Stage Musicals

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Bewertung und Kritik zu

DON GIOVANNI
von Wolfgang Amadeus Mozart
Regie: Roland Schwab
Premiere: 16. Oktober 2010 
Deutsche Oper Berlin

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Zum Inhalt: „Woher hast du die wahnsinnigen Rechte genommen, denen du dein Leben verschrieben hast?“, fragt George Sand den Legendären. Gottfried Benn vertraut er beiläufig an: „Mir träumte einmal, eine junge Birke schenkte mir einen Sohn.“ Keine andere Kunstfigur der Neuzeit hat mehr publizistische Aufmerksamkeit erfahren als Don Juan, jener „Verführer von Sevilla“, der 1613 aus der Feder eines spanischen Mönchs floh. Nur sieben Jahre jünger als sein Landsmann Don Quijote bahnt er sich seither seinen Weg durch Dramen, Epen, Romane und Opern, geistert über Kinoleinwände und Plasmabildschirme. Vor wechselnden moralischen Hintergründen prahlt er – Mahnmal und Ikone – mit seiner berühmten Liste, angelegt gegen den Tod, den er als steinernen Schatten wirft. „Mein soll die Hölle sein!“, hörte ihn Lord Byron sagen.

Musikalische Leitung: Daniel Cohen
Inszenierung: Roland Schwab
Bühne: Piero Vinciguerra
Kostüme: Renée Listerdal
Chöre: Thomas Richter
Choreografische Mitarbeit: Silke Sense

Dauer: ca. 3 Stunden 30 Minuten / Eine Pause

TRAILER


Meinung der Presse zu „Don Giovanni“

Deutsche Oper Berlin


Die Welt

★★★★☆

FAZ
★★☆☆☆


Süddeutsche Zeitung
★★★☆☆

Zitty
★★★☆☆

tip
★★★☆☆

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2.8/5 Insgesamt 11 Bewertungen (3 mit Rezension)
ildebrando d'arcangelo. wie der name, so auch das durchdringende charisma. zu sehen auf dem fotodurchlauf im webauftritt der deutschen oper. herr ildebrando mit dem glutäugigen blick war der star der premiere des don giovannis 2010.
2015 verkörpert den aufreißer nun davide luciano, recht klein im wuchs, recht jung im gesicht. die eitle dauerpräsenz des don übersetzt er ins gockelhafte. sein bariton ist kraftvoll.
an seiner seite seth carico als durchtriebener gefährte leporello, der das haar seitlich rasiert trägt, einen bart und eigentlich auch aus einem schwulen nachtclub gefallen sein könnte. um die abgründe der stadt geht es regisseur roland schwab offenbar besonders. sein entwurf einer lasterhölle ist aber so dermaßen klischee, hilfe. fetischgummifummel, rotlichtgeblinker, albern-geiles gebahren, auf dem boden überall schwarze mülltüten oder verlorene lustopfer. leporello treibt ein täuschungsmanöver in eine mülltonne, die nun als verkleidung dient.
schwab dupliziert den aufreißertypus mann mit einer in schwarze anzüge gekleideten herrenriege. die stehen mal starr herum, bilden eine mauer oder feixen, zappeln, wälzen sich. und lenken ab.
2010 waren offensichtlich golfschläger in, diese dienen nun ständig als machtinstrument. damit wird getötet, entjungfert, gedroht. den opfern wird überheblich ein golfball in den starren mund gedrückt. zwischendurch gockelt don giovanni herum, verteilt gelbe karten, zählt damit kalt den countdown seiner opfer runter und leporello spielt das grausame spiel mit. 
und die damen? donna anna, deren vater von don ermordet wird, ist die unglückselige. donna elvira, die unglücklich verliebte, eifersüchtige. zerlina wird vom frauen-inhalierer bei ihrer hochzeit überrascht und als noch unschuldige beute weggeschleppt. auch sie wird nicht mehr glücklich.
stimmlich ist der abend ausdrucksstark besetzt. das italienisch perlt, die übertitel laufen in deutsch und englisch. mozarts musik zieht ihr drama aber mehr aus herzeleid. wo ist der wumms, der wirklich in den (seelischen) abgrund zieht? in den schwarzen mülltüten?
das platte bühnenbild war keine augenweide (etwas romantik keimte kurz bei der hochzeitsszene auf mit beleuchteten weißen papierblumen). wenn es komisch werden sollte, schlug der performance-kaspar zu. das finale, in dem don giovanni seine abrechnung erhalten soll, bauscht sich auf in angstgebärden. 
schwab lässt den herzensmörder aber davonkommen. die konfrontation mit dem komtur ist nur symbolisch und an die zuschauer gerichtet.
schön sind die annäherungen an das publikum über einen um das orchester gebauten laufsteg. vitalität kann sich kurz entfalten, ansonsten ermüdet die hau-drauf-gestaltung. 
mit einem kleinen seufzer gedenkt frollainwunder inszenierungen wie dem "freischütz" oder "don carlos" an der staatsoper. es geht doch mit (ungewöhnlichem) stil. man muss einen klassiker nicht unbedingt absurd gestalten um zeitgeist (2010) einzufangen. und wenn schon absurd, dann empfiehlt sich die konsequent durchgeknallte inszenierung von mr. murmel herbert fritsch an der komischen oper.
aber die deutsche oper ist ein komfort-traum. 
(zur vorstellung vom 1.11.15)
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1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Treibende Obsessionen
  · 21.01.17
''Modern, wagemutig und mit fesselnden Bühneneinfällen inszeniert Roland Schwab Mozarts Don Giovanni an der Deutschen Oper Berlin. (...) Akzente setzen schließlich auch eindrückliche Lichteffekte und imposante Bühnenbauten im zweiten Akt. Auch beim Finale, das mit nachgestellten Szenen aus Dinner for One und Leonardo da Vincis Abendmahl aufwartet, sprüht förmlich die überbordende Phantasie der dramatischen Umsetzung. Schlussendlich beeindruckt insbesondere, wie wenig von der Vorlage gekürzt wurde.'' schreibt Ansgar Skoda am 21. Januar 2017 auf KULTURA-EXTRA
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Mozart wie es gehört. Mozart a happy man
  · 28.10.18
Mr Schwab, crew and cast have given me a birthdaypresent to remember.
From Holland, I got to celebrate my 62th birthday in Berlin at the "Deutsche Oper"
Doing Don Giovanni. And what a present it was. This contemporary staging of the opera was a trouvaille and the terrific cast, especiallyboth the characters of Leporello and don Giovanni was magnificent and highly impressive.
Not only the voices but also the choreografie kept the audience in aw and wonder as I heard and saw all around me. Not jonly Opera but entertainment at its best I think.
 I felt Mozarts presence all the time during the performance in the character of Don Giovanni. And heard him laugh.
Thank you all and hope to see you again soon, 
Cora
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www.deutscheoperberlin.de
Bismarckstraße 35 - 10627 Berlin
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3.3
Durchschnittsnote aller Stücke
5 40
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2 53
1 20
Kritiken: 68

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