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Bewertung und Kritik zu

OH DIO MIO
Die Musical-Komödie mit Dinner
 
Inszenierung: Claudio Maniscalco 
Premiere: 28. Oktober 2017 
Queens 45 BC - Event Location Berlin 

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Zum Inhalt: Der freche, römische „Paolo“ wurde strafversetzt, weil er mit den vatikanischen Regeln zu lässig umging. Buße soll er tun. Ausgerechnet im Wallfahrtsort „Monte Pellegrino“, ein dörflicher Vorort von Siziliens „Palermo“. Der Vatikan hofft, dass der sympathische aber störrische Padre dort zur Erleuchtung kommt. Doch prasseln auf Paolo genau dort auch noch Versuchungen hernieder.

Er begegnet der schönen Peppina, seinem jugendlichen Sommer-Schwarm. Während Peppina seinerzeit dem jungen, heißblütigen Paolo wenig Beachtung schenkte, ist sie gegenwärtig umso bemühter Paolo vom „himmlischen Wege der Tugendhaftigkeit“ abzubringen und das mit der gesamten Palette weiblicher Verführungskunst.

Der drollige Giuseppe ist von Beruf „stellvertretender“ Vize-Stellvertreter. Er und seine urkomische Gattin Isabella sorgen für weitere, amüsante Verwicklungen. Während die übertrieben gläubige Isabella den Mon Signore Poalo zu fördern versucht, hält ihr zerstreuter Ehemann, genau wie Peppina, überhaupt nichts von der Kirche. Ein italienisch, amüsantes Chaos ist vorbestimmt.

TRAILER


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Die italienische Dinner-Musical-Komödie im Queens 45 BC
Nachdem ich in den letzten Tagen bereits eine Veranstaltung für mein Herz („Der kleine Prinz“), für meine Augen und Ohren („Ballet Revolución“), für meine Seele („Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“) besucht hatte, war es an der Zeit, meinen Gaumen und meine Lachmuskeln zu verwöhnen. Wie viele von Euch wissen, bin ich ein sehr großer Fan der italienischen Kultur. Ich liebe einfach Italien, die Menschen, die italienische Musik und natürlich das italienische Essen. Es musste also eine himmlische Fügung sein, dass ich am Freitag, den 29. Dezember 2017, die italienische Dinnershow „Oh Dio Mio“ besuchen konnte, denn hier wird alles, was ich an Italien liebe, in einer Show vereint. 

Doch zuerst muss ich Euch genau den Veranstaltungsort vorstellen, in dem ich gestern zum ersten, aber ganz sicher nicht zum letzten Mal war: 
Das Queens 45 BC ist eine originale 20-er Jahre-Eventlocation in Berlin. In der zugleich sehr edlen aber auch rustikalen Location werden Hochzeiten, Konferenzen, große und kleine Events und Workshops veranstaltet. Quenns 45 BC besteht aus einer rustikalen Berliner Destille mit einem großen Tresenbereich und verschiedenen Bildern aus den Goldenen Zwanzigern und den Dreißigern, darunter von Marlene Dietrich; einer Champagner Bar mit Kronleuchtern im Art-Déco-Stil und lederbezogenen Bänken, einem eleganten Grünen Salon mit Parkettboden und dem großen Saal. 
In dem großen Saal, einem originalen 20-er Jahre-Ballsaal mit langen Tafeln, sehr hohen Decken und Kristall-Kronleuchtern fand auch unsere Show statt. 

Um 18 Uhr, eine Stunde vor Showbeginn, wurden wir von einer freundlichen Servicekraft mit einer Fliege zu der schön gedeckten Tafel geführt. Wir saßen am Tisch 12 und hatten eine wundervolle Sicht auf die Bühne. Die Vorspeise, eine gegrillte Gemüse-Variation an Rucola-Salat, stand schon für jeden Gast bereit. 
Nach der ersten Stärkung setzten wir uns mit der Abfolge des mediterranen Showmenüs des Chefkochs „Signore Matteo“ auseinander: In der Pause sollte es den Hauptgang, Pasta Duo (Penne Bolognese und Ricotta-Spinat Ravioli), geben. Nach der Show würden wir das Dessert Trio (Panna Cotta al Limone mit Mini-Cannolo und Praline) serviert bekommen. 
Kurz vor der Show kam Claudio Maniscalco, der Ideengeber für die Show und der Texter der Showsongs, auf die Bühne, begrüßte das Publikum und stimmte es auf die Show ein. 

