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Bewertung und Kritik zu

DER FISKUS
von Felicia Zeller
Regie: Christoph Diem 
Premiere: 18. Januar 2020 
Staatstheater Braunschweig

Zum Inhalt: Dekalog ist ein 10-teiliger Filmzyklus, der sich am Beispiel von menschlichen Grundkonflikten und Dilemmata mit den 10 Geboten auseinandersetzt. Inzwischen gehört Dekalog zu den meistgefeierten Filmserien aller Zeiten. Alle Filme spielen in einer Mietskaserne in Warschau kurz vor dem Zusammenbruch des Ostblocks und zeigen die Schicksale der einzelnen Bewohner aus verschiedenen Perspektiven. Alexander Nerlich wird für das Stadttheater Ingolstadt inspiriert von diesen Filmen einen Abend entwickeln.
Kieślowski sagt in einem Interview von 1989 der taz: »Ich bemühe mich, die Sachen so zu zeigen, wie sie sind, und nicht so, wie sie sein sollten oder so, wie wir uns wünschten, daß sie aussehen. […] Ich bin kein religiöser Mensch. Aber ich denke, sowas gibt es schon. Es gibt etwas Höheres, das diese Welt ordnet. Vielleicht ist es nur unsere Idee oder unsere Sehnsucht, die als dieses ordnende Element zu begreifen ist. Ich weiß es nicht. Doch sehr oft gibt es Situationen, wo wir denken: Ja, so mußte es kommen.«

Mit Gertrud Kohl, Saskia Petzold, Larissa Semke, Tobias Beyer, Naima Laube

Regie: Christoph Diem
Bühne: Sabine Mader
Kostüme: Anne Buffetrille
Dramaturgie: Holger Schröder

TRAILER


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Nerd-Tragikomödie aus dem Paragraphendschungel des deutschen Steuerrechts
  · 01.07.20
Mit recht klischeehaften Figuren witzelt sich Felicia Zeller durch den Paragraphen-Dschungel des Steuerrechts und den Alltag einer Finanzverwaltung. Wir lernen kennen: die übereifrige Spürnase, die sich in allen Details verbeißt und auch bei noch so komplexen Cum Ex-Fällen dranbleibt, aber bei der Beförderung übergangen und schließlich kaltgestellt wird; die neuen Behördenleiterin, die den McKinsey-Sprech aus Workshops nachbetet; das Sachbearbeiter-Paar, das die „1.000 ganz legalen Steuertricks“ auswendig kennt, alle Vorteile des Ehegatten-Splittings ausnutzt, aber außer der gemeinsamen Freude am Austüfteln von Steuersparmodellen nichts verbindet, so dass die Scheidung zwangsläufig ist; schließlich die Betriebsprüferin, die von den Bestechungsversuchen erzählt.

Der Unterhaltungswert ist leider geringer als der Nerd-Faktor. Die 100 Minuten kreisen so ausführlich um den heißen Brei der verwinkelten Steuerparagraphen und verheddern sich vor allem im Mittelteil in manchen zu langen Monologen, so dass die Uraufführung recht fad gerät. Den Jurys der Mülheimer Theatertage und der DT-Autorentheatertage war „Der Fiskus“ dennoch eine Einladung wert, die Gastspiele mussten wegen Corona jedoch ausfallen.
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