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Bewertung und Kritik zu

MAUSER 
von Heiner Müller
Regie: Oliver Frljić
Premiere: 27. April 2017 
Residenztheater München

Zum Inhalt: Im russischen Bürgerkrieg wird dem Genossen A von der Partei die Leitung des Revolutionstribunals in Witebsk übertragen. Er verrichtet die "Arbeit des Tötens" zur Zufriedenheit, bis er plötzlich in einen Exzess verfällt und das Magazin seiner Mauser in eine Leiche entlädt. Wer das Töten nicht mehr als Arbeit, sondern als Lust empfindet, ist für die Revolution untragbar geworden. Der Genosse A wird – wie einst der Prinz von Homburg – aufgefordert, in seine eigene Hinrichtung einzuwilligen.

Mit Franz Pätzold, Alfred Kleinheinz, Marcel Heuperman, Nora Buzalka, Christian Erdt

Regie + Bühne + Musik: Oliver Frljić
Kostüme: Sandra Dekanić
Licht: Gerrit Jurda
Dramaturgie: Marija Karaklajić + Sebastian Huber


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2 von 2 Personen fanden die Kritik hilfreich
Heiner Müller zwischen Meditation und vollem Körpereinsatz
  · 31.10.17
Ungewohnt ruhig, fast schon meditativ geht Oliver Frljić die erste Hälfte seiner „Mauser“-Inszenierung im Münchner Marstall an. Der nur knapp zehn Rotbuch-Seiten kurze Text von Heiner Müller wird unter dem etwas verschmitzt, aber milde dreinblickenden überdimensionalen Porträt des Meisters in verteilten Rollen gesprochen, ganz so wie es der Dramatiker in seinen Regieanweisungen vorgab. 

Einen Exzess wie die Waterboarding-Szene, die bei jeder „Balkan macht frei“-Aufführung polarisiert, gibt es diesmal nicht. Aber auch in der zweiten Hälfte von „Mauser“ verlangt Frljic seinen Schauspielern wieder sehr viel ab: Nora Buzalka dirigiert ihre nackten Kollegen wie Puppen, rollt sie als Bündel von Leichen über die Bühne und performt mit ihnen gemeinsam eine lange Holzhacker-Szene. 

Ganz zum Schluss wird auch eine Müller-Büste aus Eis von Buzalka zertrümmert. Kleinheinz kommt im Look des Dramatikers zurück auf die Bühne, lässt ein paar Eissplitter in sein Whiskey-Glas fallen und seine Theater-Zigarre kurz aufleuchten, bevor die Bühne im Schwarz versinkt. Weiterlesen
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