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    Die Jungfrau von Orléans

    Bewertung und Kritik zu

    DIE JUNGFRAU VON ORLÉANS
    Friedrich Schiller
    Regie: Elisabeth Stöppler 
    Premiere: 3. Dezember 2022 
    Deutsche Oper am Rhein - Düsseldorf / Duisburg 

    Zum Inhalt: Im hundertjährigen Krieg Frankreichs gegen England befinden sich die Franzosen in bedrängter Lage: Paris ist gefallen, Orléans belagert, der legitime Thronerbe Karl VII. in Untätigkeit erstarrt. In dieser ausweglosen Situation verkündet die Bauerstochter Johanna, Gott habe sie damit beauftragt, Orléans aus der Besatzung zu befreien. Ein Keuschheitsgelübde beglaubigt Johannas göttliche Sendung vor ihren Landsleuten, deren Kampfesmut durch die Entschlossenheit der jungen Frau neu entflammt. Unter Führung der „Jungfrau von Orléans“ gelingt der entscheidende Sieg. Doch während man Johanna als keusche Kriegerin verehrt, ist sie längst keine mehr: Sie hat ihr Herz an den feindlichen Kämpfer Lionel verloren.

    Unterdessen ruft Johannas eigener Vater zum Sturz seiner Tochter auf… Wer ist Jeanne d’Arc, die legendäre Jungfrau von Orléans? Eine Gotteskriegerin, die im Auftrag himmlischer Mächte das französische Heer siegreich gegen die englischen Besatzer ins Feld führt? Oder eine junge Frau, die mit Mut die engen Begrenzungen ihres Standes und Geschlechts zu sprengen wagt und in ihrer Begegnung mit dem Krieg und der Liebe radikal den Frieden auf ihre Fahne schreibt, während die politischen Kräfte ihre Macht weiter an Sieg und Niederlage messen?

    Musikalische Leitung: Péter Halász
    Inszenierung: Elisabeth Stöppler
    Bühne: Annika Haller
    Kostüme: Su Sigmund
    Licht: Volker Weinhart
    Chorleitung: Gerhard Michalski
    Dramaturgie: Anna Melcher

    4.0 von 5 Sterne
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    Besessenheitstheater
    1 Jahr her.
    Kritik
    ''Aus der durchweg akzeptabelen Gesangssolistinnen- und -solistencrew ragte Maria Kataeva (als Titelfigur) großdimensional heraus! Ihre Stimme klingt klar und wunderbar warm, und sie bedient geradezu phänomenal eine Skala von "weit unten" bis "weit hoch". Ja, es ist gut zu wissen, dass - allein durch ihre gesangliche Totalpräsenz und schauspielernde Gesamterscheinung - endlich mit dem sinnlosen Netrebko-Nimbus aufgeräumt werden kann, will sagen: Außer jener sich immer noch als Dauer-Diva weltweit Verkaufenden existieren weitaus brillierendere "Stars", die die in ihrem Selbstverständnis nach und nach Verbleichende in naher Zukunft vergessen machen sollten; Gott sei Dank! Die Inszenierung von Elisabeth Stöpler kann oder will recht wenig mit der reigiösen Überspanntheit des (vom Script her) unlogischen und auch langweiligen Stücks anfangen. Daher bricht sie diesen Unfug auch gelegentlich durch distanzierende Verschrägungen bis hin zur Fast-Satire. Dankbar muss man ihr zudem auch dafür sein, dass sie sich nicht zu irgendwelchen Aktualisierungen in puncto Krieg & Ukraine verführen ließ; das hätte wohl auch - allenfalls nicht auf der Grundlage von diesem Stück (Librtetto von Tschaikowski selbst; nein, hält man es für möglich?!) - überhaupt nicht funktioniert. Wir halten fest: Scheißstück, tolle Musik!! Dirigent Péter Halász heizte den Düsseldorfer Symphonikern mächtig ein, ohne maßlos über die Stränge zu schlagen. Jubel über Jubel.'' schreibt Andre Sokolowski am 4. Dezember 2022 auf KULTURA-EXTRA
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