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    Staatstheater Cottbus
    www.staatstheater-cottbus.de
    Lausitzer Straße 33 - 03046 Cottbus
    Telefon: 0355 7824 – 100
    SPIELPLAN & KARTEN

    Märchen im Grand-Hotel

    Bewertung und Kritik zu

    MÄRCHEN IM GRAND-HOTEL 
    von Paul Abraham
    Regie: Otto Pichler 
    Premiere: 17. Juni 2023 
    Staatstheater Cottbus 

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    Zum Inhalt: Betörende Musik mit Ohrwurm-Garantie und jazzige Rhythmen, die von der Operette bereits auf das aufkommende Genre des Musicals vorausweisen, hat Paul Abraham für sein „Märchen“ erdacht, das in der Traumfabrik Hollywoods seinen Anfang nimmt. Die Produzententochter Marylou will in die Firma ihres Vaters einsteigen und hat dafür einen genialen Plan ausgeheckt: Ein Film über die Verstrickungen des europäischen Hochadels soll das Publikum scharenweise ins Kino locken. In der Hauptrolle: die spanische Infantin Isabella. Sie lebt mitsamt ihrem Hofstaat im Exil und ist luxeriös einem Grand-Hotel in Cannes abgestiegen. Weil das Geld auszugehen droht, käme das Filmangebot eigentlich gerade recht. Wenn man sich dafür bloß nicht auf so gar nicht standesgemäßes Terrain begeben müsste! Schon die verliebte Schwärmerei eines Hotelangestellten ist unzumutbar im Auge der Infantin …

    Mit Anne Martha Schuitemaker, Andreas Jäpel, Ulrich Schneider, Jens Janke, Gesine Forberger, Heiko Walter u.a.

    Inszenierung: Otto Pichler
    Musikalische Leitung: Johannes Zurl

    3.0 von 5 Sterne
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    Unpolitische Naivität trifft auf frauenfeindliche Attitüde
    1 Jahr her.
    Kritik

    ''Das Premierenpublikum amüsierte sich wie Bolle, spendete immer wieder herzhaften Zwischenapplaus und mochte die Akteure gar nicht mehr von der Bühne lassen. Man kann es aber auch anders sehen und beurteilen: Im zweiten Teil flacht das Tempo merklich ab, verliert sich die dünne Musical-Suppe in läppische Spielchen, müde Witzchen und ausgeleierte Regie-Mätzchen. Immer häufiger müssen die Damen in schwarzen Strapsen über die Bühne flanieren, sich von Macho-Männern den Po betatschen lassen, lüstern gurren und sich anhören, wie notgeile Männer singend darüber philosophieren, dass man sich abends beim Stadtbummel sputen muss, sonst seien "die besten Mädels schon besetzt".

    Das übergriffige Frauenbild der angestaubten "Lustspiel-Operette" wird nicht in Frage gestellt, sondern eher noch frisch herausgeputzt. Die Inszenierung hat keinen doppelten Boden, zieht keine politische Metaebene ins heitere Spiel ein, deutet nirgendwo an, dass es ein Tanz auf dem Vulkan ist, die Nazis sich anschicken, die schöne Scheinwelt zu zerstören, Juden zu verfolgen und Künstler wie Paul Abraham ins Exil zu jagen.

    Die unpolitische Naivität und frauenfeindliche Attitüde hinterlassen bei mir einen schalen Geschmack und schmälern erheblich die manchmal sogar herausragenden Gesangskünste und tolldreisten Tanzdarbietungen. Schade.'' schreibt Frank Dietschreit auf rbbKultur

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