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Bewertung und Kritik zu

THESE TEENS WILL SAVE THE FUTURE
Performance
Regie: Verena Regensburger 
Premiere: 27. September 2019 
Münchner Kammerspiele 

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Zum Inhalt: „Wir haben es satt, dass immer nur über uns gesprochen wird und wir nicht zu Wort kommen! Denn wir sind verdammt nochmal wütend und wir sind enttäuscht – von der Erwachsenengeneration, von Politiker*innen, die sich ihrer Verantwortung entziehen. Demokratie ist nichts, das man geschenkt bekommt! Ungerechtigkeit hört erst auf, wenn auch die sich ändern, die davon profitieren! Es müssen dringend Maßnahmen gegen die Klimakatastrophe getroffen werden! Und wir können uns Euren Pessimismus nicht mehr leisten! Hört auf zu sagen, dass alles schon zu spät ist. Hört auf zu sagen, dass alles viel zu kompliziert ist! Macht es Euch nicht so einfach! Wir haben eine Neuigkeit für Euch: Wir werden die Zukunft nicht retten! Nicht, wenn Ihr uns nicht zuhört. Und nicht, wenn Ihr nicht versteht, dass zuhören allein nicht ausreicht. Ihr müsst handeln. Mit uns! Tut endlich was! Leute, lasst das Glotzen sein! Reiht Euch in die Demo ein!“ 
Überall auf der Welt gehen junge Menschen auf die Straße: Für eine gerechtere Welt und für dringende Maßnahmen gegen die Klimakatastrophe. Auch in München organisieren sich tausende Jugendliche, die vor allem die Erwachsenen-Generation und Politiker*innen adressieren und zum Handeln auffordern. Auf diesen Demonstrationen begegneten der Regisseurin Verena Regensburger Teenager, die für ihr Recht auf eine lebenswerte Zukunft kämpfen. Es entstanden erste Ideen zu einem Theaterabend, der sich mit der Wut, der Enttäuschung und dem Protest junger Menschen auseinandersetzt. Aus Gesprächen mit knapp 30 politisch engagierten Jugendlichen wurden Texte entwickelt: Anklagen, Forderungen und Handlungsmöglichkeiten. Der Abend fragt danach, wie wir generationsübergreifend handeln können: Wie können wir das Gefühl der Ohnmacht angesichts der nahenden Katastrophe überwinden? Welche Allianzen können wir schließen? Wie kann aus Gemeinschaft neue Hoffnung entstehen? Ein Abend über eine Zukunft, die uns alle angeht.

Mit: Natalie Albertshofer, Amelie Luisa Althaus, Emma Beblo, Lilli Biedermann, Helena Borst, Moritz Brand, Maria Dendorfer, Jamila Gebhard, Helena Gregorian, Vivien Henning, Anna Hoffmann, Kaspar Huber, Lilian Marie Luise Karger, Konstantin Kloppe, Thyra Kolde, Juri Kößler, Leopold Nüssler, Thilda Otto, Frida Pfeiffer, Agnes Pfeiffer, Thalia Schoeller, Flurina Schuster, Mira Sökefeld, Marlene Anna Taler, Ira von Büdingen und Lilli von Hehn

Text: Ensemble, Anna Gschnitzer und Verena Regensburger
Inszenierung: Verena Regensburger
Bühne: Marie Häusner
Licht: Diana Dorn und Weronika Patan
Kostüme: Veronika Schneider
Dramaturgie: Anna Gschnitzer
Video: Nicole Marianna Wytyczak
Sound: Jonny-Bix Bongers


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Wenn Jugendliche zu Wort kommen…
  · 09.10.19
''Diese jungen Leute gehen auf uns zu – ganz direkt von der Bühne herunter. Sie suchen das Gespräch. Wie können wir generationsübergreifend das Nötige tun? Welche Allianzen können wir schließen? Wie können wir unseren Lebensstil ändern? Sie wissen, dass das viel Überzeugungsarbeit bedeutet: „Demokratie ist nichts, das man geschenkt bekommt.“ Dabei geht es nicht nur ums Klima, sondern um unser gesamtes gesellschaftliches Leben. Dazu gehört auch Toleranz statt Rassismus, Gendergerechtigkeit, Diskriminierung Andersgläubiger und und und… Sympathisch auch die thematisierte Unsicherheit, die Selbstzweifel der jungen Leute. Wie lange wird ihr Atem sein, wie weit ihre Kraft reichen? Sie wissen es nicht. Und sie sind nicht perfekt. Sie möchten doch auch einfach mal nur bei Amazon bestellen und schick sein und Spaß haben…

Noch sind diese Jugendlichen „außen vor“. Nicht in das Karussell eingestiegen, das in der Mitte der Bühne platziert ist. Wenn es sich dreht, müssen sie sich flach auf den Boden legen oder im Inneren zusammendrängen, um nicht davon erfasst zu werden. Dieses Karussell, rot und grün gestrichen, steht symbolisch für das, was wir Erwachsenen leben: immer höher, weiter, schneller, mehr. Zeit, dass wir es anhalten und aussteigen!

Ein berührender, hoffnungsfroher Theaterabend. Nur schade, dass er abseits im Haus der Kunst stattgefunden hat vor geneigtem und aufgeschlossenen Publikum. Wünschenswert wäre, dass man ihn dort wiederholte, wo mehr Skepsis zu erwarten ist, etwa Besuchern des Residenztheaters.'' schreibt Petra Herrmann am 9. Oktober 2019 auf KULTURA-EXTRA
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