Stage Musicals

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Bewertung und Kritik zu

EIN SOMMERNACHTSTRAUM
nach William Shakespeare
Regie: Ewelina Marciniak 
Premiere: 6. Januar 2018 
Theater Freiburg
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Zum Inhalt: Hermia liebt Lysander, doch ihr Vater Egeus hat für sie Demetrius als Gatten bestimmt. Der ist aber bereits mit Helena verlobt, würde diese jedoch liebend gern gegen die ungleich schönere Hermia eintauschen. Von dem Gefühlschaos wenig angetan, stellt Theseus, Herzog von Athen, Hermia vor die unerfreuliche Alternative: entweder Heirat mit Demetrius oder Tod beziehungsweise lebenslanges Kloster. Durchbrennen scheint da die einzige Lösung für das junge Liebesglück zu sein. Hermia und Lysander fliehen in den Athener Wald, verfolgt von dem verschmähten Demetrius und der gekränkten Helena. In diesem Wald jedoch haben andere Mächte das Sagen: Waldgeister und Elfen. Befehligt werden sie von Oberon und Titania, die allerdings selbst gerade einigen Beziehungsstress haben. Deshalb beauftragt Oberon Puck einen Liebestrank zu beschaffen, um damit Titania wieder in die Liebesspur zu bringen und mit dessen Hilfe auch noch das Liebesknäuel unter den beiden Paaren zu entwirren. Zwischen all diesen Liebesfronten agiert noch eine Truppe Handwerker, die hier im Wald als Hochzeitsüberraschung für den Herzog ein eigenes Theaterstück einstudiert. Für den leidenschaftlichen Verwirrungsstifter Puck aber sind das eindeutig zu viele Optionen. Und so verschwimmen in dieser Sommernacht nach und nach die Grenzen zwischen Menschen, Tieren und fantastischen Wesen. Verlangen und Lust gewinnen die Oberhand und plötzlich wird aus immerwährender Liebe abgrundtiefer Hass, um am Ende wieder wahre Liebe zu werden. Shakespeares SOMMERNACHTSTRAUM ist wie ein gewaltiger Liebesrausch, ein emotionaler Alb- und Wunschtraum zugleich, in dem nichts ist wie es scheint.

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Mit: Henry Meyer (Oberon, Theseus), Janna Horstmann (Titania, Hippolyta), Laura Angelina Palacios (Helena), Rosa Thormeyer (Hermia), Dominik Paul Weber (Lysander), Thieß Brammer (Demetrius), Lukas Hupfeld (Zettel), Anja Schweitzer (Puck), Angela Falkenhan (Schnock, Löwe), Moritz Peschke (Flaut, Thisbe), Michael Schmitter (Egeus, Schlucker, Mond), Timo Stegmüller (Live-Musiker)

Regie: Ewelina Marciniak
Bühne, Kostüme
Light Design: Katarzyna Borkowska
Musik: Janek Duszynski
Choreografie: Izabela Chlewinska
Dramaturgie: Magda Kyprjanowicz, Michael Billenkamp.


 
Meinung der Presse zu „Ein Sommernachtstraum“ - Theater Freiburg

 
Frankfurter Allgemeine Zeitung
"Vortanzen zur Dreifachhochzeit"

Südkurier
"Venus-Muschel, Phallus-Puschel"


nachtkritik
"Letztlich Affentheater?"

Badische Zeitung
"Ein Sommernachtsalbtraum"

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3.8/5 Insgesamt 5 Bewertungen (1 mit Rezension)
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Bildstarke, frische Shakespeare-Inszenierung
  · 27.05.18
„Ich kann gar nicht verstehen, warum Sie hier alle so ruhig herumsitzen…“ Angela Falkenhan und Moritz Peschke (im rückenfreien Abendkleid) haben sich in Schale geworfen und bibbern dem Casting entgegen. Hyperventilierend und stolpernd wuseln die beiden durch den Zuschauerraum des Theaters Freiburg, setzen sich auf freie Plätze, springen sofort wieder auf, verteilen Pralinen und wissen nicht, wohin mit sich in all ihrer Nervosität. Mit diesem amüsanten Vorspiel beginnt die 34 Jahre junge polnische Regisseurin Ewelina Marciniak, die mit einer Jelinek-Inszenierung in Breslau den Zorn des PiS-Kulturministers und des Erzbischofs auf sich zog, ihr Deutschland-Debüt und ihre erste Shakespeare-Arbeit.

Drei zentrale Szenen strukturieren den Abend: nach dem Prolog wird aus dem Spaß zunächst bitterer Ernst. Hermia wird von ihrem Vater Egeus zur Heirat mit Demetrius gedrängt, obwohl sie den Lysander liebt. Als sie sich widersetzt, führt er seine Tochter dem Herrscher Theseus vor, der die geltende patriarchale Ordnung durchsetzen soll. Theseus (Henry Meyer) lässt sich die Chance nicht entgehen und befingert Hermia (Rosa Thormeyer) ebenso genussvoll wie widerlich mit einem Jungfrauentest.

Für einen kurzen Sommer der Freiheit und der Anarchie flüchten die jungen Paare in den Wald und nutzen die Muschel, aus der Titania (Janna Horstmann) wie die Venus auf Sandro Botticellis berühmtem Renaissance-Gemälde entsteigt, als Liebesgrotte. Handwerker Zettel (Lukas Hupfeld) wird nicht in einen Esel verwandelt, sondern gesellt sich in einem Fantasy-Fell-Kostüm dazu, das einer Traumwelt zwischen „Sesamstraße“ und „Toni Erdmann“ entsprungen scheint.

Nach der Pause schlägt die Stimmung erneut um: die motzenden Rentner haben das Theater glücklicherweise verlassen. Theseus übernimmt wieder das Heft des Handelns, platziert die Zuschauer um und schafft so Platz für eine arrangierte Dreifach-Hochzeit. Die Wiederherstellung der starren Ordnung wird dadurch symbolisiert, dass die Liebespaare mit brav gescheitelten Haaren und in strengem Dresscode mit Anzug als Staffage am Rand stehen, während im Zentrum der Bühne das Laienspiel der Handwerker aufgeführt wird. Theseus ist jetzt ganz in seinem Element, dirigiert das Publikum als mehr oder weniger willige Claquere und hat seinen Willen durchgesetzt.

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www.theater.freiburg.de
Bertoldstraße 46 - 79098 Freiburg
Telefon: 0761 201 28 53
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Kritiken: 1
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