Frau Luna

Bewertung und Kritik zu

FRAU LUNA
von Paul Lincke
Regie: Steffen Piontek 
Premiere: 23. Februar 2019 
Staatstheater Cottbus 

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Zum Inhalt: Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, fliegen zu können? Den Alltag zu verlassen und federleicht in unbekannte Regionen aufzubrechen? Als sich für den Mechaniker Fritz Steppke liebes- und arbeitsmäßig Probleme auftun, wagt er das Abenteuer. Trotz aller Warnungen seiner Verlobten Marie gondelt er in einem selbst gebauten Expressballon durch die sprichwörtliche „Berliner Luft, Luft, Luft“ zum Mond, der ihn schon immer faszinierte. Mit seinen Freunden Lämmermeier und Pannecke sowie dessen Braut Frau Pusebach im Schlepptau landet er im exotischen Reich der Frau Luna. Venus, Mars und die Götter der Gestirne geben sich bei rauschenden Festen ein Stelldichein. Dass die Mondbewohner auffällige Ähnlichkeiten mit den Typen der soeben fluchtartig verlassenen Heimat haben, muss Steppke erst einmal verkraften. Noch mehr, dass Frau Luna der heimlich angehimmelten Chansonette aus dem Berliner Vorderhaus erstaunlich ähnelt und sich eindeutig für ihn interessiert. Doch kurz bevor er glaubt, in ihren Armen „abzustürzen“, verlassen er und seine Freunde den Mond – wissend, dass es hier auch nicht anders zugeht als in der heimischen Mansardenwohnung.

Der Komponist Paul Lincke hat in FRAU LUNA (1899) den ganz speziellen Humor und Ton der sich rasant entwickelnden Metropole Berlin – mit all ihren Gegensätzen, Möglichkeiten und Verlockungen – aufgegriffen. Die Operette lebt von ihren unsterblichen Melodien, die den schwungvollen Klang der Berliner Jahrhundertwende auferstehen lassen.Regie: Andreas Nathusius

Musikalische Leitung: Christian Möbius
Regie: Steffen Piontek
Bühne/Kostüme: Mike Hahne
Choreografie: Winfried Schneider
Choreinstudierung: Christian Georgi
Dramaturgie: Bernhard Lenort


DurchschnittsnoteSchreibe eine Kritik
2 von 3 Personen fanden die Kritik hilfreich
Makellose Ensemble-Leistung
  · 26.02.19
''Man kann dieser "Luna" viel vorwerfen – stilsicher ist sie, das walte Gott. Man hat die verrückte Inszenierung im Tipi sehr bewundert, aber auch kritisiert, dass der Berliner Dialekt dort schaurig falsch klingt. Das kann Ihnen in Cottbus nicht passieren. In dieser "Frau Luna" war die Diktion haarsträubend perfekt. Es heißt ja auch zu Recht, das beste Berlinerisch spricht man direkt vor den Toren Berlins.

Auch das Orchester unter Christian Möbius klang genauso preußisch-zackig, wie man es von Lincke erwartet, und unter den Solisten war kein einziger, der seine Sache nicht gut gemacht hätte.

Herausheben möchte ich Carola Fischer als Vermieterin Frau Pusebach, von jeher eine gute Komödiantin des Hauses und hier wirklich überzeugend herumpolternd, und die Frau Luna selbst, Lena Kutzner. Ein wunderbarer Sopran, mondsilbrig wie die Ausstattung. Vielleicht in Erscheinung und Auftreten nicht ganz so ätherisch, wie man sich eine Mondgöttin vorstellt, aber das geht schon in Ordnung, es ist ja eine Berliner Posse, und nichts spricht gegen eine Göttin von der Panke. Und Nils Stäfe verdient einen Extra-Orden als tapfer sächselndes Schneiderlein inmitten preußischer Übermacht.'' schreibt Matthias Käther auf kulturradio.de
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