Thalia Theater Hamburg
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    Barocco

    Bewertung und Kritik zu

    BAROCCO 
    Ein musikalisches Manifest von Kirill Serebrennikov
    Premiere: 2018 (Gogol Center, Moskau) 
    Premiere neue Hamburger Fassung: 25. Mai 2023 
    Thalia Theater Hamburg 

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    Zum Inhalt: Der studentische Aufbruch in Frankreich 1968, das Attentat auf Andy Warhol in New York, die Selbstverbrennung von Jan Palach in Prag im Jahr darauf – was haben all diese Ereignisse mit dem fernen Barockzeitalter gemeinsam? In seinem Musiktheaterprojekt „Barocco“ überwindet der russische Film- und Opernregisseur Kirill Serebrennikov – derzeit „artist in residence“ am Thalia Theater und „Opernregisseur des Jahres“ – die Jahrhunderte und setzt die Leidenschaft und Zerbrechlichkeit von Menschen miteinander in Beziehung, die zu verschiedenen Zeiten gegenüber etablierten Systemen aufgestanden sind. „Barocco“ ist ein Manifest für die Freiheit und eine künstlerische Revolte der Schönheit gegen eine Welt, die an ihren gesellschaftlichen Zwängen zu ersticken droht. Ein musiktheatralisches Gesamtkunstwerk mit Oper, Schauspiel und Tanz.

    Mit Odin Biron (Künstler, Student, Andy 5, Jan Palach, Tenor, Countertenor) Felix Knopp (Der ausgebrannte Journalist, Andy 1, Stimme des Herrschers l, Wächter, Bariton) Tilo Werner (Elektriker, Vater, ehemaliger Student, Andy 4, Clown, andere Stimme, Stimme des Herrschers 2, Fernsehsprecher, Tenor) Svetlana Mamresheva (Frau 1 (blond), Studentin 1, Braut 1, Grazie 3, Ehefrau des Journalisten, Sopran) Yang Ge (Frau 2 (brünett), Studentin, Braut 2, Mädchen auf dem Baumstamm Sopran) Victoria Trauttmansdorff (Die reiche alte Frau, Mutter, Grazie 2) Victor João (Straßensänger, Tenor) Nadezhda Pavlova (Passantin, Furie, Grazie 1, überirdische Diva, Frau, Sopran) Daniil Orlov (Der junge Mann, Piano)

    Regie, Bühne, Kostüm: Kirill Serebrennikov
    Musikalische Leitung: Daniil Orlov
    Choreografie: Ivan Estegneev, Evgeny Kulagin
    Video: Ilya Shagalov
    Lichtdesign: Sergej Kuchar
    Sounddesign: Boris Semkin
    Dramaturgie: Joachim Lux
    Einstudierung Chor: Uschi Krosch
    Mitarbeit Bühne: Elena Bulochnikova
    Mitarbeit Kostüm: Clara Strasser


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    3.0 von 5 Sterne
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    Genre-Mix aus Oper, Tanz und Comedy
    8 months ago
    Kritik

    Spurenelemente von Sprechtheater gibt es in „Barocco“ durchaus noch, aber der 145minütige Abend ist im Schwerpunkt eine Nummernrevue von Arien aus Barockopern und Madrigalen, durchbrochen von tänzerischen Einlagen, Anspielungen auf Filme von Andrei Tarkowski und etwas Zaubertrick-Parodie-Comedy von Tilo Werner. So vergnügt wie Serebrennikow durch die Kunstgattungen surft, so wild springt er auch durch die Zeiten. Immer wieder zieht es ihn in die späten 1960er Jahre, als er geboren wurde: Valerie Solanas und Andy Warhol geistern über die Bühne, zu einem zentraleren Referenzpunkt des frei assoziierenden Abends wird Jan Palachs Selbstverbrennung in Prag 1969 aus Protest gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings durch sowjetische Truppen.

    Während sich in der ersten Hälfte zu oft nur eine lose verbundene Szene an die nächste reiht, gewinnen die Choreographien in der zweiten Hälfte an Dringlichkeit. Der Straßensänger Jovey, der aus Bolsonaros Brasilien floh und den Serebrennikow im Berliner Mauerpark kennenlernte, erzählt in einem längeren Solo von seinen Wunden. Stellenweise geraten die Bilder diesse Manifests für die Freiheit allzu platt: Daniil Orlov, als Komponist und künstlerischer Leiter ein wichtiger Partner von Serebrennikow bei dieser Inszenierung, kann nur mit einer Hand Klavier spielen, da die andere in den Handschellen von zwei vermummten Sicherheitskräften fixiert ist.

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