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Bewertung und Kritik zu

MACBETH
von William Shakespeare
Regie: Amir Reza Koohestani 
Premiere: 7. Dezember 2018 
Münchner Kammerspiele 

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Die AttentäterinZum Inhalt: Mit „Macbeth“ inszeniert Amir Reza Koohestani nach „Der Fall Meursault – Eine Gegendarstellung“ und „Die Attentäterin“ zum ersten Mal an den Münchner Kammerspielen ein zentrales Stück des westlichen Theaterkanons. Vor nun über 400 Jahren schrieb Shakespeare die Tragödie um ein Königsmörder-Paar auch als Propagandastück, das die Stellung des damaligen Königs (und damit auch die eigene) bestätigen sollte. Koohestani nimmt dies als Ausgangspunkt einer Reflexion über gegenwärtige Erwartungen an das Theater: Können auch heute durch fiktionale Geschichten politische Machtverhältnisse gestärkt oder hinterfragt werden? Welche Geschichten müssen und welche dürfen erzählt werden? Wie unschuldig oder gefährlich ist die Kunst, wie wirkmächtig sind ihre Erzählungen? In Annäherung an Fragen von politischer Dimension betrachtet Koohestani immer auch deren Konsequenz für die Menschen. Obwohl sie in diesem Gefüge der Macht gefangen sind, müssen sie sich dennoch mit den Konsequenzen der eigenen Taten konfrontieren: unsicher, überzeugt, euphorisch, traumatisiert. In privaten Gesprächen und intimen Momenten erzeugt er ein aktuelles politisches Panorama, welches zugleich den Alltag der Menschen in den Fokus nimmt. „Und wenn wir scheitern?“ – fragt der schlaflose Macbeth seine Frau und Komplizin – „Dann scheitern wir“.

Mit: Walter Hess, Kinan Hmeidan, Gro Swantje Kohlhof, Christian Löber, Stefan Merki, Kamel Najma, Vincent Redetzki und Mahin Sadri sowie Pollyester (Live-Musik) Inszenierung: Nicolas Stemann 

Inszenierung: Amir Reza Koohestani 
Bühne: Mitra Nadjmabadi 
Kostüme: Negar Nemati 
Video: Benjamin Krieg 
Co-Video: Phillip Hohenwarter 
Musik: Polly Lapkovskaja 
Licht: Christian Schweig 
Übersetzung: Mehdi Moradpour 
Dramaturgie: Helena Eckert 


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1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Macbeth oder von der Unmöglichkeit, heute Shakespeare zu spielen
  · 08.12.18
''Was aber geschieht, wenn wirklich Blut fließt, eben keine rote Farbe? Was das mit uns macht, das wissen wir, die wir im Frieden leben dürfen, nicht, so Koohestani - auch wenn wir noch so viele Shakespeare-Inszenierungen anschauen (nebenan im Residenztheater läuft eine weitere). Aber wir können es uns vorstellen. Etwa, wenn die Farsi sprechende Zweitbesetzung der Lady in einem berührenden Moment der Inszenierung erzählt, wie sie eine Mutter mit dem blutüberströmten Kind sah. Eindrucksvoll ihre Darstellerin Mahin Sadri, eine iranische Schrifstellerin, Regisseurin und Schauspielerin, die immer wieder mit Amir Reza Koohestani zusammenarbeitet. Auch er wurde im Iran geboren und gilt als einer der bedeutendsten Theatermacher seiner Generation. Seit 15 Jahren sind seine Arbeiten auch in Europa auf zahlreichen Festivals zu sehen. Мacbeth ist seine dritte Arbeit mit dem Ensemble der Münchner Kammerspiele und seine erste Auseinandersetzung mit einem zentralen Stück des westlichen Kanons. 

Scheitern bei, Scheitern an Shakespeare: Koohestanis Nachdenken über Macbeth hat zu keiner modischen Dekonstruktion geführt. Es stellt die Frage nach der Wirkmächtigkeit von Geschichten – politisch, moralisch, heute. Wenig Kunstblut, keine Raserei. Ein nachdenklicher Macbeth light in anderhalb Stunden. Herzlicher Beifall.'' schreibt Petra Herrmann am 8. Dezember 2018 auf KULTURA-EXTRA
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