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Bewertung und Kritik zu

TOD AUF DEM NIL
von Agatha Christie
Regie: Matti Wien und Wolfgang Rumpf 
Premiere: 5. März 2013 
Berliner Kriminal Theater 

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Zum Inhalt: An Bord eines Nil-Dampfes befindet sich nicht nur das Flitterwochen-Paar Simon und Linnet Doyle;  auch Simons Ex-Geliebte Jacqueline de Bellefort hat sich einquartiert.
Schließlich schießt Jacqueline auf ihn und Linnet wird ermordet – und als deren Zofe Louise eine Aussage machen will, wird auch sie ermordet. Die Angst nimmt zu, doch der verzwickte Fall wird schließlich souverän gelöst.
„Tod auf dem Nil“ (Death on the Nile) ist der 22. Kriminalroman von Agatha Christie, er erschien 1937 in Großbritannien. Agatha Christie adaptierte den Roman selbst für die Bühne. Am 19. März 1946 hatte das Stück seine Premiere im Londoner West End unter dem Titel „Murder on the Nile“.
Der Film, unter anderem mit Peter Ustinov, Bette Davis, David Niven, Mia Farrow, Maggie Smith, Jane Birkin und Angela Lansbury, kam 1978 in die Kinos und wurde zum Leinwand-Klassiker!
Der Film gewann 1979 für die Kostüme den Oscar.

Mit Matti Wien, Gundula Piepenbring, Dejan Brkic, Kai-Peter Gläser, Sandra Steinbach, Wolfram v. Stauffenberg und Karl-Heinz Barthelmens

Inszenierung: Matti Wien & Wolfgang Rumpf
Ausstattung: Manfred Bitterlich & Vera Krisch

TRAILER


DurchschnittsnoteSchreibe eine Kritik
Wir schreiben das Jahr 2016, in dem es sehr viele neue gute Kriminalautoren (Dan Brown, Sebastian Fitzek etc.) gibt. Doch trotz dieser neuen Krimischätze ist noch immer Agatha Christie meine Lieblingsautorin, wenn es um Kriminalromane geht. Zu meinen Lieblingsromanen von Agatha Christie gehören „Mord im Orientexpress“ und „Tod auf dem Nil“. Keiner anderen Autorin gelingt es, auf so eine spannende Art und Weise eine Geschichte zu erzählen und dieser am Ende eine unerwartete Wendung zu geben.
 
Aus diesem Grund war ich am Samstag, den 27. August 2016, mit meiner Lieblingskollegin, die auch die Agatha Christie-Romane zu schätzen weiß, im Berliner Kriminaltheater, um das Theaterstück „Tod auf dem Nil“ zu besuchen. Für meine Kollegin war es der erste Besuch im Kriminaltheater, das sie aber auf Anhieb überzeugen konnte. Dabei fielen ihr vor allem folgende Punkte positiv auf: die bequemen Sitze und die richtige Temperatur im Saal. Da wir in der achten Reihe saßen, hatten wir neben der guten Sicht auf die Bühne auch viel Beinfreiheit.
 
Um ca. 20 Uhr ging der rote Vorhang auf und der Agatha Christie-Klassiker, für das Berliner Kriminaltheater von Wolfgang Rumpf und Matti Wien als Theaterstück inszeniert und von Maria Jany und Matti Wien bearbeitet, konnte beginnen.
Zu der weltbekannten Geschichte: Auf einem Nil-Dampfer macht das verheiratete Paar Linnet und Simon Doyle Flitterwochen und trifft dort auf Jacqueline de Bellefort, Simons Ex-Verlobte und Linnets ehemalige beste Freundin. Die verbitterte Jacqueline schießt im Verlauf der Reise auf Simon und Linnet und später deren Zofe werden ermordet. Und wie immer bei Agatha Christie hat jeder der Anwesenden ein Motiv und könnte der Mörder sein…
 
Manfred Bitterlich schafft ein detailgetreues Bühnenbild, das dem Zuschauer tatsächlich das Gefühl gibt, sich auf einem Nil-Dampfer zu befinden. Durch das Einspielen der arabischen Musik wird das Ganze noch authentischer. Besonders angetan waren wir von den Kostümen der Darsteller, allen voran von den wunderschönen Kleidern der Darstellerinnen. Ein großes Lob an Vera Krisch für diese gelungene Arbeit!
 
Da Hercule Poirot zu meinen Lieblingsfiguren in Krimnalromanen gehört, war ich sehr auf die Umsetzung der Figur gespannt und wurde auch nicht enttäuscht. Matti Wien spielt den scharfsinnigen und manchmal zynischen Meisterdetektiv, der jeden Mord aufklären kann, perfekt.
Mir war es auch sehr wichtig, die witzige Tatsache, dass Poirot immer wieder betonen muss, er sei kein Franzose, sondern ein Belgier, in dem Theaterstück wiederzufinden.
 
Besonders ausdrucksstark waren in der gestrigen Inszenierung die Darstellerinnen: Suzanne Kockat verkörpert überzeugend die reiche und verwöhnte Linnet Doyle, die sich alles nehmen will und auf den ersten Blick keine Gewissensbisse zu haben scheint. Maria Jany geht in der Rolle der verbitterten und zurückgewiesenen Jacqueline de Bellefort, die ihren Stolz verloren hat und dem Ehepaar das Leben zur Hölle machen möchte, auf. Auch Cornelia Lippert stellt die Figur der Salomé Otterbourne entsprechend der Romanvorlage dar. Salomé Otterbourne wird als eine alkoholkranke Autorin gekennzeichnet, der nicht viel an dem Wohl ihrer Tochter liegt und die nur an ihre Verwirklichung als Schriftstellerin denkt.
 
Das Berliner Kriminaltheater präsentiert wieder einen starken Cast in einem bemerkenswerten Setting. Schade fanden wir es nur, dass man aufgrund des süddeutschen Dialekts der Figur des Dr. Bessner Einiges nicht verstehen konnte. Dies liegt aber nicht an der Darstellung des Karl-Heinz Barthelmeus, der mir in anderen Produktionen positiv aufgefallen war, sondern an der Zeichnung der Figur im Stück.
 
Fazit: Die Inszenierung überzeugt durch ihren Cast, ihr Bühnenbild und die Kostüme und ist für jeden Agatha Christie-Liebhaber ein Muss! Und schließlich ziehen Geschichten über Liebe, Eifersucht, Neid, Betrug und Intrigen die Zuschauer noch immer in ihren Bann…
 
© E. Günther
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