Bewertung und Kritik zu

DIE PERLEN DER CLEOPATRA
von Oscar Straus
Regie: Benedikt von Peter
Premiere: 03. Dezember 2016 
Komische Oper Berlin

Inhalt: Der Nil trocknet aus, in der Ferne drohen römische Heere und obendrein kündigt sich ein Aufstand in den eigenen Reihen an: Cleopatra hat alle Hände voll zu tun und ist noch dazu schlecht gelaunt. Dabei wünscht das schöne Staatsoberhaupt doch nur einen »kleinen ägyptischen Flirt«! So macht sie statt des syrischen Prinzen Beladonis mit seiner »kleinen Liebesflöte« prompt den römischen Gesandten Silvius zu ihrem gefügigen Liebhaber. Ob internationale oder intime Beziehungen – die schönste Königin der Welt herrscht eben uneingeschränkt über alle Männer. Das Geheimnis ihrer Macht? Das sind die Perlen der Cleopatra …

Mit: Dagmar Manzel, Dominique Horwitz, Dominik Köninger, Johannes Dunz, Peter Renz, Talya Lieberman, Alma Sadé

Musikalische Leitung: Adam Benzwi
Inszenierung: Barrie Kosky
Choreographie: Otto Pichler
Bühnenbild: Rufus Didwiszus
Kostüme: Victoria Behr
Dramaturgie: Simon Berger
Chöre: David Cavelius
Licht: Diego Leetz


Bewertung und Theaterkritik Schreibe eine Kritik
5.0/5 Insgesamt 2 Bewertungen (2 mit Rezension)
1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Dagmar Inge(borg) Manzel!!
  · 04.12.16
''Es wird berlinert in dem Stück (nach dem Libretto von Brammer & Grünwald), dass es nur so kracht. Das kommt der Manzel (selber einer Erzberliner Großschnauze) gerade recht. Ihre Idee war's auch, sich selbst und die Cleopatra-Figur mit einem Puppenkatzenmonster namens "Ingeborg" bzw. "Inge" (in der Koseform) zu duplizieren; und so hat sie sich das Ding als verlängerten Handschuh übergestreift und tut ihm mit verstellter Bauchstimme sein wildtierhaftes Leben vorentlocken - hört sich irre komisch an. Und überhaupt auch: Alles, was mit Dialogen so zusammenhängt, gerät in dieser kurzweiligen Aufführung zu einem schauspielernden Sonder-Hype an sich. 
Gediegener Okay-Gesang; vielleicht werden - außer der Manzel - Talya Lieberman (als Charmian) und die Herren vom Lindenquintett Berlin in etwa noch dem Großanspruch, den man in puncto Operetten-Sangeskunst so impliziert, gerecht. Die Anderen, na ja, es geht halt so... Doch spielen können Alle!!! (...)
Sicher ist, Die Perlen der Cleopatra werden (erneut) zu einem Selbstläufer.'' schreibt Andre Sokolowski am 4. Dezember 2016 auf KULTURA-EXTRA
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Kolossale Hauben-Aufbauten
  · 05.12.16
''Als dramaturgischen Ansatz kann ich lediglich erkennen, dass Kosky das Werk für eine Berliner Operette hält, ohne sich von all den Schrammel- und Jodler-Einlagen irritieren zu lassen. Es ist seine opulenteste, unpolitischste, konventionellste Operetten-Inszenierung bislang – und dennoch seine rundeste. Man fühlt sich hochprofessionell verarztet.'' schreibt Kai Luehrs-Kaiser auf kulturradio.de
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