LA VERONAL: SONOMA

Bewertung und Kritik zu

SONOMA 
LA VERONAL
 
Choreografie: Marcos Morau 
Premiere 24. Juli 2020 (Grec Festival, Museu Nacional, Barcelona)
Berlin-Premiere: 11. August 2022 (Tanz im August
Haus der Berliner Festspiele 

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Zum Inhalt: Luis Buñuel, der revolutionäre, avantgadistische Filmemacher des 20. Jahrhunderts, war schon immer eine große Inspiration für den spanischen Choreografen Marcos Morau. Er kehrt mit seiner neuen Bühnenarbeit, einer weiteren Hommage an den ikonischen Surrealisten, zurück zu Tanz im August. “SONOMA” ist eine Reise durch einen traumartigen Ort, irgendwo zwischen Schlaf und Fiktion, zwischen dem Menschlichen und dem Außergewöhnlichen. Vor unseren Augen entsteht eine verlockende, kinematografische Welt, in der das Alltägliche merkwürdige Züge annimmt und Zeichen mit den irrationalsten Bereichen des menschlichen Geistes kommunizieren.

Von & mit Lorena Nogal, Marina Rodríguez, Sau-Ching Wong, Ariadna Montfort, Núria Navarra, Àngela Boix, Laia Duran, Anna Hierro, Alba Barral

Künstlerische Leitung & Choreografie: Marcos Morau
Künstlerische & Dramaturgische Beratung: Roberto Fratini
Technische Leitung & Lichtdesign: Bernat Jansà
Stagemanagement, Requisiten, SFX: David Pascual
Sounddesign: Juan Cristóbal Saavedra
Stimmcoaching: María Pardo
Bühne: Bernat Jansà, David Pascual
Kostümdesign: Silvia Delagneau
Masken: Juan Serrano – Gadget Efectos Especiales
Requisiten: Mirko Zeni
Produktion & Logistik: Cristina Goñi Adot


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1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Wuchtig, aber überfrachtet und beliebig
  · 12.08.22
Für die 75minütige Choreographie haben Morau und sein Dramaturg Roberto Fratini eine bildstarke Arbeit entwickelt, die sehr wuchtig sein will, aber zu überfrachtet ist. Von der Belagerung Sarajevos und Leningrads über ein großes Holzkreuz, das über die Bühne gezerrt wird, bis zu den altertümlichen Hauben und Reifröcken, mit denen das rein weibliche Ensemble zu Beginn auftritt und damit an die Kostüme in der dystopischen Serie „A Handmaid´s Tale“ nach Margaret Atwood oder „Hexenjagd“-Inszenierungen des Klassikers von Arthur Miller erinnert: im Breitbild-Format jagt ein opulentes Tableau das nächste. Stampfend und keuchend performt „La Veronal“ ekstatische Tänze oder lauscht den stilleren Passagen aus dem Off.

Die Arbeit, die im Sommer 2020 im Museu Nacional in Barcelona erstmals gezeigt wurde, zielt darauf, europaweit von Festival zu Festival zu touren, in Deutschland war sie z.B. bereits bei der Tanzplattform Rhein-Main oder dem Colours-Festival im Theaterhaus Stuttgart zu sehen. Die Aneinanderreihungen von bildungsbürgerlichen Anspielungen wirken allerdings zu willkürlich und beliebig. Es bleibt der Eindruck einer effektsicher inszenierten, dramaturgisch zu wenig ausgefeilten Produktion, die die gesamte große Bühne füllt, aber dennoch kaum nachwirkt.

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