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Bewertung und Kritik zu

LENZ 
von Georg Büchner
Regie: Lilja Rupprecht 
Premiere: 9. Dezember 2012
Deutsches Theater Berlin 

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Zum Inhalt: 1778. Der junge Dichter Jakob Lenz wandert durchs Gebirge, auf dem Weg zum Pfarrer Oberlin, der ihn in sein Haus aufnehmen wird. Dort will Lenz zur Ruhe kommen, will nicht mehr dran denken, woher er kommt und wohin er zu gehen beabsichtigt. Doch Briefe von seinem despotischen Vater, Wiederbegegnungen mit Menschen, die ihn von früher kennen und die Abwesenheit des Pfarrers, der auf eine Reise muss, führen zu einem sich zusehends verschlechternden Geisteszustand.

Beklemmend intensiv beschreibt Georg Büchner die Verlorenheit und Einsamkeit eines entwurzelten Menschen und stützt sich dabei auf Quellen von Zeitgenossen des Schriftstellers Jakob Michael Reinhold Lenz, der 1792 nach Jahren der Verelendung tot auf einer Straße in Moskau aufgefunden wurde, und der als einer der bedeutendsten Vertreter des 'Sturm und Drang' gilt.

Regie: Lilja Rupprecht
Bühne: Anne Ehrlich
Kostüme: Pauline Hüners
Musik: Romain Frequency
Video: Moritz Grewenig
Dramaturgie: Anika Steinhoff


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Kammerspiel mit Overacting
  · 09.01.20
Als kleines Kammerspiel tastet sich dieser Abend an Büchners Erzählung „Lenz“ heran, die posthum erschien und vom Leben und Scheitern seines Dichter-Kollegen erzählt.

Die Hauptrolle spielt Ole Lagerpusch, zwischen 2009 und 2016 einer der prägenden Spieler im DT-Ensemble und seitdem als Gast an mehreren Häusern meist in Regie-Arbeiten von Jette Steckel oder in ambitionierten Filmen junger deutscher Regisseur*innen wie „Einzelteile der Liebe“ (Perspektive Deutsches Kino der Berlinale 2019) zu sehen. Fast zehn Jahre später wirkt Lagerpusch nicht mehr so schlaksig und jungenhaft-unbekümmert, wie er aus seinen früheren Auftritten in Erinnerung ist, wirft sich aber mit vollem Körpereinsatz in die Rolle des Jakob Michael Reinhold Lenz.

Das Quecksilbrige, Zapplige, heftig Gestikulierende ist ein Markenzeichen von Lagerpusch. An diesem Abend geht er bis an die Grenze zum „Overacting“. Mit Jim Carrey verglich Andreas Schäfers damals nach der Premiere im Tagesspiegel Lagerpuschs Auftritt. So slapstickhaft wie der amerikanische Komiker, um den es in den letzten Jahren stiller geworden ist, agiert Lagerpusch natürlich nicht. Aber sein Spiel ist weniger filigran als in anderen Inszenierungen, brachialer und hochtouriger.

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