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Bewertung und Kritik zu

DON GIOVANNI 
von Wolfgang Amadeus Mozart
Regie: Herbert Fritsch 
Premiere: 30. November 2014 
Komische Oper Berlin
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Zum Inhalt: Don Juan – das ist kein Name, das ist ein Bekenntnis! Das Bekenntnis zu totaler Leidenschaft, Sinnlichkeit und Begehren. Nichts kann da im Wege stehen: weder ein entrüsteter Herr Papa, der lieber sein Leben als die Ehre der Tochter verliert, noch die Warnung jener Dame, die ihre Lektion bereits erteilt bekommen hat und es doch kein Stück besser weiß; nicht die zarte Unschuld der Braut am Hochzeitstag noch die rasende Eifersucht des gehörnten Bräutigams. Alle sind sie am Schluss hinter ihm her: Don Juan – der Getriebene, der Lebenshungrige und Liebesdurstige, bei dem auch nicht mehr alles so klappt wie früher. Nicht mal richtig zum Singen kommt er auf seiner rastlosen Grand Tour d’Amour. Für sein Bekenntnis aber geht er über Leichen. Am Ende sogar über die eigene.

Musikalische Leitung: Jordan De Souza
Inszenierung und Bühnenbild: Herbert Fritsch
Kostüme: Victoria Behr
Dramaturgie: Johanna Wall, Sabrina Zwach
Chöre: David Cavelius
Licht: Franck Evin





 
Meinung der Presse zu „Don Giovanni“ - Komische Oper Berlin


Die Welt

★★★☆☆

Süddeutsche Zeitung
★★★★☆
 


Berliner Zeitung
★★☆☆☆

Zitty
★★★★★

tip
★★☆☆☆

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1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
von murmel murmel zu don giovanni, fritsch bleibt sich gaga-treu
  · 15.07.15
der massenkompatible moooozart ist unter den opern-komponisten eigentlich nicht mein favourite, zu spaßig, zu tiriliii, auch die stets sich mehrfach wiederholenden textzeilen fordern meine geduld.
(das kecke in den handlungen ist natürlich durchaus amüsant.) den "don giovanni" hat gaga-guru herbert fritsch inszeniert. sein "murmel murmel" an der volksbühne ist ein gaga-freuden-taumel-traum an slapstick und farbenpracht. und er bleibt beim don juan dieser offensichtlich konsequenten, ziemlich durchgeknallten linie treu. die kostüme von victoria behr explodieren hemmungslos in stoff, farbe, drama und tatütata.
günter papendell als ober-don gaga-gio ließ sich als kauzigen batman-joker maskieren und treibt seine mimischen fähigkeiten in herrliche grinsekater-zonen. don giovanni der schlingel, der clown, der dreiste eroberer. kraft-bariton papendell zieht so viel aufmerksamkeit auf sich und wird von den fans bejubelt. fast jede szene erntet sofort applaus, die version von fritsch ist zum kult mutiert (und wird leider erst wieder im april 2016 aufgeführt). erika roos als donna anna, das liebeshungrige propper prachtweib in rotblond, breitet ihren sopran voluminös aus, schmollt und kulleräugelt.
das bühnenbild ist ein meer aus geprinteter damenstrumpf-spitze in schwarz/weiß, ein perfekter hintergrund für all die farbenpracht des ensembles. (papendell ist pink-bestrumpft und trägt ein lila satin-kostüm, das angestellten-chor-volk darf fratzen schneiden und irrwitzige hüte tragen).
nach anderthalb stunden gibt es eine pause, bevor es in den zweiten teil geht. gute drei stunden taucht man hier in mozarts absoluten verführer-spaß ein (manch einer dämmert dann doch mal kurz weg). wer es erträgt, dass dieser star-macho von fritsch maßlos verulkt wird, von papendell kauzig-komisch interpretiert wird, wird mit viel frohsinn und guter laune erfreut.
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Gejagter Clown
  · 16.04.16
Bis zum Schluss bleibt Fritsch seinem Regiekonzept treu: sein „Don Giovanni“ ist ein Clown, der mit den anderen Figuren spielt und mit dem Publikum schäkert. Als sich Vorhang zur Pause senkt, ruft er noch ein kurzes „Buh“ ins Parkett.

Diese Lesart sorgt für einen lustigen Abend, bietet aber wenig Stoff, sich intensiver mit der Figur auseinander zu setzen. Im Programmheft informiert Johannes Oertel über zwei frühere „Don Giovanni“-Inszenierungen von anderem Kaliber: Harry Kupfer legte den „Don Giovanni“ 1987 als ein „Symbol einer zutiefst menschlichen Lebenskraft“ an, der besonders den Frauen „die Eingeschränktheit ihrer Position“ bewusst macht. Er wird von einer Gesellschaft, die sich mit Stagnation und daraus folgender Selbstzerstörung abschottet bestraft. Als am Ende Balken vorgeschoben und das Loch zur Hölle versiegelt wird, konnte man das zwei Jahre vor dem Mauerfall auch als Kommentar zur Lage in der DDR lesen.

2003 stand der „Don Giovanni“ bei Peter Konwitschny allein gegen die Masse der Mitläufer in grauen Anzügen und Krawatte aufbegehrt, bis auch er als Greis vom Einheitsgrau geschluckt wurde.

Daran gemessen erscheint Fritsch Clowenerie recht eindimensional.Weiterlesen
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