„Oh Dio Mio“ handelt von dem Pfarrer Paolo, der aus dem Vatikan verbannt und in das kleine Dorf Monte Pellegrino strafversetzt wurde, weil er die vatikanischen Regeln nicht konsequent umsetzte. Dort begegnet Paolo Peppina seiner Jugendliebe, die einst sein Herz verschmäht hat und ihn aber jetzt zurückhaben möchte. Wird es ihr gelingen, das Herz des Pfarrers zu erobern? Und welche Rolle spielt dabei das Ehepaar Giuseppe und Isabella? 

Padre Paolo wird sehr überzeugend von Claudio Maniscalco, dem Darsteller aus vielen beliebten TV-Formaten, verkörpert. Die Beichten der Dorfbewohner findet er langweilig, während die Beichten im Vatikan höchst interessant waren. Paolo ist nur Pfarrer geworden, um seine Jugendliebe Peppina zu vergessen. Und ausgerechnet jetzt begegnet er ihr. Als Zuschauer nimmt man ihm den inneren Konflikt ab, schließlich ist er nicht nur ein Pfarrer, sondern noch immer ein Mann. 

Pascale Camele hat mich in ihrer Rolle der heißblütigen Peppina an diesem Abend begeistert. Sie spielt perfekt die verführerische und kokette Sirene, die mit allen Reizen, die eine Frau zu bieten hat, den „armen“ Paolo verführen möchte. Auch stimmlich beeindruckt Pascale Camele auf ganzer Linie, aber schließlich hat die Darstellerin auch schon viele namhafte Musicalrollen gespielt, darunter Sally Bowles im Musical „Cabaret“. 

Das absolute Schmuckstück an diesem Abend war für mich Susanna Capurso, die vielen als Sabrina Scholz aus der „Lindenstraße“ bekannt ist. Sie geht in ihrer Rolle der temperamentvollen und eifersüchtigen Ehefrau Isabella auf. Stellt man sich eine typisch italienische Ehefrau vor, so hat man genau diese Figur vor Augen. Nach der Show musste ich daher meine persönliche Begeisterung der Musicaldarstellerin unbedingt mitteilen. In diesem kurzen Gespräch zeigte sich Susanna Capurso von einer sehr sympathischen Seite. 

Für viele Lacher an diesem Abend sorgte Santiago Ziesmer in seiner Rolle des stellvertretenden Vize-Stellvertreters Giuseppe, der wie eine „lahme Ente“ läuft, seine Frau Isabella zwar liebt, aber ihre Kochkünste (und das von einer Italienerin) im Geheimen ablehnt. Der Name Santiago Ziesmer ist vielen ein Begriff, denn er ist nicht nur die Synchronstimme von Spongebob, sondern spielt auch in vielen Theaterstücken mit. 

Die amüsante Handlung wird von einer vierköpfigen Live-Band musikalisch begleitet. 
Zu dem Cannoli Quartett gehören: Tobias Bartholmeß/Bijan Azadian (Piano), Paolo Eleodori (Drums), Matthias Hlebaroff (Bass/Gitarre), Harald Bendzko (Saxophon/Flöte). 
Die Kompositionen von Simon Bertling und Christian Hagitte passen zu der musikalischen Show wie die Faust aufs Auge. 

Mein Fazit: Es war eine höchst amüsante Show mit überzeugenden Darstellern, einem gut zubereiteten mediterranen Essen, schönen Stimmen und passender Livemusik. Meine Lachmuskeln und mein Gaumen wurden ausreichend verwöhnt. Die Dinnershow könnt Ihr noch am Samstag, den 20. Januar 2018, um 19 Uhr im Queens 45 BC besuchen. Der Eintritt zur Show inklusive einem Drei-Gänge-Menü kostet 49 Euro. 

© E. Günther ("Mein Event-Tipp")
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