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Bewertung und Kritik zu

ROMEO UND JULIA
von William Shakespeare
Regie: Christopher Rüping 
Uraufführung: 28. März 2015 
Deutsches Theater Berlin

Inhalt: Die größte Liebesgeschichte der Weltliteratur: Zwei junge Menschen aus zwei verfeindeten Häusern entbrennen in Liebe zueinander, werden von den Schatten der Familienfehde eingeholt und enden im gemein­samen Selbstmord. Von Anfang an wissen Romeo und Julia um die Unmöglichkeit ihrer Liebe. Noch bevor sie sich auf dem Fest im Hause Capulet zum ersten Mal begegnen, ahnen sie das tragische Ende ihrer Geschichte und ihren frühen Tod voraus. Und trotzdem, entgegen aller Mahnungen und Widerstände, entscheiden sie sich füreinander, nehmen es mit dem Schicksal auf und verstricken sich so immer tiefer in ein Netz aus Missverständnissen, Hass und Mord. Am Ende steht der unvermeidliche Tod der Liebenden, der ihre Liebe unsterblich werden lässt.

Regie: Christopher Rüping
Bühne: Jonathan Mertz
Kostüme: Lene Schwind
Musik: Christoph Hart, Sophia Kennedy
Dramaturgie: Meike Schmitz


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Comedy der schwächeren Sorte statt klarer Linie
  · 29.03.15
Der Abend zerfasert in Comedy-Klein-klein: Romeo (Benjamin Lillie) braucht ganz dringend seine Lactose-freie Milch, die er dann auch den Frauen in der ersten Reihe anbietet, und fragt vergeblich nach Magnesium und einem Trampolin, da er sonst Julia auf ihrem Balkon nicht erreichen kann. Mercutio (Lisa Hrdina) stellt sich neben ihn und sagt: „Lieber Romeo, liebe Kinder, ihr wisst schon, was jetzt kommt“ und spielt darauf an, dass Benjamin Lillie seine Hose mittlerweile fast so regelmäßig runterlässt wie Lars Eidinger. Die Inszenierung hat nun den Punkt erreicht, an dem Eva Biringer seufzte: „Am schlimmsten aber wird es, wenn es lustig sein soll.“
Rüping hat das Shakespeare-Drama auseinandergenommen, die Bausteine durcheinandergewirbelt und findet keine überzeugende Linie, sie wieder schlüssig zusammenzusetzen. Der Abend hat zwar seine unterhaltsamen Momente, überzieht aber teilweise so sehr, dass es nur noch albern wirkt. Deshalb ist es sehr verständlich, dass Eva Biringer den Eindruck hatte, „dass die Inszenierung ihr Thema nicht ernst nimmt.“ Weiterlesen
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