Bewertungen, Kritiken und Rezensionen zu sehenswerten Theaterstücken, Opern und Musicals, die in Bonn spielen:

Bewertung und Kritik zu

FIGAROS HOCHZEIT
von Wolfgang Amadeus Mozart
Regie: Aron Stiehl 
Premiere: 28. Januar 2018 
Oper Bonn
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Figaros HochzeitZum Inhalt: Beaumarchais, Komödie DER TOLLE TAG, 1778 geschrieben, war in der deutschen Übersetzung durch Johann Rautenstrauch von 1785 noch für Aufführungen auf Wiener Bühnen verboten worden – um so erstaunlicher ist es dann, dass Lorenzo da Ponte im direkten Kontakt mit Kaiser Joseph II. die Genehmigung erhielt, es für die Opernbühne des kaiserlichen Hoftheaters als Libretto einzurichten. Auch die Intrigen des Librettistenkollegen Giambattista Casti vermochten diese höchstinstanzliche Entscheidung nicht umzukehren: Am 1. Mai 1786 kam Mozarts FIGARO am Burgtheater heraus und legte den Grundstein für eine in der Geschichte der Oper fast unvergleichliche Zusammenarbeit zweier Künstler diesen Ranges.

Der Verzicht auf Bei- und Rankenwerk, das in der Komödie noch seine Bedeutung haben mag, die Konzentration auf die wesentlichen und allgemein nachvollziehbaren Handlungsstränge verhelfen dem Stück zu seinem einzigartigen Rang. Interessant aus heutiger Sicht ist allerdings nach wie vor, dass es seinerzeit den Autoren gelungen ist, die politisch explosive Kraft des Stoffes nahezu unangetastet zu lassen.

Weiterlesen: Figaros Hochzeit (Oper Bonn)

Bewertung und Kritik zu

SUPERGUTMAN
von Lukas Linder
Regie: Clara Weyde  
Premiere: 27. Januar 2018 
Oper Bonn

Zum Inhalt: Parzival Pech hat eine Passion: er hilft. Seinen Nachbarn, Frau Zuber und den Werners kommt dies treffend zupass. Hilfe kann man schließlich immer gebrauchen. Doch als plötzlich Irma auftaucht, wird es kompliziert. Denn auch Irma braucht Hilfe: Das Jugendamt hat ihr die Tochter weggenommen und Irma ist machtlos. Parzival aber stürzt sich kampfesmutig in den Behördenkampf, zur Bestürzung seiner Nachbarschaft - denn die hat andere Pläne. 
In einer Welt, in der das Gute und das Böse nicht mehr auseinanderzuhalten sind, tun sich gesellschaftliche Abgründe auf, derer nur noch Superhelden Herr werden können. Doch was, wenn auch unter den Helden kein Konsens herrscht und man schließlich gegeneinander für das vermeintlich Gute kämpft?

Weiterlesen: Supergutman (Theater Bonn)

Bewertung und Kritik zu

DER LETZTE BÜRGER
von Thomas Melle
Regie: Alice Buddeberg 
Premiere: 25. Januar 2018 
Oper Bonn - Kammerspiele

Zum Inhalt: Leo Clarenbach liegt im Sterben. Ein letztes Mal findet er sich im Kreise seiner Familie wieder, ein letztes Mal werden die Erinnerungen an früher wach. Erinnerungen an ein perfektes Leben, eine perfekte Familie: wohlhabend, aber mit sozialem Gewissen, geschmackvoll, stilsicher, hochbürgerlich. Und immer das Engagement, die Politik im Blick. Doch dann zerspringt 1990 mit dem Mauerfall auch das Familienglück, als bekannt wird, dass hinter dem scheinbaren Idyll in Wahrheit Lüge und Verrat stecken. Denn Familienvater Leo hat jahrelang für die DDR spioniert. Die bürgerliche Fassade zerbricht, und mit ihr auch die Familie, entwurzelt und traumatisiert. Und doch – war es nicht ein ehrenhaftes Doppelleben, das der Vater da führte? Was trieb ihn? War es der Konflikt zwischen bürgerlicher Staatstreue und Radikalutopie, der die Familie zerstörte? Oder doch nur eine simple, monströse Lebenslüge? Ist nicht jede Utopie eine Lebenslüge? Die Fragen in der Abschiedsnacht werden immer dringlicher und größer.

Weiterlesen: Der letzte Bürger (Theater Bonn)

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VERSCHWUNDEN (11+) 
von Charles Way, nach Gebrüder Grimm
Regie: Theo Fransz 
Premiere: 11. Januar 2018 
Oper Bonn
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Zum Inhalt: Hans und Grete, zwei Geschwister, deren Leben sich schlagartig änderte, als ihre Mutter starb. Zwei Geschwister, die zusammenhalten müssen, seitdem ihre Stiefmutter in ihr Leben trat. Hans hat gelernt, dass er nicht mehr in die Schule gehen kann, sondern arbeiten muss, um seiner kleinen Schwester ein bisschen mehr Leben finanzieren zu können. Er stiehlt sogar für sie. Grete hat gelernt ständig zu lächeln, um niemandem zu zeigen, wie traurig sie in Wirklichkeit ist. Als eines Tages der Vater seinen Job verliert, sieht die Stiefmutter all ihre Hoffnungen auf ein besseres Leben dahin schwinden. Dumm ist sie aber nicht, ein neuer Plan ist schnell geschmiedet: Ihr Cousin soll Grete entführen, die Beute wird geteilt.

Weiterlesen: Verschwunden (Theater Bonn)

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Volksbühne
Theater Bonn
http://www.theater-bonn.de
Am Boeselagerhof 1 - 53111 Bonn
Telefon: 0228 778008
SPIELPLAN & KARTEN
3.5
Durchschnittsnote aller Stücke
5 2
4 9
3 6
2 1
1 1
Kritiken: 15
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