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Bewertung und Kritik zu

CYRANO DE BERGERAC 
von Edmond Rostand
Regie: Leander Haußmann 
Premiere: 18. März 2017 
Thalia Theater Hamburg 

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Zum Inhalt: Groß ist die Nase. Cyrano, den die Natur mit einem solchen Monstrum von einem Zinken versehen hat, ist auch sonst gut ausgestattet: ein brillanter Fechter und gewitzter Worterfinder. Wird er beleidigt, setzt er treffsicher einen Stich und schießt vermeintlichen Spöttern rauschhaft Verse um die Ohren, bis sie erröten. Groß ist auch die Liebe, die Cyrano für seine schöne Cousine Roxane empfindet. Doch jetzt hat sich Roxane in den schönen Christian verliebt und Cyrano soll als Vermittler dienen. 
Es gibt aber ein Problem, Christian ist zwar schön von Gestalt, aber kein geistreicher Formulierer. So schließen Cyrano und Christian einen Pakt. Cyrano schreibt für seinen Rivalen die allerherrlichsten Liebesbriefe, er ist der Geist und Christian der Körper. Oder wie Cyrano sagt: „Auf seinen Lippen küßt sie meine Worte.“ Leander Haußmann inszeniert diese große Liebesgeschichte, „Romeo und Julia für die Generation Middle-Age“, zwischen Balkongeflüster und Kriegswirren mit schnellen Degen und spitzen Versen.

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Mit Marina Galic (Roxane), Jens Harzer (Cyrano de Bergerac), Pascal Houdus (Lignière, dann Kadett), Tim Porath (Le Bret), Steffen Siegmund (Cuigy, dann Kadett), Rafael Stachowiak (Comte de Guiche), Marina Wandruszka (Mutter Marguerite), Sebastian Zimmler (Christian de Neuvillette)

Regie: Leander Haußmann
Dramaturgie: Matthias Günther
Fechtchoreografie: Klaus Figge
Kostüme: Brinkmann
Bühne: Theresia Anna Ficus
Video: Jakob Klaffs, Hugo Reis

TRAILER


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1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Theaterspaß trotz Längen
  · 05.01.18
Popsongs streute Leander Haußmann in seine Hamburger „Cyrano de Bergerac“-Inszenierung sparsamer ein als gewohnt. Dennoch ist auch dieser Abend wieder ein Theaterfest, das Spaß macht.

Es sind vor allem vier Faktoren, auf die Haußmann bauen kann:
Wie schon bei seinen Shakespeare-Übersetzungen fand Frank Günther auch für die romantische Tragikomödie von Edmond Rostand einen pointierten, saft- und kraftvollen Ton. Klaus Figge hat hervorragende Fechtszenen choreographiert, bei denen z.B. Pascal Houdus und Jens Harzer sehr gekonnt die Klingen kreuzen. Vor allem sind die beiden Hauptrollen glänzend besetzt: Hier die Titelfigur, der unglücklich verliebte Cyrano, der mit einer viel zu langen Nase verunstaltet ist. Dort der unbekümmerte Schönling Christian, durchtrainiert wie ein Model, aber dumm wie Brot. Jens Harzer und Sebastian Zimmler spielen diese Rollen mit großer Verve und lassen die beiden Figuren trotz aller Komik nie zur Karikatur verkommen.

Schon in seinen Inszenierungen am Berliner Ensemble hatte Leander Haußmann regelmäßig damit zu kämpfen, dass seine Inszenierungen zu sehr ausuferten. Seinen „Hamlet“ strich er noch kurz vor der Premiere deutlich zusammen. Auch bei den „Räubern“ justierte er nach einigen Aufführungen und entsprechenden Hinweisen aus Rezensionen und Publikumsgesprächen noch nach und straffte den zweiten Teil, der nach fulminantem Auftakt abfiel.

Auch dem „Cyrano de Bergerac“ am Thalia täte es gut, an der einen oder anderen Stelle zu streichen und zu straffen. Dies gilt sowohl für die ersten zwei Stunden bis zur Pause als auch für den etwas zu melodramatisch geratenen Schluss im Kloster. Dann würde aus einem guten Theaterabend ein herausragender.
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