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Bewertung und Kritik zu

ORPHEUS
frei nach dem Mythos
Regie: Antú Romero Nunes 
Premiere: 7. September 2018 
Thalia Theater Hamburg 

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Zum Inhalt: Der zerstörerisch-rauschhafte Dionysos glaubt nicht an den Wert des menschlichen Lebens und Liebens. Die Liebe ist für ihn nur eine Lüge, um das leere, sinnlose Dasein dieses Gorillas, dem die Haare ausfielen, kurzzeitig mit scheinbarem Inhalt zu füllen. Liebende sind für ihn wie zwei Spiegel, die ein und dasselbe Bild der Nichtigkeit reflektieren. Was hat schon einen Wert, wenn man sterblich ist und (spätestens nach ein paar Generationen) vergessen sein wird?
Lichtgott Apollon beschwört dagegen die Kraft der Schönheit und Poesie, die die Eintagsfliege Mensch zum Gott erheben könne. Und nichts beflügle die Schönheit so wie die Liebe!
Eine Teufelswette, wie man sie aus den Geschichten von Hiob und Faust kennt, entspinnt sich zwischen den Göttern und wirft ihren Schatten über die Liebe der beiden Frauen, nennen wir sie Orpheus und Eurydike.
Die Götter mischen sich ein, Eurydike muss sterben und Orpheus steht vor dem Nichts. Doch obwohl sie nur ein Mensch ist, ist sie nicht bereit, den Tod zu akzeptieren: Anstatt ihre Geliebte zu Grabe zu tragen, macht sie sich auf, sie aus dem Totenreich zurückzuholen. 

Mit Lisa Hagmeister (Orpheus), Pascal Houdus (Aristaios), Bekim Latifi (Hermes), Marie Löcker (Eurydike), Björn Meyer (Amor), Sven Schelker (Apollon), Sebastian Zimmler (Dionysos)

Regie: Antú Romero Nunes
Komposition: Anna Bauer, Johannes Hofmann
Musikalische Leitung: Johannes Hofmann
Choreografie: Eyal Dadon
Ausstattung: Jennifer Jenkins, Matthias Koch
Dramaturgie: Christina Bellingen


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2 von 3 Personen fanden die Kritik hilfreich
Kraftvolle, alle Sinne ansprechende Choreographie
  · 07.09.18
Klassisches Sprechtheater bietet das Thalia Theater Hamburg zur Eröffnung seiner „175 Jahre Thalia Theater – 175 Jahre Gegenwart“ nur sehr feindosiert. Die verspielte, glänzend choreographierte Annäherung an den „Orpheus“-Mythos, die Regisseur Antú Romero Nunes im Untertitel als „musische Bastardtragödie“ bezeichnet, ist dennoch ein gelungener Saison-Auftakt.

Ins Zentrum seiner sehr frei assoziierenden, sich oft auf atmosphärische Stimmungen konzentrierenden Bearbeitung stellt Nunes ein lesbisches Liebespaar: Sänger Orpheus (Lisa Hagmeister mit mehreren tollen Chanson-Soli) ist bei ihm ebenso weiblich wie Eurydike (Marie Löcker, zunächst taubstummm, dann mit viel Wiener Schmäh).

Nach einigen schwächeren Inszenierungen, die sich zu sehr im Slapstick ergingen, konzentriert sich Antú Romero Nunes, der vor einem Jahrzehnt als Jungstar die Theaterszene aufmischte, auf seine Stärken: Mit Orpheus gelingt ihm ein sehr konzentriertes, alle Sinne ansprechendes Bühnenspektakel, das phantasievoll Tanz, Musik und Gesang mit einer Prise Schauspiel mischt. Ein Abend, der wunderschön anzuschauen und voller Energie ist. Seine schwächeren Momente hat er bezeichnenderweise dann, als Nunes ganz auf das Wort setzte.

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