Schauspielhaus Zürich
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    Die fremde Frau und der Mann unter dem Bett



    Bewertung und Kritik zu

    DIE FREMDE FRAU UND DER MANN UNTER DEM BETT 
    nach Fjodor M. Dostojewski
    Regie: Frank Castorf
    Premiere: 28. September 2017
    Schauspielhaus Zürich
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    Zum Inhalt: Sankt Petersburg, eine abendliche Strassenszene: ein herrschaftlicher älterer Mann im Waschbärenpelz redet verworren auf einen jungen Mann aus einfachen Verhältnissen ein, der vor einem Mietshaus auf das Erscheinen seiner heimlichen Geliebten wartet. Der ältere Herr bezeichnet sich selbst als Junggesellen und als einen „Unzurechnungsfähigen, einen fast Wahnsinnigen“. Tatsächlich ist er besessen und nicht minder gedemütigt von seinem Verdacht, alsbald seine Ehefrau mit ihrem Liebhaber in flagranti zu ertappen, und gerät auf seiner Verfolgungsjagd in zunehmend absurde Situationen. Frank Castorf, der im Sommer seine 25-jährige Intendanz an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin beendet hat, verknüpft diese Vaudeville-artige Erzählung über den Dämon der Eifersucht mit einer anderen Erzählung Dostojewskis: „Der Traum eines lächerlichen Menschen“ handelt von metaphysischen Themen wie dem „logischen Selbstmord“, der Rebellion gegen Gott, dem Sündenfall, Nächstenliebe und Demut bis hin zur ersehnten Kreuzigung des Ich-Erzählers.

    Mit Kathrin Angerer, Gottfried Breitfuss, Robert Hunger-Bühler, Johann Jürgens, Ilona Kannewurf, Robert Rožić, Siggi Schwientek

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    Regie: Frank Castorf
    Bühne: Aleksandar Denić
    Kostüme: Adriana Braga Peretzki
    Videokonzept und Live-Kamera: Andreas Deinert
    Zweite Live-Kamera: Seraina Scherini
    Live-Schnitt: Andi A. Müller, Vanessa Püntener
    Tonangel: Mira Hirtler
    Licht: Lothar Baumgarte
    Dramaturgie: Amely Joana Haag

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    4.0 von 5 Sterne
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    Thema: Eifersucht
    5 years ago
    Kritik
    ''Seit der Premiere wurde/wird das Stück über drei Wochen lang fast jeden Abend von den sechs Parade-Mimen Kathrin Angerer, Gottfried Breitfuss, Robert Hunger-Bühler, Johann Jürgens (der zudem gut Cello spielt!), Ilona Kannewurf und Robert Rožić (die zudem "ägyptisch" tanzen!!) sowie Siggi Schwientek auf das Kraft- und Lustzehrendste abgespielt - wer das mit und für Castorf tut, muss ihn wohl vorbehaltlos lieben; anders kann ich es mir nicht erklären. Es geht - neben allem Auch-Ernst, den die eine oder andere Passage der gewählten Textvorlagen halt so bietet - diesmal überwiegend heiter und beschwingt zu; Castorf ist ja auch ein meisterlicher Slapsticker. (...) Star-Bühnenbildner Aleksandar Denić baute stilecht eine von ihrer Terrasse aus begeh- und bewohnbare Datsche in die Zürcher Schiffbau-Box. Rechts in der Ecke stand dann noch ein kleines Wohlfühl-Holz-Klo, wo die Darstellenden ab und zu verweilen konnten. Top-Clou allerdings, dass urplötzlich der Fußboden in der Ummaßung eines Doppelkreuzes aufgebrochen werden konnte und die selbige Vertiefung einen futuristisch aussehenden Swimmingpool (mit reichlich Wasser drin!) frei legte; hierin planschte dann als erster Gottfried Breitfuss, der die unergiebig-ellenlangen Traum-Passagen des ihm anvertrauten Lächerlichen Menschen Stück um Stück zu deklamieren hatte; Angerer und Rožić taten sich was später ebenfalls im Doppelkreuzerbad noch kurz erfrischen...'' schreibt Andre Sokolowski am 14. Oktober 2017 auf KULTURA-EXTRA
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