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Bewertung und Kritik zu

CANDIDE
Musical von Leonard Bernstein
Regie: Barrie Kosky 
Premiere: 24. November 2018 
Komische Oper Berlin 

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Zum Inhalt: Nach dem überwältigenden Erfolg der von aller Patina befreiten West Side Storyinszeniert Barrie Kosky nun mit Leonard Bernsteins weniger bekannten Comic Operetta Candide ein Werk, das in keine Schublade zu passen scheint: Das rasante Voltaire-Operetten-Musical rund um die Frage »Warum passieren guten Menschen schlimme Sachen?« ist wildes Roadmovie, satirische Philosophiestunde und eine Liebeserklärung an die europäische Musikgeschichte zugleich! 

Knall auf Fall muss der nicht ganz so wohlgeborene Candide nach der Enthüllung seiner Liebe zur edlen Baronesse Kunigunde die geliebte Heimat verlassen. Arglos und unbekümmert macht er sich auf eine Reise durch die Welt, angetrieben vom Credo seines Lehrers Pangloss, das da lautet: Die Welt, wie sie ist, ist die einzige, die es gibt, und folglich auch die bestmögliche. Nun begegnet Candide auf seiner Reise von Bulgarien bis Lissabon, von Paraguay bis Venedig allerdings nichts als haarsträubende Grausamkeit von Natur und Mensch: Krieg, Prostitution, Menschenhandel, Erdbeben und gleich eine Vielzahl an verschiedensten Morden. Vom promiskuitiven, erstochenen Großinqusitor bis zum erhängten und wiederaufstehenden Philosophen pflastern bizarre Tote und Untote den Weg von Candides wundersamer Reise. Doch angetrieben durch seinen unüberwindbaren Optimismus, lässt sich Candide von nichts in seinem Glauben an das Gute und an die Liebe zu Kunigunde beirren. Schließlich darf er sein Herzblatt nach unzähligen Abenteuern rund um den Globus endlich wieder in die Arme schließen – doch was ist nach all dem Erlebten noch geblieben von der einst schwärmerischen Liebe?

Musikalische Leitung: Jordan De Souza
Inszenierung: Barrie Kosky
Bühnenbild: Rebecca Ringst
Kostüme: Klaus Bruns
Choreographie: Otto Pichler
Dramaturgie: Maximilian Hagemeyer
Chöre: David Cavelius
Licht: Alessandro Carletti

TRAILER


 
Meinung der Presse zu 

„Candide“

Komische Oper Berlin


Die Welt

★★★☆☆

FAZ
★☆☆☆☆


Süddeutsche Zeitung
★★★☆☆


Zitty
★★★☆☆

tip
★☆☆☆☆

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2.7/5 Insgesamt 9 Bewertungen (2 mit Rezension)
3 von 4 Personen fanden die Kritik hilfreich
Bernsteins Schuld
  · 26.11.18
"Comic Operetta", kein guter Untertitel, verheißt hier wenig Witzigkeit. Das Problem ist die notorische Betriebsnudeligkeit, die Lizenz zum Arschwackeln, auf die etliche Beobachter Koskys inzwischen genervt reagieren. Immer wieder: Federboas, Transen und Trabtrab. Mit 3 ¼ Stunden Dauer ist der Abend eindeutig zu lang. Das geht allerdings aufs Konto Bernsteins, der sich einen für Musiktheater herzlich ungeeigneten Voltaire-Roman zur Vertonung wählte. Zu viele Beiträger haben das Werk vermurkst. Schwer rettbar, trotz fünf bis sechs köstlicher Stellen.

Anne Sofie von Otter, superprominent besetzt als Old Lady, ist eine zur Pennerin heruntergekommene Moll Flanders. Ihr klumpfüßiger Tango ist wirklich witzig: Sehr souverän angesichts einer Rolle, an der selbst Anja Silja und Grace Bumbry scheiterten. Nicole Chevalier, bei spröder Mittellage, ist eine sehr gute Kunigunde (es wird auf Deutsch gespielt). Allan Clayton, in Lederhosen lustig ausstaffiert, kommt in der Titelrolle zu kurz. Was einen Denkfehler der Aufführung offenbart.

Kapellmeister Jordan de Souza dirigiert eine jovial-theaterrumpelige Ouvertüre, kann aber über die schwächeren Strecken nicht hinwegtäuschen. Das ganze Montevideo- und Surinam-Bild: komplett überflüssig (teilweise auch das Venedig-Bild). Vielleicht haben die Bernstein-Erben die Straffung verhindert. Schön dumm. Den Beteiligten sei das alte Otto-Brahm-Wort zugerufen: "Was gestrichen ist, kann nicht durchfallen." schreibt Kai Luehrs-Kaiser auf kulturradio.de
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1 von 2 Personen fanden die Kritik hilfreich
Zähes Ding
  · 25.11.18
''Barrie Kosky hatte vor fünf Jahren West Side Story auf bestürzend schöne Art und Weise inszeniert! Obgleich, mit diesem Werk - es ist und bleibt DAS Stück Leonard Bernsteins - kann man eigentlich nie was verkehrt machen; es funktioniert an sich schon, Text, Dramaturgie, Musik, alles ist aufeinander abgestimmt, nichts bleibt dem Zufall überlassen, es ist einfach rund - - völlig im Gegensatz zu der viel seltener gespielten Operette nach Voltaires Candide; hier ist es, nach meiner festen Überzeugung, erstrangig der Text und die Dramaturgie (des Textes zur Musik), was ein Vollrundsein dieses merkwürdigen Opus torpediert. Es gibt eine umfässliche Stationen-Handlung, und es wird sehr viel (zu viel) in ihr gequatscht oder pseudophilosophiert; allein dass dann das Meiste, was passiert, im Weltreich von Absurdistan geortet werden könnte, gibt der endgültigen "Sicht" der Dinge einen wohlversöhnlichen Aspekt, will sagen: 

Dieses Ding hat eine unaushaltbar-unendliche Länge. Es ist zäh, es nervt, es nebuliert, kurzum: du betest - schon nach ein paar ersten Szenen - dass die Scheiße hoffentlich dann bald vorüber geht!! 

Jedoch: Es gibt untoppbare und unsterblich geword'ne Hits aus dem Candide: seine Ouvertüre, seine große Kunigunde-Arie und und und... Das Alles knall'n - unter der Leitung des kanadischen Dirigenten Jordan de Souza - Chor und Orchester der Komischen Oper Berlin und die gecasteten SolistInnen mit Charme und Witz und Verve und lauter Ungezügeltheiten auf die Bretter. Hochelektrisierend, ja!!!!'' schreibt Andre Sokolowski am 25. November 2018 auf KULTURA-EXTRA
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