Theater Bonn
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    SPIELPLAN & KARTEN

    Die Kinder

    Bewertung und Kritik zu

    DIE KINDER
    von Lucy Kirkwood
    Regie: Jan Neumann 
    Premiere: 19. Januar 2024 
    Theater Bonn 

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    Zum Inhalt: Das Physiker-Ehepaar Hazel und Robin wollte sich nach seiner Pensionierung endlich den Traum von einem Häuschen am Meer erfüllen: auf einer Wiese ein paar Kühe, die frische Milch liefern, selbstgezogenes Gemüse und Obst aus dem Garten, ein wenig Yoga und viel Ruhe; so ließe sich der gemeinsame Lebensabend gewiss genießen. Doch dann passiert eine Katastrophe. Ein Erdbeben und ein Tsunami sorgen in einem nahegelegenen Atomkraftwerk für eine Kernschmelze. Beide hatten als Wissenschaftlerin und Wissenschaftler den havarierten Reaktor konzipiert, das Kraftwerk mit aufgebaut, jahrzehntelang dort gearbeitet. Nun ist ihre Zukunft tatsächlich strahlend, allerdings vor Radioaktivität, wenngleich die Grenzwerte auf ihrem Stückchen Land wundersamerweise noch eben akzeptabel sind. Jetzt versuchen sich beide in ihrer provisorischen Behausung am Rande der Sperrzone, mit Stromrationierung, Wasser- und Nahrungsmittelknappheit zu arrangieren. Dann kommt überraschend Besuch: Es ist Rose, eine frühere Kollegin, die damals auch in eine Affäre mit Robin verstrickt war, aber die letzten 38 Jahre in Amerika verbracht hat. Dennoch wittert Hazel sofort Gefahr; doch Rose ist nicht gekommen, um alte Liebschaften aufzuwärmen. Sie will sich ihrer Verantwortung als Nuklearwissenschaftlerin stellen und schlägt Hazel und Robin einen Plan vor, der bei den beiden auf Entsetzen stößt…

    Mit: Ursula Grossenbacher (als Rose), Birte Schrein (als Hazel) und Wilhelm Eilers (als Robin)

    Regie: Jan Neumann
    Musik: Camill Jammal
    Ausstattung: Dorothee Curio
    Licht: Johanna Salz
    Dramaturgie: Carmen Wolfram
     


    WIR EMPFEHLEN

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    Die Eltern und der Supergau
    1 month ago
    Kritik

    ''Zu Rose sagt Hazel, wenn sie über ihre Kinder und Enkelkinder sowie ihre Lebenserfahrungen spricht, bedeutungsvoll Sätze wie: "Wenn du nicht wachsen willst, dann lebe nicht" oder "Ich weiß nicht, wie man weniger wollen kann". Rose hingegen möchte Hazel dazu bewegen, Probleme, die beide mitverursacht haben, für die nächste Generation zu lösen. Nur bei Yoga-Atemübungen, die Rose bald anerkennend mitpraktiziert, kommt Hazel zur Ruhe. Robin kommentiert diese sogleich giftig und schalkhaft, auch im Weltenende durch atomare Strahlung möge Hazel ihre Sonne grüßen und im herabschauenden Hund ihren Kopf senken. Bald scheint er nicht mehr nur interessiert, seine romantische Annäherung mit Rose vor den Augen seiner Ehefrau zu erneuern, sondern zeugt Anerkennung für Roses Vorhaben.

    Lucy Kirkwood inspirierte zu ihrer leichtfüßigen Komödie das Beispiel einer pensionierten Belegschaft, die 2011 nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima zurückkehrte, um die Anlage aufzuräumen. Neben anfangs adressierten Themen wie Altern, der Ehe, sexuellen Rivalitäten geht es später insbesondere um das katastrophale Eingreifen des Menschen in die Natur, aber auch um Verzicht für mehr Klimaschutz. Die Aufführung, die Fragen zur Generationengerechtigkeit, Moral, Schuld, der Verantwortung und der Lebenserwartung adressiert, zieht einen besonderen Suspense auch aus kurzen Schreckmomenten der Schwachheit aller drei Figuren. Jan Neumann und sein Team zeigen Kirkwoods pointiertes Drama liebevoll angereichert um witzige Ideen und sehenswerte Details.'' schreibt Ansgar Skoda am 21. Januar 2024 auf KULTURA-EXTRA

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    1 von 1 Person(en) gefiel diese Kritik

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