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Bewertung und Kritik zu

DIE BRÜDER KARAMASOW 
nach Fjodor M. Dostojewskij
Regie: Frank Castorf 
Berliner Premiere am 6. November 2015 
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
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Zum Inhalt: „Die Brüder Karamasow“, Fjodor Dostojewskijs als Kriminalgeschichte angelegter letzter großer Roman, blättert polyphon die bis heute in frappierender Weise gültigen weltanschaulichen und philosophischen Stimmen der Systeme in West (Liberalismus) und Ost (Orthodoxie) auf. Es sind die letzten Fragen des Seins, vom Gottmenschen und von der idealen Gesellschaft, denen Dostojewskij anhand des Mordes an der Vaterfigur Fjodor Karamasow und der anschließenden Verdächtigungen der Söhne Dmitri, Iwan und Aljoscha folgt. Motor, um sich immer mehr in einem Labyrinth aus Gefühl und Gesetz zu verstricken, ist nichts Geringeres als die Liebe – hier zur Femme fatale Gruschenka. Dostojewskij ist ein Vertreter der Moderne und weiß, die Liebe braucht das Geld – konkret 3000 Rubel – wie das Feuer die Luft.

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Regie und Textadaption: Frank Castorf
Bühne: Bert Neumann
Kostüme: Bert Neumann
Licht: Lothar Baumgarte
Kamera: Andreas Deinert, Mathias Klütz, Adrien Lamande
Videoschnitt: Jens Crull
Musik: Wolfgang Urzendowsky
Ton: Klaus Dobbrick, Tobias Gringel
Tonangel: William Minke, Dario Brinkmann
Dramaturgie: Sebastian Kaiser

Spieldauer: 6 Stunden 15 Minuten, eine Pause


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3.0/5 Insgesamt 3 Bewertungen (1 mit Rezension)
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Castorfs „Brüder Karamasow“-Exzess
  · 06.12.15
Wie bei Castorfs Volksbühnen-Exzessen üblich wird das Geschehen über weite Strecken mit Livekamera gefilmt und auf die Leinwand übertragen. Auch das oligatorische Zetern, Kreischen und Brüllen fehlt nicht, angereichert mit einer Prise Selbstironie, als ein Schauspieler ins Publikum fragt: Glauben Sie denn, dass uns dieses ständige Brüllen Spaß macht?!
Das Fazit der sechseinhalb Stunden fällt ähnlich wie bei Thorsten Lensings Inszenierung in den Sophiensaelen vor einem Jahr aus: die Regisseure nutzen den Karamasow-Wälzer als Steinbruch und picken sich einige Motive heraus. Zwischen Langeweile und Schreiduellen blitzt hin und wieder ein Kabinettstückchen auf. Eine wirklich überzeugende Adaption dieses schweren Brockens Weltliteratur für die Theaterbühne steht aber noch aus. Weiterlesen
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