Wildfire Road

Bewertung und Kritik zu

WILDFIRE ROAD 
von Eve Leigh
Regie: Verena Regensburger
Premiere: 10. September 2022 
Theater Bonn 

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Zum Inhalt: Ein Flugzeug auf dem Weg nach Tokio wurde entführt. Das Ziel der Entführerin: eine Notlandung in Sibirien. Die Sicherheitsprotokolle der Airline bieten nur unzureichende Handlungsanweisungen für den Fall einer ›friedlichen‹ Entführung. Die zufällig zusammengewürfelte Gruppe aus Fluggästen und Bordpersonal befindet sich unversehens in einer unwirklichen Situation, an einem unwirklichen Ort. Ihre Erinnerungen an das Geschehene sind so vielfältig wie ihre Gründe für die Reise nach Tokio. Sie rekonstruieren die Ereignisse, aber niemand kann einen Anspruch auf Wahrheit erheben. Welche ihrer Entscheidungen haben dazu geführt, hier buchstäblich gelandet zu sein? Die Vergangenheit wird obsolet, als die Entführerin von Lauffeuern berichtet, die sich über Europa ausbreiten werden. Sie scheint mehr zu wissen. Sie weiß mehr. Und Sibirien verspricht Sicherheit, Kontrolle über die eigene Zukunft. Plötzlich ist nicht mehr Tokio der Sehnsuchtsort der Flugzeuginsassen, sondern eine Welt ohne Lauffeuer. Um die Sehnsucht nach einer lebenswerten Zukunft zu erfüllen, ist die kollektive Vorstellungskraft gefragt.

Mit: Sandrine Zenner und Sören Wunderlich

Regie: Verena Regensburger
Bühne: Marie Häusner
Kostüme: Veronika Utta Schneider
Licht: Ewa Górecki
Sounddesign: Azhar Syed
Dramaturgie: Jan Pfannenstiel


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Bravo! Bravo! Bravo!
  · 28.11.22
Ein visuell und emotional berührender Abend. Ich habe mich in die zwei Figuren sofort verliebt (fantastisch Sören Wunderlich und Sandrine Zenner) und klebte förmlich an ihren Lippen den Abend über.  
Verena Regensburger erzählt mit viel Witz und lässt Raum für Assoziationen, Fantasie und eigene Gedanken, unterstützt vom inspirierenden, schlichten aber schönen und atmosphärischen Bühnenbild von Marie Häusner und der ebenso wundervollen Musik von Azahr Sahid. 
Verena Regensburgers „Wildfire Road“ habe ich nun zum zweiten Mal gesehen und kann es nur wärmsten empfehlen für Jede*n der nicht ein Theaterabend mit dem erhobenen Zeigefinger sehen möchte, sondern die/der emotional eingespannt werden möchte.
Einfach nur toll! Mehr davon Theater Bonn
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Zurück aus der Zukunft
  · 14.11.22
''Das Bonner Programmheft erinnert daran, dass durch den Klimawandel verursachte Dürreperioden Landschaften und Wälder mehr und mehr austrocknen lassen und so die Zunahme von Waldbränden beschleunigen. Es gab 2022 den seit langem verheerendsten Waldbrandsommer mit über 700.000 Hektar verbranntem Land, insbesondere in Spanien, Rumänien, Portugal, Griechenland und Italien wütenden die Feuer. Auch in Deutschland, in Brandenburg und dem Harz und im Berliner Grunewald brannten Waldstücke. Durch Feuer freigesetztes Kohlendioxid treibt in einem Circulus vitiosus die Klimakrise an.

Verena Regensburgers vorsichtig tastende Inszenierung schafft es, das Grauen des voranschreitenden Klimawandels in eine unterhaltsame Story und nachdenklich stimmende Bilder zu bannen. Gleichzeitig entlässt einem die Geschichte mit vielen Fragen, da Schicksale und Spannungen zwischen einzelnen Figuren oft nur angerissen wurden. So bleibt das effektvolle Bühnenbild von Marie Häusner am nachhaltigsten in Erinnerung.'' schreibt Ansgar Skoda am 13. November 2022 auf KULTURA-EXTRA
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