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Bewertung und Kritik zu

ALCINA
von Georg Friedrich Händel
Regie: Lotte de Beer 
Premiere: 14. Februar 2020 
Deutsche Oper am Rhein - Düsseldorf / Duisburg 

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Zum Inhalt: Die Zauberin Alcina ist die Herrscherin über eine Insel der Lüste. Mit betörenden Sirenengesängen zieht sie Männer in ihren Bann, verführt sie und verwandelt sie, wenn sie ihrer überdrüssig ist, in Steine, Pflanzen oder Tiere. Auch Ruggiero verliebt sich in die geheimnisvolle Fremde, doch seine Verlobte Bradamante macht sich auf den Weg, ihn zu finden...

Georg Friedrich Händel (1685 –1759) schuf mit seiner „Alcina“ nicht nur ein Meisterwerk über die Kunst der Verzauberung, Täuschung und Verblendung, sondern lotete in Arien, die zu den berührendsten der Barockoper zählen, die menschlichen Leidenschaften und Enttäuschungen kongenial aus. Wenn am Ende Alcinas Zauberreich untergeht, sehen wir hinter der Fassade einer gefährlichen Femme fatale eine zutiefst einsame Frau, die durch die Liebe ihre Macht verliert und umgekehrt erst im Verlust der Macht zu lieben vermag.

Musikalische Leitung: Axel Kober
Inszenierung: Lotte de Beer
Bühne: Christof Hetzer
Kostüme: Jorine van Beek
Licht: Alex Brok
Video: fettFilm
Konzeptionelle Mitarbeit: Peter te Nuyl
Dramaturgie: Anna Melcher

TRAILER


DurchschnittsnoteSchreibe eine Kritik
4 von 12 Personen fanden die Kritik hilfreich
Grasrauchen ohne Konsequenz
  · 15.02.20
''Die grandiosen MusikerInnen der Neuen Düsseldorfer Hofmusik, dem in der Landeshauptstadt einzig-exklusiven Vorzeigeensemble zur Bewahrung und Hervorbringung historisch-aufführungspraktisch geschulter sog. Alter Musik (wo eben auch Barock mit inbegriffen ist), hatten und haben im Orchestergraben der Deutschen Oper am Rhein wiederholt Stellung bezogen; und wir erinnern uns in dem Zusammenhang an ihre wunderbaren Darreichungen aus zurückliegenden Jahren, wo sie hier z.B. Händels Xerxes oder ihren hochspektakulären Zyklus mit den drei Rameau-Opern (Les Paladins, Platée, Castor et Pollux) absolvierten! (...)

Das Bühnenbild von Christof Hetzer, welches ein paar fahrbare Gebäude-Stahlträger als imitierte Zivilisationsbehausungen inmitten der von fettFilm aufzitierten Südsee-Insellandschaft zeigte, tat sich als ein Urlaubsplatz von scheinbar zufällig anwesenden Urlauberinnen und Urlaubern manifestieren; und man war dortselbst gleich zu Beginn mit Grasrauchen beschäftigt. Aber statt dem Inhalieren dieses wundervollen Wirkstoffs nervengefäßerweiternde Bilder und Szenen folgen zu lassen, begnügte sich der an szenischer Einfallslosigkeit unüberbietbare Regieansatz mit pseudopsychologischen Mätzchen etwa dergestalt, dass (beispielsweise) eine Art von Baba Jaga allem Anschein nach Alcinas Mutter oder Übermutter personifizieren sollte, und ihr urplötzliches Auftreten sollte womöglich suggerieren, dass ihr Töchterchen ruhig konsequent an ihrem Lebenswerk-Konzept, was auf Entsorgung/ Ausschaltung der vorher sexuell gebrauchten Männer (Grundsatz: Männer sind am Ende alle scheiße) zielte oder so, festhalten sollte; dreimal "sollte", wie gesagt. Alles in Allem: Kläglich, krampfig.'' schreibt Andre Sokolowski am 15. Februar 2020 auf KULTURA-EXTRA
War die Kritik hilfreich?
JensEine der langweiligsten Alcina-Inszenierungen, die ich je sah.
vor 7 Monat(e).AntwortenLink
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