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    CREATIONS IV – VI

    Bewertung und Kritik zu

    CREATIONS IV – VI 
    von Lee / Stiens / Schläpfer
    Premiere: 22. Dezember 2019
    Stuttgarter Ballett

    Naiad
    Choreographie: Douglas Lee
    Musik: Joby Talbot, Algal Bloom; Nicolas Sávva, Corallina (Auftragskomposition)
    Bühne : Eva Adler
    Kostüme: Douglas Lee und Eva Adler
    Licht: Sakis Birbilis

    Messenger
    Choreographie, Bühne und Kostüme: Louis Stiens
    Musik: Ondřej Adámek, Follow me
    Licht: Tanja Rühl

    Taiyō to Tsuki
    Choreographie: Martin Schläpfer
    Musik: Franz Schubert, 3. Sinfonie D-Dur; Toshio Hosokawas, Ferne Landschaft III: Seascapes of Fukuyama
    Bühne und Kostüme: Florian Etti
    Licht: Thomas Diek

    4.0 von 5 Sterne
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    Stuttgarter Spitzen
    4 years ago
    Kritik
    ''Douglas Lees Naiad wird von einer Frau im ausschweifenden Reifrock (Sinéad Brodd) eröffnet, aus dem ihr Oberkörper wie eine zarte Pflanze ragt. Zu ihr gesellen sich Tänzerinnen und Tänzer im schwarzen Trikot, von dem sich die weißen Gesichter und ausnahmsweise auch weiße Beine abheben. Sie teilen mit der Solistin die schlängelnden, geschmeidigen Armbewegungen und Gänge. Unterstützt werden sie vom Licht. Die herabhängenden Scheinwerfer werden in die faszinierende und rhythmisch stimmige Choreographie einbezogen. Ein starker Anfang für einen dreiteiligen Abend. Zu diesem Einleitungsballett kontrastiert Louis Stiens‘ Messenger durch groteske Erfindungen, die vom Solisten (Shaked Heller) und vom Ensemble in hautfarbenen Trikots mit sichtbaren Nähten, die an Markierungen erinnern, mit denen man anzeigt, wie ein Tier zu tranchieren sei, zelebriert werden. Wie mechanische Puppen oder Zombies strecken sie ihren Po heraus oder winkeln sie ihre Arme an. Es ist dies der avancierteste Beitrag zum Programm, und der tschechische Komponist Ondřej Adámek liefert mit Follow Me die ideal passende Musik. Im Vergleich zu den beiden kürzeren Stücken wirkte Martin Schläpfers Taiyō to Tsuki fast klassisch und, gestehen wir es ein, ein bisschen fad. Während Lee und Stiens zeitgenössische Musik benutzten – Lee auch eine Auftragskomposition von Nicolas Sávva –, begann Schläpfer sein Ballett mit Schuberts 3. Sinfonie. Erstaunlich, wie wenig ihm zum volksliedhaft gestischen Allegretto des 2. Satzes eingefallen ist. Schläpfer lässt zwischen den Sätzen, ohne Musik, weiter tanzen. So auch nach dem Ende der Sinfonie. Der Tanz verbindet sie mit der so völlig andersartigen Komposition von Toshio Hosokawa. Mit ihr ändert sich auch der Stil des Tanzes. Dieser zweite, moderne Teil entwickelt sich jedoch nicht organisch aus dem ersten, sondern scheint uns sagen zu wollen: „Das kann ich auch.“ schreibt Thomas Rothschild am 4. März 2020 auf KULTURA-EXTRA
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