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Bewertung und Kritik zu

WOLKEN.HEIM.
von Elfriede Jelinek
Regie: Matthias Rippert 
Premiere: 29. März 2019 
Residenztheater München 
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Zum Inhalt: Sie sind wieder unterwegs, die Waldgänger und Wanderer. Die Romantik der deutschen Landschaft und die Schönheit ihrer Dichtung verbindet die Generationen und die Geschlechter. Auf der Suche nach einer gemeinsamen Identität verlieren sich fünf Wanderer in den Wolken des deutschen Geistes und stranden an einem Ort ohne Mitte: „Wolken.Heim.“. Vom Wolkenkuckucksheim, dem utopischen Reich zwischen Himmel und Erde, sind nur noch die Stabilität versprechenden Wänden eines nicht verortbaren Zuhauses geblieben, gefüllt mit Fetzen deutscher Philosophie, Heimatklängen und Versen Hölderlins. Fragt sich nur, wer dort Platz nimmt, heimisch wird und wer nicht, wer auf Durchreise ist und wer bleiben darf. Denn die Angst geht um unter unseren Wanderern: Der „Crash“ der Kulturen naht.

Mit: Mathilde Bundschuh, Sibylle Canonica, Thomas Huber, Yannik Stöbener und Ulrike Willenbacher 

Regie: Matthias Rippert 
Bühne: Fabian Liszt 
Kostüme: Johanna Lakner 
Musik: Robert Pawliczek 
Licht: Tobias Löffler 
Videoanimation: Daniela Weiss 
Dramaturgie: Andrea Koschwitz 


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Wo deutscher Geist webt und wabert
  · 07.05.19
''Dieses Stück von Elfriede Jelinek entstand 1988 nach ihrer eingehenden Beschäftigung mit philosophischen Schriften zum Mythos der deutschen Nation. Die deutsche Romantik, den deutschen Idealismus als Folge der Fremdherrschaft Napoleons bringt sie mit der Entstehung des Nationalsozialismus in Zusammenhang. Heute wirkt der Text wie eine Spiegelung von aktueller Fremdenfeindlichkeit und Abgrenzungsbestrebungen. Und haben wir nicht gerade deshalb ein neues Heimatministerium? 

Jelineks flächige Textmontagen sind seit jeher eine Herausforderung für Regie, Dramaturgie und Darsteller (großartig alle fünf: Mathilde Bundschuh, Sibylle Canonica, Thomas Huber, Yannik Stöbener, Ulrike Willenbacher). Matthias Rippert (Regie) macht vor allem aktuelle Bezüge und nicht ohne Humor die Kommunikationsstörungen der Protagonisten deutlich. Untersützt von fein getuntem Licht (Tobias Löffler) und einer abstrakten Bühne (Fabian Liszt) gelingt eine durchaus stimmige und beklemmende Atmosphäre. Sie betont die verstörende Abgehobenheit des Diskurses und lässt die bestialische Aus- und Einbrüche im Wolkenkuckucksheim umso realer und erschreckender wirken. 

Ein schwieriger Abend (wer hätte es auch anderes erwartet) – doch bestechend anregende 90 Minuten.'' schreibt Petra Herrmann am 7. Mai 2019 auf KULTURA-EXTRA
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