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Bewertung und Kritik zu

NEUES STÜCK II
Tanztheater Wuppertal Pina Bausch / Alan Lucien Øyen
Berlin-Premiere: 31. August 2018 (Tanz im August) 
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
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Zum Inhalt: Alan Lucien Øyen erkundet den Grenzbereich zwischen Tanz, Theater, Text und Film. Indem er intimste Momente in Szene setzt, will der norwegische Choreograf die Schlichtheit, Schönheit und Komplexität menschlicher Erfahrung widerspiegeln – und passt darin hervorragend zu Pina Bauschs Wuppertaler Tanztheater, das stets das zutiefst Menschliche aufsucht.

Gemeinsam mit dem Ensemble des Tanztheaters entwickelt Alan Lucien Øyen eine neue Choreografie, “Neues Stück II”. Ein Novum für das Tanztheater, das erstmals zwei abendfüllende Stücke mit transdisziplinär arbeitenden, internationalen Gastchoreografen erarbeitet.

Dauer: 210 min inkl. Pause



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Tanztheater Wuppertal
  · 04.09.18
''Man kann nicht sagen, dass es dem jungen Choreografen an Ironie und Einfällen mangelt. Nur verlässt sich Øyen hier zu sehr auf die Kraft des gesprochenen Wortes als auf die Intensität und den Ausdruck der bewegten Körper seiner TänzerInnen, die, wenn er sie lässt, doch einiges an Assoziationskraft entwickeln, was durch das ständige Auserzählen doch eher wieder gebremst wird. Gebremst wie dieser in Melancholie und an Kitsch grenzenden Begleitmusik fast erstickende Abend, der viel zu deutlich die Bilder aus Filmen, wie etwa Wim Wenders Himmel über Berlin zitiert, wenn sich einer der Tänzer Flügel überzieht. Eine der Rückwände dient als Tafel, an der mit Kreide „Ich bin noch da“ geschrieben wird, oder ein Bild eines Paars mit Landschaft. Einem Gestürzten werden Kreideflügel gemalt, ein anderer zieht mit dem Kreidestück eine Herzfrequenzkurve auf dem Boden, die in einem Strich endet.

Eine wartende Trauergemeinde in der Kirche, eine sich wiederholt erschießende Frau, zwei Männer im Clinch, sich gegenseitig zur Tat auffordernd, ein makabres Wortratespiel mit dem Publikum genannt „Hangman“, bei der für jeden falschen Buchstaben ein Strichmännchen an einem Galgen gezeichnet wird, ein verkorkste Vater-Sohn-Beziehung oder Telefonate mit Toten und Telegramme an Verflossene. Ein sentimentaler Bilderzauber, verzuckert mit traurigen Songs und philosophischen Bonmots, wie dass Angst vor dem Tod auch Angst vor dem Leben bedeutet. Ein Tänzer rafft verzweifelt Stühle zu einem Berg, der von den anderen immer wieder abgetragen wird. Ein Stuhl vor dem sich schließenden Eisernen Vorhang ist dann auch das letzte Bild. Ein leerer Stuhl für Pina Bausch, die fehlt und wohl auch in Zukunft für Wuppertal unersetzbar bleibt.'' schreibt Stefan Bock am 4. September 2018 auf KULTURA-EXTRA
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Skandal um die fristlose Kündigung der Intendantin
  · 03.09.18
''Inwieweit der Skandal um die fristlose Kündigung der Intendantin Adolphe Binder zu diesem Scheitern beigetragen haben könnte, inwieweit dieses Berliner Gastspiel davon geprägt ist, darüber kann man nur spekulieren. Adolphe Binder, gestern Abend anwesend, hat Oyen nicht nur nach Wuppertal geholt sondern ihn, wie er sagt, auch immer unterstützt. Ob die Tänzerinnen und Tänzer von dem Machtkampf an der Spitze beeinflusst wurden, mitgenommen sind, ist anzunehmen – immerhin haben sie sich ausdrücklich hinter Binder gestellt.

Fakt ist, dass hier ein Kulturerbe beschädigt zu werden droht – Adolphe Binder klagt gegen die Kündigung, nächste Woche beginnt der Prozess, ihr Gegenspieler, Geschäftsführer Dirk Hesse muss Ende des Jahres den Hut nehmen. Wie es mit dem Tanztheater Wuppertal weitergeht, ist derzeit nicht zu sagen.

Dieser lange zähe Abend war – um im Bild zu bleiben – leider ein Trauerspiel – ganz und gar nicht der erhoffte glanzvolle Abschluss für einen ansonsten insgesamt großartigen Tanz im August – so wie diese Jubiläumsausgabe zum 30. Geburtstag des Tanzfestivals wünscht man sich viele weitere.'' schreibt Frank Schmid auf kulturradio.de
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Verqualmter Nostalgie-Flop
  · 01.09.18
Leider entwickelten sich die 3,5 Stunden zu einem Tiefpunkt des Festivals. Statt einer gelungenen Synthese von Tanz und Theater wird das Publikum von einer einfallslosen, dauerverqualmten Nostalgie-Show gequält. Tanz ist nur in Spurenelementen vorhanden, das Theater in seiner langweiligsten und altbackensten Form.

In zahllosen Variationen werden kleine Szenen angeboten: außer dem permanenten Qualm und dem 50er Jahre-Look (von den Kostümen bis zum Wählscheiben-Telefon) zieht sich das Sterben alsw Leitmotiv durch den sich zäh dahinschleppenden Abend. Die Dialoge sind meist banal, oft „geschmacklos und albern“, wie die FAZ-Kritikerin nach der Uraufführung in Wuppertal treffend bemerkte.

Arme Pina Bausch! Ein solch indiskutables Gastspiel, das der Norweger Alan Lucien Øyen mit ihrer Compagnie einstudiert hat, hat diese 2009 gestorbene Tanz-Legende wahrhaftig nicht verdient. Alexandra Albrechts FAZ-Fazit ist nichts hinzuzufügen: „Von der Wahrhaftigkeit und emotionalen Wucht und Intelligenz früherer Aufführungen bleibt bei diesem Spiel mit Metaebenen und Ironie nicht mehr viel übrig.“ Aus der Ferne wirkte der Streit um Adolphe Binder, die das Tanztheater Wuppertal im Juli verlassen musste, äußerst undurchsichtig. Nach diesem Flop muss sich die Ex-Intendantin allerdings eine ganze Reihe sehr berechtigter Fragen gefallen lassen.

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