Hebbel am Ufer (HAU)
    www.hebbel-am-ufer.de
    Stresemannstr. 29 - 10963 Berlin
    Telefon: 030 259 004 - 0

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    De Living / Das Wohnzimmer



    Bewertung und Kritik zu

    DE LIVING / DAS WOHNZIMMER
    Ersan Mondtag / NTGent
     
    Regie: Ersan Mondtag 
    Berlin-Premiere: 11. Juni 2019 
    Hebbel am Ufer (HAU2), Berlin 

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    Zum Inhalt: In “De Living” (“Das Wohnzimmer”) geht es um die letzte Stunde im Leben eines Menschen. Die Vorstellung beginnt damit, dass eine Frau nach Hause kommt, und endet mit ihrem Selbstmord. Oder umgekehrt? Ist es möglich, diese letzte Stunde auch rückwärts zu erzählen und die Frau wieder zum Leben zu erwecken? Die Zu­schauer*innen können über die Vergangenheit der Protagonistin und die Gründe für ihren Tod nur spekulieren. Erstmals koproduzierte das HAU Hebbel am Ufer eine neue Arbeit von Ersan Mondtag, die am NTGent Premiere feierte.

    Mit: Doris Bokongo Nkumu, Nathalie Bokongo Nkumu 

    Regie: Ersan Mondtag
    Dramaturgie: Eva-Maria Bertschy
    Wissenschaftliche Mitarbeit: Prof. Benigna Gerisch
    Komposition und Sounddesign: Gerrit Netzlaff
    Radiostimme: Simon Turner
    Kostüm- und Bühnenbild: Ersan Mondtag

    TRAILER


    WIR EMPFEHLEN

    1.0 von 5 Sterne
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    Quälende, minimalistische Suizid-Installation
    3 years ago
    Kritik
    Stechender Gasgeruch und tinntitusartige Störgeräusche machen diese Sterbeszene zu einem quälenden Erlebnis für alle Sinne. Nach dem Suizid legt die Performerin den Rückwärtsgang ein. Nebenan in der linken Hälfte der Bühne taucht ihre Schwester auf. Doris und Nathalie Bokongo Nkumu widmen sich nun ihre ganz alltäglichen Verrichtungen: Abspülen, Staubsaugen. Wortlos, nur das Radio dudelt zwischendurch. An diesem statischen, bleiernen Abend ist nichts davon zu spüren, dass die beiden Schwestern aus Brüssel ansonsten als Hiphop-Tanz-Duo „Les Mybalés“ auftreten. Fast während der gesamten 80 Minuten prasselt ein melodramatischer Klangbrei auf das Publikum ein: langgezogene Fieptöne und Feuerwehr-Sirenen, die an den Nerven zerren und die Ohren plagen. Bis sich der Suizid mit einem lauten Knall wiederholt und die Schwester den Abschiedsbrief findet. Ersan Mondtags neues Stück „De Living“, das deutllich vom „Wunschkonzert“ von Franz-Xaver Kroetz inspiriert ist, ist eine minimalistische Performance, näher an der Installation als am klassischen Stadttheater. Ein Abend, der um sich selbst kreist und nicht über Kunstgewerbe hinauskommt. So minimalistisch wie das Stück war auch der Ankündigungstext am koproduzierenden HAU 2. Die Uraufführung fand bereits vor einigen Wochen an Milo Raus NT Gent statt. Weiterlesen
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