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Bewertung und Kritik zu

CLOCKWORK ORANGE
nach dem Roman von Anthony Burgess
Regie: Charlotte Sprenger 
Premiere: 18. Januar 2018 
Theater der Keller, Köln

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Die WeberZum Inhalt: Wenn ein Mensch nicht wählen kann, hört er auf, Mensch zu sein.
Alex und seine Droogs versetzen die Stadt in Angst und Schrecken. Sie überfallen beliebig wehrlose Opfer, vergewaltigen Frauen, bekriegen sich mit anderen Gangs. Die Gewalt ist für Alex Spaß und Genuss, das geraubte Geld Nebensache.
In seinem Kultbuch aus dem Jahre 1962 stellt Anthony Burgess eine Lösung zur Disposition, ebenso effektiv wie bedrohlich nah an gegenwärtigen Möglichkeiten: Was spricht dagegen, Gewaltbereitschaft einfach medizinisch zu unterbinden, wenn es machbar ist?

Mit: Markus J. Bachmann, Frank Casali, Liliom Lewald, Denis Merzbach, Madieu NguyenRegie: Heinz Simon Keller

Regie: Charlotte Sprenger
Bühne: Thomas Garvie
Kostüme: Janina Warnk
Dramaturgie: Barbara Kastner


WIR EMPFEHLEN

DurchschnittsnoteSchreibe eine Kritik
1 von 2 Personen fanden die Kritik hilfreich
Boygroup löst Entsetzen aus
  · 04.11.18
''Die 28-jährige Regisseurin Sprenger lässt Kreativität auch bei der Musikauswahl walten. Sie sucht ja gerne bekannte Girlgroup-Hits als Soundrack in ihren Stücken aus. In Draußen vor der Tür durfte noch Elias Reichert als Beckmann zu einer verfremdeten Version von „Survivor“ (Destiny’s Child) unter eine Plastikplane tauchen; in Clockwork Orange erprobt die Droogs-Boygroup nun eine lässig-synchrone Choreographie zu „Say you’ll be there“ von den Spice Girls. Auch das Klettern der Darsteller über die Zuschauerbänke ähnelt dem des Beckmann-Akteurs aus Draußen vor der Tür. Nur tun die fünf Darsteller das in Clockwork Orange sogar im Stockdusteren und fassen dabei auch die Zuschauer an. Welche stimmungsvolle Provokation, die bei einigen in Zuschauerraum auch angespannte Rufe auslöst. Im durchweg eher jüngeren Publikum erklingen vereinzelt gespielt empörte Frauenstimmen „Da war eine Hand in meinem Schritt“, „Endlich mal wieder angefasst“ oder „Ruhe bitte, ich will den Moment genießen“, und es ertönen auch provokante Schluckauf-Geräusche. Auch ein Trommler, eine Säuberungstruppe und eine Schnapsverköstigung lösen beim Publikum heitere Ausgelassenheit aus. 

Clockwork Orange ist gleich für zwei prominente lokale Theaterpreise nominiert. Die Inszenierung tritt bei der Theaterpreisverleihung am 3. Dezember gegen fünf andere nominierte Produktionen für den Kölner Theaterpreis und gegen zwei weitere Produktionen für den Kurt-Hackenberg-Preis 2018 an. Die Bühnenfassung von Julia Fischer und Charlotte Sprenger wird eine der bekannteren Produktionen der aktuellen Spielzeit bleiben, bevor die Spielstätte in der Südstadt nach 45 Jahren umziehen muss. Dann muss das etablierte Privattheater in der Kleingedankenstraße leider Luxuswohnungen im Sinne der Gentrifizierung weichen. Ob dadurch eine prägende Ära zuende gehen könnte, möge sich zeigen.'' schreibt Ansgar Skoda am 4. November 2018 auf KULTURA-EXTRA
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