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    Münchner Kammerspiele
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    Telefon: 089 / 233 371 00
    SPIELPLAN

    Doping

    Bewertung und Kritik zu

    DOPING 
    von Nora Abdel-Maksoud
    Premiere: 5. April 2024 
    Münchner Kammerspiele 

    Zum Inhalt: Der ehrgeizige Lokalpolitiker Lütje Wesel hat auf Sylt Karriere gemacht. Er glaubt an die Gesetze des freien Markts. Er weiß, dass Politik ein Marathon ist, kein Sprint. Dann bricht er am Vorabend seines Wahlkampfabschlusses zusammen. Sein Team tut alles dafür, ihn in nur 24 Stunden wieder zur Hochleistung zu befähigen. Sie bringen ihn in eine geheime Privatklinik – mit ungewöhnlichem Personal und kuriosen Methoden. Wie geht es dem Befürworter eines schlanken Sozialstaats, wenn er selbst auf Unterstützung angewiesen ist?

    Da, wo in der Realität der Spaß aufhört, fängt er bei Nora Abdel-Maksoud erst an. Nach der erfolgreichen hochtourigen Komödie „Jeeps“ schreibt und inszeniert die Münchnerin neue Plot-Twists und Pointen zu den Widersprüchen unseres Lebens im Neoliberalismus.

    Mit Eva Bay, Stefan Merki, Wiebke Puls, Vincent Redetzki, Şafak Şengül

    Regie: Nora Abdel-Maksoud
    Bühne: Moïra Gilliéron
    Kostüm: Cleo Niemeyer-Nasser
    Musik: Tobias Schwencke
    Licht: Maximilian Kraußmüller
    Dramaturgie: Olivia Ebert
    Dramaturgische Beratung: Nora Haakh
    Künstlerische Mitarbeit: Eva Bay

    2.5 von 5 Sterne
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    Die neue Gesellschafts-Komödie von Nora Abdel-Maksoud
    4 days ago
    Kritik

    ''Nora Abdel-Maksoud verbindet hier humorvoll soziale Probleme wie Klassismus und geringe Entlohnung von Care-Arbeit mit feministischen Positionen wie der Bekämpfung des Gender Pay Gap und der sozialen Rolle der Frauen in Care-Berufen bzw. in der Politik sowie der Entlohnung von berufstätigen Müttern und der Kinderbetreuung. Die Pointen purzeln dabei im Minutentakt, wobei auf nötige Tiefe nicht immer unbedingt Rücksicht genommen wird. Schnell stellt sich heraus, dass sich die vermeintliche Privatklinik auf einem lecken U-Boot befindet. Ein marodes Krankenhaus für die abgehängten gesetzlich Versicherten. Ein schönes Bild für den kaputtgesparten Gesundheitssektor, der eher auf Effektivität und Gewinn orientiert ist, als auf die Heilung schwieriger Fälle. Das soziale Gefälle an Bord und die „Markt“-Geilheit der FDP-Blase als Running Gag sorgen für weitere Spitzen.

    Als das U-Boot schließlich auf den Geldberg des Unternehmers Hagenfels-Jefsen-Bohn aufläuft und die Geburt von Jagodas Kind bevorsteht, läuft das Stück gänzlich aus dem Ruder. Jagoda läuft zu feministischen Hochtouren auf und fordert ein transgenerationales Erbe für alle Mütter. Auch die sozial am anderen Ende der Verdienstskala befindliche Gesine bekommt ihr Solo für Geschlechter-Gerechtigkeit. Dazu wird auch immer wieder auf der von Moïra Gilliéron gestalteten Halbrundhorizontbühne im Chor gesungen. Etwa Hi Ren vom an Lyme-Borreliose erkrankten britischen Sänger Ren oder I am no mother, I am no bride, I am king von Florence and the Machine. Die überdrehte Groteske hat durchaus Potential für eine satirisch-theatrale Zuspitzung von realen Konflikten. Die Autorin/Regisseurin setzt aber mehr auf schräge Unterhaltung und satten Klamauk. So erreicht Doping allerdings nicht das Niveau der Vorgänger-Komödien Making-of, Rabatt oder Jeeps.'' schreibt p. k. - 9. April 2024 auf KULTURA-EXTRA

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    Mit dem Holzhammer
    12 days ago
    Kritik

    Mit zappeligem Slapstick kämpft sich das Ensemble durch die beiden äußerst plakativen Handlungsstränge: Lütje und seinen Parteifreunden wird drastisch vor Augen führt, welche Konsequenzen das neoliberale Privatisierungsmantra im Gesundheitssystem haben kann. Auch für jene, die sich eben noch stark und unverwundbar wähnten, wird die Versorgung unsicher.

    Die FDP-Leute geraten an den Aussteiger Dr. Bob (Wiebke Puls in Hosenrolle und im breiten Slang ihrer Husumer Heimat), der sich an Naturheilverfahren versucht, und seiner Assistentin Gesine (Eva Bay), die auf einem maroden U-Boot Patienten versorgen. Bay ist seit Jahren die engste künstlerische Mitarbeiterin von Abdel-Maksoud, ihre Figur macht ihrem Partner Vorwürfe, dass die gesamte Care-Arbeit an ihr hängen bleibe. Das beeindruckt Jagoda Hagenfels-Jefsen-Bohn (Şafak Şengül), Listenplatz 2, Tochter des örtlichen FDP-Strippenziehers und bis dato entschiedene Gegnerin von Quoten, so sehr, dass sie die Seiten wechselt und dem Patriarchat vorne an der Rampe in einer platten Ansammlung von Klischees die Leviten liest.

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