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Bewertung und Kritik zu

DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN
von Sergej Prokofjew
Regie: Axel Ranisch 
Premiere: 2. Dezember 2018
Staatsoper Stuttgart
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http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=831056&site=13245&type=text&tnb=20&subid=2kGv3SxZum Inhalt: Zum Lachen in den Keller zu gehen gilt gemeinhin als schlechtes Zeichen. Entweder in Bezug auf denjenigen, der in den Keller geht, oder aber in Bezug auf die Umstände, die ihn dazu zwingen. Ob Prokofjew zum Lachen in die USA gefahren ist, ist nicht zweifelsfrei überliefert. Fest steht, dass er seine von Krieg und Revolution gezeichnete Heimat verließ und bereits auf dem Weg begann, eine Oper über einen Prinzen zu schreiben, der daran krankt, nicht lachen zu können und der dann zwar Dank eines Ausbruchs von Schadenfreude geheilt, gleichzeitig aber auch bestraft wird, sich in drei Orangen zu verlieben. Das ist natürlich grober Unfug – oder zumindest grotesk. Aber die Frage, worüber man lacht, ist ja durchaus philosophisch. Und wenn Farfarello in Prokofjews Oper den Zauberer Celio fragt, ob er ein richtiger oder nur ein Theaterzauberer sei, dann überlagern sich die Erzählebenen aufs schönste. Ebenso, wenn Axel Ranisch in seiner Biografie schreibt, dass er als dickes Kind zweier Leistungssportler in Berlin Lichtenberg geboren wurde und viel Zeit bei seinen walzertanzenden Großeltern verbrachte. Was genau davon erfunden ist, bleibt verborgen. Klar wird aber, dass Ranisch vermutlich überall gelacht hat, nicht nur im Keller. Und dass die Liebe zu drei Orangen ein Spaß wird. Für die ganze Familie.

Musikalische Leitung: Alejo Pérez 
Regie: Axel Ranisch 

Bühne: Saskia Wunsch 
Kostüme: Bettina Werner, Claudia Irro 
Licht: Reinhard Traub 
Computeranimation: Till Nowak 
Choreografie: Katharina Erlenmaier 
Dramaturgie: Ingo Gerlach 

TRAILER


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1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Verpixelt
  · 07.12.18
''Bei Axel Ranisch geht die Optik dem Stoff voraus. Der studierte Filmregisseur hatte einen Einfall, und den setzt er in der Liebe zu drei Orangen konsequent durch. Das hat seinen Reiz, und der stürmische Applaus, den er bei der Premiere erntete, zeigt, dass das Publikum die Bevorzugung des Auges gegenüber dem Gehirn durchaus schätzt. Nur: was Ranisch mit Prokofjew macht, hätte er mit fast jeder Oper machen können. Es gibt für just diese Ästhetik bei diesem ohnedies ungewöhnlichen Werk keine zwingende Notwendigkeit. 

Ranischs Einfall: das Märchen, das der Italiener Carlo Gozzi im 18. Jahrhundert unter Nutzung der Formensprache der Commedia dell‘arte erfunden und der große russische Theateravantgardist Wsewolod Meyerhold Anfang des 20. Jahrhunderts bearbeitet hat und das in Stuttgart in deutscher Übersetzung mit Ausdrücken wie „Outfit“ gesungen wird, wird in Szene gesetzt als Computerspiel mit Figuren, die einer Playmobil-Sammlung entstiegen scheinen. Das bewegt sich irgendwo zwischen dem Wizard of Oz und Tolkiens Universum, aber nicht filmisch, sondern verpixelt. Das wird durchgehalten, bis Ninetta schließlich eine Orange gebiert. Was es mit den drei Orangen auf sich hat, interessiert Ranisch nicht. Er ist im strengsten Sinne ein Formalist. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Aber es bedeutet gegenüber Wieler und Morabito einen Wechsel. Dessen muss man sich beim Applaus bewusst sein. Ansonsten endet die Oper in der Beliebigkeit.'' schreibt Thomas Rothschild am 7. Dezember 2018 auf KULTURA-EXTRA
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