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Bewertung und Kritik zu

NIEMAND WARTET AUF DICH
von Lot Vekemans
Regie: Daniela Kranz 
Premiere: 22. Januar 2021 (Online) 
Residenztheater München 

Zum Inhalt: Wer mit einem Finger auf andere zeigt, zeigt mit drei Fingern auf sich selbst: Die vielgespielte holländische Dramatikerin und Autorin Lot Vekemans gibt mit ihrem Stück drei Frauenfiguren eine Bühne, die sich auf unterschiedliche Weise mit der Frage nach der Eigenverantwortung auseinandersetzen. Die 85-jährige Gerda stößt in einer Bibliothek auf das Buch «Niemand wartet auf dich» und beschließt daraufhin statt sich über den herumliegenden Müll in der Nachbarschaft zu ärgern selbst aktiv etwas dagegen zu tun. Die Politikerin Ida will nicht mehr Spielball der Machtpolitiker*innen und ihrer Interessen sein. Sie findet sich in dem gegenwärtigen Politikstil nicht mehr zurecht und tritt nach einer Niederlage von ihrem Parteivorsitz zurück.  Zuletzt zweifelt auch die Schauspielerin selbst die Bedeutung und die Wirkungskraft ihres Berufs an und formuliert den Wunsch nach mehr Einflussnahme.   

Mit Juliane Köhler

Inszenierung: Daniela Kranz
Bühne und Kostüme: Marie Roth
Licht: Thorsten Scholz
Dramaturgie: Leila Etheridge


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„Wenn du nicht selbst in den Ring steigst...“
  · 29.01.21
''Lot Vekemans ist die im Ausland am meisten gespielte Dramatikerin aus den Niederlanden. Ihre Werke wurden vielfach ausgezeichnet und widmen sich oft den ganz großen Fragen, der schweren Moral. Monologe gelten als ihre Spezialität, und die sind für Aufführungen in Zeiten von Corona naturgemäß sehr geeignet. Schöne Möglichkeiten für gute Schauspieler*innen!

Juliane Köhler nutzt sie bravourös, es ist ein Vergnügen, ihren Verwandlungen zuzuschauen. Wie sie als alte Frau mit fleißigen Händen redet, sich an ihrem Büchlein festhält, dann die weiße Perücke abnimmt, etwas Puder auflegt und nebenbei die Rücktrittsrede einer desillusionierten 50jährigen memoriert. Und als sie eine weiße Schlabberhose hochzieht und in Ringelsocken schlüpft, ist sie plötzlich ein junges Mädchen. Wunderbar!

Schade, dass die Regie (Daniela Kranz) nichts weiter getan hat, als die Kamera auf die Darstellerin drauf zu halten. So aufregend ist weder Zoom noch Streaming. Niemand wartet auf dich? Vielleicht ein Einfall...'' schreibt Petra Herrmann am 28. Januar 2021 auf KULTURA-EXTRA
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Zoom-Performance kommt kaum über szenische Lesung hinaus
  · 24.01.21
Eigentlich ist es ihre Stärke von Lot Vekemans, Figuren in verdichteten Texten plastisch werden zu lassen, wie zum Beispiel in ihrem Monolog „Ismene, Schwester von…“, in dem Susanne Wolff seit 2014 am DT Berlin zu erleben ist oder den „Judas“-Monolog, den Steven Scharf seit 2012 an den Münchner Kammerspielen performt.

Doch der „Niemand wartet auf dich“-Text von Vekemans bleibt blass und gibt auch theatralisch nur wenig her, so dass die Zoom-Vorstellung kaum über eine szenische Lesung hinauskommt. Wie Christiane Lutz in der SZ zurecht kritisierte, nutzt der von Daniela Kranz eingerichtete Monolog die Möglichkeiten des Online-Mediums überhaupt nicht. „Dreifach eindimensional“ bleibt der Abend und fällt damit hinter die „Superspreader“-Zoom-Performance zurück, bei der Florian Jahr am Ende in Großaufnahme auf die Kameralinse hauchte, aber sonst ebenfalls keine Interaktion mit den Zoom-Zuschauer*innen aufnahm.

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