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Bewertung und Kritik zu

DER KÖNIG DER LÖWEN
Disneys Musical
Premiere: 02. Dezember 2001
Stage Theater im Hafen, Hamburg 

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Zum Inhalt: Disneys DER KÖNIG DER LÖWEN erweckt mitten im Hamburger Hafen die bunte Tierwelt und die Schönheit der Serengeti zum Leben. Die Theater- und Filmregisseurin Julie Taymor schuf aus einem der weltweit erfolgreichsten DisneyTrickfilme ein völlig eigenständiges Bühnenwerk. Mit Elementen der alten Künste des Masken- und Schattenspiels und Einflüssen aus afrikanischen und asiatischen Kulturkreisen kreierte sie ein überraschendes, visionäres, emotionales Theater, in dem Mensch und Tier eine fantastische Verbindung eingehen.

Wenn sich der Vorhang hebt, die Sonne langsam über die Savanne aufgeht, Rafikis machtvolle Stimme ertönt und die Tiere auf die Bühne strömen – spätestens dann wird im Stage Theater im Hamburger Hafen die Faszination Afrikas spürbar. Lassen auch Sie sich verzaubern von den über 300 atemberaubenden Masken, Puppets und Requisiten, den mehr als 400 fantastischen Kostümen und natürlich von der unvergesslichen Musik – einer Mischung aus Popmusik von Sir Elton John und orginal afrikanischen Rythmen.

Inmitten der farbenprächtigen Welt Afrikas, in der die Tiere im Herrschaftsbereich von Mufasa, dem König der Löwen, in Frieden zusammenleben, wächst das kleine Löwenjunge Simba auf. Sein Übermut und seine Ungeduld, endlich groß und erwachsen zu werden, spornen Simba zu Mutproben und gewagten Ausflügen mit seiner Freundin, der jungen Löwin Nala, an. Doch die Harmonie wird überschattet von der Eifersucht und dem Machthunger von Scar, dem Bruder des Königs Mufasa.

TRAILER


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1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Aufgefrischte Texte
  · 18.01.19
Die Rafiki Darstellerin war sehr stimmgewaltig und hat zusammen mit dem Chor im Opening einen tollen Einstand in das Stück geliefert. Ich hatte an diesem Punkt das gleiche Feeling wie im Zeichentrickfilm damals. Die Kostüme sind klasse gemacht und zum Teil muss das Bewegen in ihnen eine echte Herausforderung sein (z. B. die Giraffen). Das Musical folgt relativ genau der Handlung aus dem Zeichentrickfilm, wobei einige Extraszenen und Tänze eingearbeitet wurden. Davon war das ein oder andere durchaus interessant. z. B. die Erklärung warum Nala eigentlich die anderen Löwinnen verlassen hat, im Film wurde das nur vage angedeutet.

Ein Punkt der vielleicht nicht jedermanns Geschmack trifft ist die Abwandlung der Musik. Wie ich es bereits aus anderen Musicals kenne, die eine musikalische Originalvorlage haben, ist die Musik etwas abgewandelt. Ich persönlich mag das Ergebnis, weil es bei mir ein Gefühl von Afrika aufkommen lässt, das was man im Fernsehen oder bei Dokumentationen vielleicht schon mal über traditionellen Tanz und Gesang mitgekriegt hat und ich finde das passt in König der Löwen sehr gut rein.

Neben den altbekannten Szenen aus der Zeichentrickvorlage, wurde auch die ein oder andere Extraszene mit eingearbeitet. Leider hatte ich insbesondere bei den Szenen mit Timo und Pumba das Gefühl es wird ein Flachwitz nach dem anderen gerissen. Ein oder zwei vereinzelte Witze („IKEA Vorhang“ oder „Atemlos“) kann ich noch verzeihen. Es besteht ein gewisser Wiedererkennungswert aber teilweise fand ich die Sprachweise, also Ausdrücke wie „Digga“ oder ähnliches für ein König der Löwen Musical absolut unpassend. Die Szenen wirkten gezwungen, fast so als würden die Darsteller krampfhaft versuchen die Zeit zu überbrücken die benötigt wird um den nächsten Part vorzubereiten. Ich kam mir bei der genutzten Sprachweise vor wie in einer Teenieklicke oder einer Hip-Hop-Szene. Für mich hatten Timon und Pumba sämtliche Charme verloren, die sie in der Zeichentrickserie so liebenswert und amüsant gemacht haben, was sehr schade ist, denn auch bei den beiden fand ich die Kostüme sehr gelungen.
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Dieses Jahr bedeutet etwas Großartiges für jeden Disney- und „Der König der Löwen“-Fan, denn im Jahr 1994 kam Disneys Meisterwerk in die Kinos und eroberte vor 25 Jahren die Herzen der kleinen und großen Disneyliebhaber. Wenn man von den Kinoeinnahmen ausgeht, ist es bisher weltweit der kommerziell erfolgreichste klassische Zeichentrickfilm.

