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Bewertung und Kritik zu

KATZELMACHER 
von Rainer Werner Fassbinder
Regie: Jessica Glause
Premiere: 6. Februar 2017 
Deutsches Theater Berlin

Kleinstadttristesse. Eine Gruppe Jugendlicher hängt ab. Man säuft, macht Party, hat Sex und geht fremd, lästert, ödet sich an und hält sich aus. Man trainiert sein Körperkapital, denn das ist alles, was zu vermarkten ist. Man ist frustriert von der Leere in und um sich herum. Weil das wohl immer schon so war und die Fantasie fehlt, wie es anders sein könnte. Oder das Geld. Ohne Geld kommt man nicht raus. Dann taucht Jorgos auf. Der Fremde stellt die alte Ordnung in Frage, weckt Sehnsüchte nach einem anderen Leben und verwandelt Frustration und Zukunftsangst in Aggression. 

Regie: Jessica Glause

Bühne: Jil Bertermann
Kostüme: Bettina Werner
Musik: Joe Masi
Choreographie: Ronni Maciel
Dramaturgie: Birgit Lengers


 
Meinung der Presse zu „Katzelmacher“ - Deutsches Theater Berlin


Zitty
★★★☆☆

 

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4.2/5 Insgesamt 6 Bewertungen (2 mit Rezension)
3 von 3 Personen fanden die Kritik hilfreich
Wer zahlt, darf bleiben
  · 08.02.17
In der Inszenierung von Jessica Glause tritt der Fremde niemals in Erscheinung. Es bleiben nur seine Namen, die die das Unverständnis, die Angst, Geringschätzung und den Hass der Deutschen zum Ausdruck bringen. Das enge Korsett der Starre, in dem die Energie der adoleszenten Träume, Triebe und Ängste gefangen ist, droht, die martialische Kraft der Jugendlichen in Selbsthass umschlagen zu lassen. Dass ein Fremder (das Fremde) nur allzu oft als Projektionsfläche (oder Blitzableiter) für diesen Hass missbraucht wird, ist spätestens seit der Figur der Medea aus der griechischen Mythologie bekannt. Im Fremden wird das Eigene sichtbar, und wenn einem dieses Eigene nicht gefällt, bekämpft man es – in seinem Spiegelbild, dem Fremden. Das gilt leider sowohl für die griechische Tragödie um Medea, wie für das 1968 entstandene Bühnenstück Katzelmacher, als auch für unseren heutigen Alltag. Weiterlesen
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Katzelmacher
  · 07.02.17
Die Berliner Jugendlichen treffen die bayerisch eingefärbte Umgangssprache der Fassbinder-Figuren erstaunlich gut, wenn sie lamentieren: „Das hat mal sein müssen, weil der hier rumläuft, wie wenn er hergehört.“ Ihre lasziven Choreographien nimmt man ihnen in ihrem Teeanger-Alter aber noch nicht ganz ab: diese Szenen wirken noch zu gekünstelt und angelernt.

Fraglos passt das Fassbinder-Drama, mit dem der junge Regisseur 1968 am Münchner Action-Theater und ein Jahr später auch im Kino erste Erfolge hatte, gut in unsere Zeit. Die fremdenfeindlichen Töne der Figuren und die Forderung „Eine Ordnung muss wieder her“ klingen aus aktuellen Diskussionen gefährlich vertraut. Weiterlesen
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www.deutschestheater.de
Schumannstraße 13a - 10117 Berlin
Telefon: 030 284410
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eventim

3.1
Durchschnittsnote aller Stücke
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Kritiken: 215

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