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Bewertung und Kritik zu

DAS INTERVIEW
nach dem Film von Theo van Gogh
Regie: Martin Kušej 
Premiere: 23. Februar 2020 
Akademietheater Wien 

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Zum Inhalt: Es beginnt mit einer professionellen Demütigung. Anstatt der Pressekonferenz beizuwohnen, in der das Kabinett seinen Rücktritt bekannt gibt, ist der Journalist Pierre Peters in Vertretung eines erkrankten Kollegen zu einem Interview mit der bekannten Fernseh-Schauspielerin Katja Schuurman in deren Wohnung abgestellt. Statt Weltgeschichte erwartet den weitgereisten Politreporter also der Glamour der Klatschspalten. Die Schauspielerin andererseits hat ihre Erfahrungen mit männlichen Interviewern und deren publizistischen Interessen.  „Katja treibt es mit Karl. Katja treibt es mit Jan. Katja trauert Jan nach. Hat Katja wieder neue Titten? Katja lässt sich den Po liften. Katja in Waffenskandal verwickelt …“ Sie weiß also, wie schlecht in dieser Konstellation ihre Chancen stehen, etwas von ihrer persönlichen Wahrheit zu vermitteln. Hat die Öffentlichkeit überhaupt ein Interesse daran? Sollte sie es haben? Welchen Einfluss hat das öffentliche Bild auf die private Sphäre, welchen Einfluss können die beiden Opponenten in der persönlichen Begegnung auf das öffentliche Bild nehmen, das unweigerlich entstehen wird? Dass das Interview erscheinen wird, ist beiden klar, etwas Anderes scheint nicht in ihrer Macht zu stehen. Aber welche Wahrheit wird es am Ende enthalten? Der Kampf darum, was „echt“ ist und was „story“ betrifft die Existenz beider Kontrahenten. Entsprechend trickreich und skrupellos wird er von beiden Seiten geführt.

Mit: Birgit Minchimayr und Oliver Nägele

Regie: Martin Kušej
Bühne: Jessica Rockstroh
Kostüme: Werner Fritz
Dramaturgie: Sebastian Huber


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Ein Duo mit Minichmayr
  · 23.02.20
''Die Theaterfassung weicht kaum von der Drehbuchvorlage ab. Der Film wurde in der authentischen Wohnung der Darstellerin aufgenommen. Am Akademietheater hat Jessica Rockstroh einen leeren Raum ohne Fenster aufgebaut. Zwei Stufen, zugleich die einzige Sitzgelegenheit, führen zur Eingangstür im Hintergrund. In der sterilen Atmosphäre lenkt nichts von den beiden Akteuren ab.

Birgit Minichmayr – sie gibt hier ihr Alter mit „ungefähr fünfundzwanzig“ an – mimt das etwas neurotische junge Mädchen glaubwürdig. Sie zupft ständig an ihrer roten Mähne, feixt und schiebt die Lippen vor wie ein trotziger Teenager. Sie hat, nicht erst in diesem Kammerspiel, eine Präsenz, gegen die Oliver Nägele, zerknautscht wie sein Trenchcoat, schwer ankommt. Sie ist schon deshalb die Gewinnerin, weil der Drehbuchautor Theodor Holman das so wollte.

Das Interview in Wien ist Schauspielertheater in Perfektion und passt in die Tradition des Burgtheaters. Bleibt eine, allerdings rhetorische Frage: Was hat dieses Theater dem Film voraus? Worin besteht der künstlerische Mehrwert? Welche Notwendigkeit gibt es, den Film unter Verlust von Nah-, Groß- und Detailaufnahme auf die Bühne zu bringen? Außer dass er eine schöne Rolle für Birgit Minichmayr bietet und den Zuschauern die Möglichkeit, ihren Star in dieser Rolle zu bewundern.'' schreibt Thomas Rothschild am 23. Februar 2020 auf KULTURA-EXTRA
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