Aber auch dieses Jahr können wir uns auf etwas ganz Besonderes freuen: „Der König der Löwen“ kommt als Realverfilmung am 17.Juli 2019 in die deutschen Kinos. Der Regisseur hat schon 2016 den Disneyklassiker „Das Dschungelbuch“ als eine düstere Version ins Kino gebracht. Ich werde mir auf jeden Fall auch diese Realverfilmung auf großer Kinoleinwand anschauen.

Doch zum 25. Jubiläum von „Der König der Löwen“ wollte ich dieses Jahr auch das weltbekannte Musical von der Theater- und Filmregisseurin Julie Taymo, die 1998 für „Der König der Löwen“ mit dem Tony-Award für die beste Regie und die besten Kostüme ausgezeichnet wurde, in Hamburg besuchen. Und da ich eine Frau der Taten bin, erfüllte ich mir diesen großen Wunsch am Samstag, den 22. Juni 2019.

Um 20 Uhr war es endlich soweit und wir tauchten für zwei Stunden lang in die mystische Welt Afrikas, in die Hitze der Savanne, in der Simba, der Sohn des königlichen Löwenpaares Mufasa und Sarabi, geboren und allen Tieren des geweihten Landes von Rafiki präsentiert wird. Doch nicht alle sind bei der Zeremonie anwesend. Mufasas Bruder Scar fehlt, da er auf den Thron und auf Simbas Erbe neidisch ist.
Zeit vergeht und der großzügige und ehrenhafte Mufasa versucht, seinem rebellischen Sohn die Güte und Weisheit eines Königs spielerisch zu vermitteln.
Doch der neugierige Simba hört nicht auf seinen Vater und vertraut dem Falschen, seinem Onkel Scar. Scar und die hinterlistigen Hyänen locken Simba in einen Hinterhalt, was sein Vater Mufasa mit dem Leben bezahlen muss. Da Scar Simba einredet, dass er für den Tod seines Vaters verantwortlich ist, flieht Simba und findet weit weg von seiner Heimat in dem Erdmännchen Timon und dem Warzenschwein Pumbaa neue Freunde und eine neue Heimat.
Doch seinen Wurzeln kann man nie entfliehen und so erkennt Simba nach Jahren mit der Hilfe von Rafiki und seiner Jugendliebe Nala und dem Geist seines Vaters, was seine Bestimmung ist. In dem geweihten Land angekommen muss Simba mit Schrecken feststellen, dass das einst blühende Land durch Scars Herrschaft und der Anwesenheit der Hyänen zu einem trostlosen Ödland geworden ist. Entschlossen fordert Simba seinen Onkel zu einem Kampf um den Thron heraus.

Das Broadway-Musical von Elton John und Tim Rice läuft schon seit dem 2. Dezember 2001 in Hamburg und ist noch immer ein Dauerbrenner unter den Musicals in Deutschlands – auch an diesem Abend im ausverkauften Zuschauersaal. Und am 22. Juni 2019 wurde mir klar, warum dieses Musical noch immer ein Zuschauermagnet ist. Über 300 atemberaubende Masken und Requisiten, mehr als 400 farbenfrohe Kostüme erschaffen die Welt des beliebten Disneyfilms auf der Musicalbühne, in der Mensch und Tier durch die besondere Präsentation der Tierfiguren miteinander verschmelzen.

Die Änderungen im Vergleich zum Disneyfilm erschienen mir an dem besagten Abend vollkommen zielführend. Die Figur Rafiki ist hier im Gegensatz zum Film weiblich, da die Regisseurin Taymor der Meinung war, dass es im Film keine weibliche Führungsrolle gibt. Bongiwe Malunga, die Rafiki-Darstellerin, dankte es ihr an dem Abend mit ihrer Stimmgewalt und hat dem Zuschauer das geheimnisvolle Afrika und dessen Gebräuche näher gebracht.

Cleveland Cathnott verkörperte sehr authentisch den zugleich starken und gütigen König des Geweihten Landes und den sich sorgenden Vater Mufasa. Das ständige Knurren der Figur wirkte an keiner Stelle aufgesetzt und die voluminöse Stimme des Darstellers war schön anzuhören.

