Humans 2.0

Bewertung und Kritik zu

HUMANS 2.0 
von Yaron Lifschitz und dem Circa Ensemble
Premiere: 4. November 2021 
Chamäleon Theater Berlin

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Zum Inhalt: Elf Körper erscheinen in einem Lichtblitz. Für einen kurzen Moment bewegen sie sich in Harmonie, bevor sie in eine selbstvergessene Trance verfallen. Menschentürme entstehen und fallen in sich zusammen, Körper schießen durch die Luft und werden gefangen. Hier werden die Grenzen des physisch Möglichen ausgelotet. Ist es möglich jemals eine perfekte Balance zu finden oder ist die Anpassung an den stetigen Wandel die einzige Möglichkeit weiterzugehen?

Humans 2.0, das nächste Kapitel von Circas international gepriesener Produktion Humans, ist eine eng gewobene Choreografie aus Körpern im Puls der Kompositionen von Ori Lichtik, eingetaucht in das dramatische Lichtdesign von Paul Jackson. Kreiert von Zirkusvisionär Yaron Lifschitz, ist Humans 2.0 ein intimes und archetypisches Werk, das sich auf tiefgründige Weise mit der Frage auseinandersetzt, was Menschsein bedeutet.

Regie: Yaron Lifschitz
Stellvertretender Regisseur Berlin: Geordie Brookman
Originalmusik: Ori Lichtik
Lichtdesign: Paul Jackson
Technische Leitung: Jason Organ
Kostümdesign: Libby McDonnell


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Düstere Melancholie zu Techno-Sound
  · 06.11.21
Lichtdesigner Paul Jackson taucht den 70minütigen Abend in ein Schattenreich des Halbdunkel, der israelische Klangkünstler Ori Lichtik unterlegt die Choreographie mit einem dräuenden Techno-Teppich, wie ihn Tanz-Fans aus seiner Zusammenarbeit mit Sharon Eyal kennen. Eine Sequenz kurz vor Schluss lässt sich auch als Hommage an ihre Staatsballett-Choreographie „Strong“ lesen: ähnlich wie an der Staatsoper baut sich das Ensemble zu einer Phalanx auf.

„Humans 2.0“ macht einen wesentlich durchkomponierteren, weniger revuehaften Eindruck als die Vorgänger-Arbeit „Humans“ aus dem Jahr 2017: eine melancholisch-herbstliche Grundstimmung prägt diesen Abend, passend zur sich aufbauenden vierten Welle, die das „Ende der Pandemie“, über das sich Chamäleon-Geschäftsführer Hendrik Frobel in der Anmoderation freute, wie eine Nachricht aus einem schöneren Paralleluniversum erscheinen lässt.

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