
Die Produktion untersucht, wie ein ikonisches Opernwerk in eine heutige Theaterästhetik übersetzt werden kann und welche neuen Perspektiven sich aus der Verbindung von Humor, Musik und performativer Offenheit ergeben.