Zudem hat mich die Besetzung der Simba-Rollen überzeugt. Während Enes den verspielten und naiven jungen Simba glaubhaft verkörperte, spielte Riccardo Haerri sehr authentisch den erwachsenen Simba, der zunächst den leichten Weg geht und seine Identität verleugnet. Da Simba sich seinen Ängsten nicht stellt, kommt es auch zu der folgenden Szene, die im Musical dazu geschrieben wurde: In der Szene „Der Löwe schläft heut Nacht“ fällt Timon in einen Fluss. Simba wird an den Tod seines Vaters erinnert und ist in dieser Szene wie gelähmt. Riccardo Haerri hat mich an dem Abend auch gesanglich sehr stark überzeugt.

Sicherlich ist die Figur Scar ein bösartiger und intriganter Antagonist, der nicht einmal vor dem Mord an seinem eigenen Bruder zurückschreckt. Doch Stefan Voigt gelang es, mit der Darstellung der Figur, den Zuschauer bis zur letzten Minute zu fesseln und in den Bann zu ziehen.

An dieser Stelle muss ich positiv betonen, dass im Gegensatz zum Disneyfilm die Figur Nala im Musical viel stärker und selbstbewusster präsentiert wird, was sicherlich der stolzen Verkörperung der Figur durch die Darstellerin Gugu Zulu zu verdanken ist. Die Figur wäscht nicht nur ihrer Jugendliebe Simba bei einem Aufeinandertreffen den Kopf, sondern bleibt auch in einer intensiven Szene mit Scar stark.

Für die vielen Lacher an diesem Abend sorgten die Figuren, die schon im Disneyfilm unsere Herzen erwärmen: Der Nashornvogel Zazu ist der Haus- und Hofmeister des aktuellen Königs und Simbas glückloser Aufpasser. Zwar ist er seinem König und dessen Familie gegenüber sehr loyal, doch seine tollpatschige Art bringt ihn in viele schwierige und für den Zuschauer lustige Situationen. Großartig von Joachim Benoit gespielt.

In seiner schwierigsten Zeit wird Simba von zwei treuen Weggefährten aufgenommen, die ihm zeigen, dass die wichtigste Lebensweisheit im Leben ist: HAKUNA MATATA. Beide Figuren brachten mit ihrer sorgenfreien Art zu leben und ihrem manchmal tollpatschigen Verhalten den Zuschauer nicht nur im Film sehr oft zum Lachen. Tobias Korinth (Timon) und S'Thembiso Keith Mashiane (Pumbaa) machten aus den Figuren auch auf der Musicalbühne zwei Sympathieträger.

Neben Scar gibt es drei weitere Antagonisten im „Der König der Löwen“: Die drei hinterhältigen Hyänen Shenzi (Thenjiwe Nofemele), Banzai (Simon Gwala) und Ed (Sean Gerard) helfen Scar dabei, Mufasa zu ermorden und Simba zu vertreiben. An den Reaktionen der Zuschauer in der Pause konnte ich entnehmen, dass die Umsetzung der Szene mit den drei Hyänen in der ersten Hälfte das Publikum mehr als begeistert hat.

Die Musik. Was soll ich nur zu dieser wunderschönen und weltbekannten Filmmusik schreiben?! Vielleicht beginne ich von vorn. Für die Lieder engagierte man Elton John, der die Melodien zu den von Tim Rice geschriebenen Texten komponierte. Für die Musik erhielt der Film zwei Oscars: Hans Zimmer für die Beste Filmmusik und das Duo Elton John/Tim Rice für den besten Filmsong für „Can You Feel the Love Tonight.“

Der Dirigent Bradley Nyström und die Musiker triumphieren mit ihrer musikalischen Umsetzung im Musical. Die Mischung aus Popmusik von Sir Elton John und authentischen afrikanischen Rhythmen ergreift das Herz jedes Disneyfans. Alle bekannten Lieder („Der ewige Kreis“, „Kann es wirklich Liebe sein?“, „Hakuna Matata“) finden im Musical einen würdigen Platz.

Auch die Choreografie von Garth Fagan ist in dem „Der König der Löwen“ einzigartig und wurde zurecht mit dem Tony-Award für die beste Choreografie ausgezeichnet.

Mein Fazit: Das Musical „Der König der Löwen“ ist ein audiovisuelles Meisterwerk, das mit seiner grandiosen Musik, seinem Farbenreichtum und seinen wundervollen Darstellern überzeugt! Zurecht begeistert dieses Musical schon seit Jahren Groß und Klein in Hamburg. Auch die dargestellten Themen im Musical werden zu jeder Zeit aktuell sein: Loyalität, Freundschaft, Missgunst, Neid und der ewige Kreis aus Geburt, Tod und Wiedergeburt. Unbedingt besuchen und niemals vergessen: HAKUNA MATATA.

© E. Günther ("Mein Event-Tipp")
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