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Bewertung und Kritik zu

UNA [EINE FRAU] / UNA
von Raquel Cors und Dani Lacasa
Regie: Raquel Cors 
Deutschland-Premiere: 28. Januar 2021 
Thalia Theater Hamburg 

Zum Inhalt: Eva Lyberten, betritt die Bühne, um uns ihre Geschichte zu erzählen. Jetzt, 60 Jahre alt, teilt sie ihre Vergangenheit mit dem Publikum und erzählt ihre Geschichte, veranschaulicht durch jene Bilder von ihr, die überleben haben: ihre Erotikfilme. Dabei werden Identität, Begehren und Fiktion in ihren Filmen aus den 1970er Jahren analysiert, als sich Spanien zu öffnen begann.
Dieses Stück bewegt sich zwischen Dokumentation und Fiktion und reflektiert das auf den weiblichen Körper projizierte erotische Bild, was wir glauben und wie wir diese - sowohl öffentlichen als auch privaten - Bilder betrachten. Es verhandelt die Spannungen zwischen der individuellen und der kollektiven Sphäre, zwischen Verlangen und Fiktion, sexuellen Ikonen und Frauen. Es ist eine Studie über das Schauen und angeschaut werden, über das Sichtbare und das, was sich hartnäckig weigert, gesehen zu werden.
Una [Eine Frau] ist ein Produkt des Empremta (Imprint) - Projekts des Teatre Lliure, einer theatralen Zusammenarbeit zwischen Carlota Subirós und Raquel Cors.

Mit Evy Lyberten, Dani Lacasa

Regie: Raquel Cors
Regieassistenz: Carlota Grau
Bühnenbild: Lola Belles
Lichtdesign: Aba Rovira
Kostüm: Patricia Albizu, Alejandra Lorenzol
Sound Design: Pau Matas Nogué
Musik: Mireia Tejero
Video Design: Dani Lacasa
Dramaturgie: Raquel Cors, Dani Lacasa
Produzentinnen: Eva Lyberten, Dani Lacasa
Stimmen Aus Dem Off: Elena Córdoba, Núri Lloansi, Isabel Rojas

Teatre Lliure, Barcelona, Spanien, Premiere 2020

TRAILER


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Erinnerung an die anarchische Transition nach Franco
  · 28.01.21
Einen kleinen autobiographischen Monolog steuerte das Teatre Lliure aus Barcelona zu den Lessingtagen bei: Eva Lyberten erzählt in „Una/Eine Frau“ von ihrer Zeit als Softporno-Darstellerin in Low Budget-Filmchen, die ab Mitte der 1970er Jahre während der anarchischen Zeit der Transition nach dem Tod von Franco entstanden.

Regisseurin Raquel Cors und Dramaturgin Dani Lacasa entwickelten mit Lyberten eine knapp einstündige, live von einer Saxofonistin begleitete und Erinnerungsstimmen unterbrochene Performance, in der Lyberten über ihre Rebellion gegen katholische Moralvorstellungen und verkrustete, autoritäre Strukturen berichtet und von den Gewalterfahrungen erzählt, die sie nach dem Ende ihrer recht kurzen Film-Laufbahn machen musste.

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