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Bewertung und Kritik zu

THE FIL ON THE HILL
Konzert und Standup
Premiere: 26. Dezember 2018 
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin 

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Zum Inhalt: Für seine neue Show steigt Fil von dem Berg herab, auf dem er seit seinem 9. Geburtstag haust. Seit jenem Tage, da die Mutter ihn beiseite genommen hatte mit den Worten: "Du bist besser als die anderen, Junge. Hast einfach mal mehr drauf als deine Spielgefährten. Ich meine - Gott schütze sie, aber sieh sie dir an: Es sind Kinder. Du überragst sie."
"Ich weiß das längst", hatte Fil damals mit dem Anflug eines Lächelns geantwortet, "aber ist doch egal".
"Und der bescheidenste Knabe des Universums - der bist du obendrein", hatte die Mutter da mit tränenerstickter Stimme hinzugefügt, "achte darauf, dass das die Leute auch bemerken."

So war Fil auf seinen Berg gestiegen (das ist ein metaphorischer Berg, so wie der Zauberberg, wobei, der ist, glaub ich, sogar ein echter Berg, eher wie der Schuldenberg. Müsste eigentlich ‚Schuldengrube’ heißen, oder? Fuck, ich check so viel, dass es raucht) und hatte sich die nächsten Jahrzehnte darauf konzentriert, nicht viel Wind um die eigene Großartigkeit zu machen.

Er wurde Komiker. Vielleicht der beste, den es in Deutschland jemals gab. Auf jeden Fall der bescheidenste.
Bis zu 150 Auftritte pro Jahr absolvierte er, die linksversiffteste selbstverwaltete Kulturhütte, die uncharismatischste Mehrzweckhalle, die umgebauteste Scheune in der trostlosesten Provinz waren ihm recht und billig. Auf jeder Hochzeit, jeder Abifeier, jeder Massenentlassung trat er auf. Wer ihn fragte, der wurde erhört.
Nur Fernsehangebote lehnte er ab. Alles, was seinen Erfolg mehren könnte, mied er wie die Pest und tingelte stattdessen durch Pforzheim, Cloppenburg, Leer, Erkner, Schwedt, Schwachhausen, Keuchkirchen, Fleckseuchen und Hamburg.


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4.5/5 Insgesamt 2 Bewertungen (1 mit Rezension)
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  · 27.12.18
''Der Titel "Fil on the Hill", Reimwust und Assonanzenschinderei auf i, verheißt nicht wirklich ein Programm. Als alternder Mann, von dem die Welt wenig wissen will, bekennt sich Fil zum "TransAger". Darf also wieder jung tun, setzt eine billige Perücke falschrum auf und klaut sich rappenderweise die Lizenz zusammen, trotz Haarausfall auf jüngere Liebhaberinnen zu stehen. Er ist mehr oder weniger gegen alles. Gegen die Verniedlichungssucht des "Späti am Schlesi". Gegen großkotzigen Campino und Kollegah, egal wie. Auf "weise" zu machen, ist keine Option mehr; weil man damit dummerweise früher hätte anfangen müssen.

Dazwischen gibt’s Reinhard Mey-Parodien, Schwarzfahrer-Hymnen oder Simon & Garfunkel-Coverversionen zur Klampfe. Im Grunde Kabarett-Karikaturen. Genial der Song zu "Sodom & Foodora" darüber, wie man einen Abend lang einmal nicht Geschichte schreiben will; sondern sich ganz gemütlich im Netz eine Mahlzeit ordert ("Baby lass uns was zusammen bestell'n"). Der Saal brüllt. Der Mann sieht dabei aus wie Didi & Stulle höchstpersönlich: großporige Haut, verquollene Augen, große Klappe. Was bestrickend ist an diesem Abend: eine gewisse Leckmich-Haltung bei heiterer Gemütslage. Altmodisch, selbstverliebt, hoffnungslos. Rate dringend zu.'' schreibt Kai Luehrs-Kaiser auf kulturradio.de
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