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Bewertung und Kritik zu

CARMEN LA CUBANA
Bizets „Carmen“ als Musical mit karibischem Temperament
Berlin-Premiere: 4. Oktober 2018 
Admiralspalast, Berlin

München-Premiere: 17. Oktober 2018 
Deutsches Theater München

München Ticket  TICKETS ONLINE KAUFEN 

Zürich-Premiere: 30. Oktober 2018
Theater 11, Zürich
eventimTICKETS ONLINE KAUFEN

Carmen La CubanaZum Inhalt: Mit Carmen la Cubana kommt 2018 das erste Musical aus Kuba nach Deutschland, England, in die Schweiz und nach Asien. Es ist die atemberaubende Neuinterpretation des legendären Carmen-Stoffs und der vertrauten Melodien Georges Bizets. Der international anerkannte Opern- und Musical-Regisseur Christopher Renshaw (u.a. The King and I, AIDA am Sydney Opera House) sowie der Grammy- und Tony-Award ausgezeichnete Arrangeur Alex Lacamoire (u.a. Hamilton, The Greatest Showman) verlegen die Handlung nach Kuba am Vorabend der Revolution. Opulente, farbenprächtige Tableaus und dichte Szenen führen von einer Zigarrenfabrik im ländlichen Südosten der Insel in das lebendige Treiben der Bars und Clubs Havannas. Eine 14-köpfige Latin-Big-Band gibt dieser „Carmen“ musikalisch ihre einzigartige kubanische Note. In drei Jahren Entwicklungszeit entstand ein Stück Musiktheater, das mit karibischen Rhythmen, leidenschaftlichem Gesang und temperamentvollem Tanz auf künstlerisch höchstem Niveau überzeugt. Nach der umjubelten Weltpremiere und einer erfolgreichen Saison 2016 am Pariser Théâtre du Châtelet ist Carmen la Cubana erstmals vom 2.10. (Previews; Premiere am 4.10.) bis 14.10.2018 im Admiralspalast in Berlin zu erleben!

So haben Sie die meistgespielte Oper der Welt von Georges Bizet noch nie erlebt! Wo sonst ein klassisches Orchester spielt, verleiht das Musical Carmen la Cubana mit seiner 14-köpfigen Latin-Big-Band den vertrauten Melodien ein völlig neues und betörendes Flair. Flirrende karibische Rhythmen, leidenschaftlicher Gesang und temperamentvoller Tanz führen in das lebendige Treiben von Havanna. Zwischen Sommerglut und Revolution entspinnt sich die unheilvolle Liebe zwischen der stolzen Carmen und dem Soldaten José. Mit der Verlegung nach Kuba gewinnt die legendäre Geschichte eine Intensität, die bei der Weltpremiere 2016 am Pariser Théâtre du Châtelet für Furore sorgte.
 
Erleben Sie Carmen la Cubana, das neue Musical direkt aus Kuba: Packende Opernklänge vermischen sich mit unbändigen karibischen Sounds, große Schicksalsmomente mit überschäumendem kubanischem Temperament.

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11 von 11 Personen fanden die Kritik hilfreich
Carmen la Cubana: Kubanische Rhythmen in München
  · 18.10.18
Am 17. Oktober 2018 feierte „Carmen la Cubana“ Premiere im Deutschen Theater in München. Basis für die Neuinterpretation des Stücks war die berühmte „Carmen“-Vorlage von Franzose Prosper Mérimée und wurde von Christopher Renshaw (Opernregisseur, Regie), Edgar Vero und Alex Lacamoire (Orchestrierung und Arrangements) mit altbekannten Liedern, jedoch in modernem Mantel als afro-kubanisches Musical neu inszeniert. 

Das Stück mit spanischen Liedern und Dialogen (mit deutschen Übertiteln) dreht sich rund um die hübsche Kubanerin Carmen, die den Männern reihenweise den Kopf verdreht und schließlich während der Aufstände einen Soldaten kennen und lieben lernt. Die heißblütige junge Frau ist jedoch freiheitsliebend, berechnend und würde einiges dafür tun, nach Havanna zu gelangen und ihre Lebenssituation zu verbessern. Und so nimmt ihr Schicksal seinen Lauf. 

Luna Manzanares Nardo spielt absolut glaubwürdig, die selbstbewusste Carmen und überrascht - bedingt durch ihr zierliches Erscheinungsbild - mit einer unglaublich kraftvollen Stimme. Sie harmoniert zudem bestens mit José (Saeed Mohamed Valdés), dem ihr verfallenen Soldaten. 
Lateinamerikanische Rhythmen bestimmen das Klangbild des Abends, untermalt von den klassischen, durchweg starken Opernstimmen der Sänger. Die spanische Sprache und die temperamentvollen Salsa-Choreographien (Roclan González Chávez) tun das übrige, um den Zuschauer ganz nach Kuba und Havanna mit seiner brodelnden Leidenschaft zu entführen. 

Das Bühnenbild besteht aus einem großen Gebäude aus Stein und Holz und verwandelt sich vom Innenhof eines Häuserkomplexes durch die Schauspieler, Licht und Requisiten vom ärmlichen Hinterhof in Kuba zur Zigarrenfabrik, zur Villa bis hin zur schillernden Bar in Havanna. 

Wer Lust hat, einen Kurzurlaub im lebendigen Kuba vor und während der Revolution zu machen und das Schicksal der jungen Kubanerin zu verfolgen, kann dies noch bis zum 28. Oktober 2018 im Deutschen Theater in München tun. Auch wenn man nicht der spanischen Sprache mächtig ist, wird man sich inmitten kubanischer Sänger und Tänzer in Carmens Liebesgeschichte hineinziehen lassen können. 

(Jasmin Gollwitzer)

WAR DIE KRITIK HILFREICH FÜR DICH?
„Die Liebe ist wie ein Stich ins Herz“ und manchmal ist sie dein Verderben.

Schon in einem anderen Blogbeitrag habe ich Euch davon berichtet, dass George Bizets Oper „Carmen“ zu meinen Lieblingsopern gehört. Als ich davon gehört habe, dass eine meiner Lieblingsopern zu einem kubanischen Musical umgearbeitet wurde, war ich nervös und gespannt zugleich. Aber wer konnte diese leidenschaftliche Oper auch besser interpretieren als ein kubanisches Ensemble?

Das von George Bizets „Carmen“, nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée, inspirierte und auf einer Idee und den Songtexten von Oscar Hammersteins II in „Carmen Jones“ (1943) basierende Musical feierte im Jahr 2016 eine furiose Weltpremiere am Pariser Théâtre du Châtelet und ließ damit meine Erwartungen ins Unermessliche steigen.

Und am Donnerstag, den 4. Oktober 2018, sah ich wie so viele im Saal mein erstes kubanisches Musical.
Die Handlung von der freiheitsliebenden Carmen wurde von dem international anerkannten Opern- und Musical-Regisseur Christopher Renshaw, dem Grammy- und Tony Award-Preisträger Alex Lacamoire („Hamilton“, „The Greatest Showman“) und dem Songtexter Norge Espinosa Mendoza in das nach Freiheit strebende Kuba verlegt, an den Vorabend der Revolution, in der Fidel Castro den kubanischen Diktator Batista gestürzt hatte.

Zwar kennen sehr viele Carmens feurige Lebensgeschichte, doch sei sie an dieser Stelle noch einmal erzählt, zumal in dem Musical ein paar Kleinigkeiten im Vergleich zur Oper geändert wurden, um sie an das Leben in Kuba anzupassen.
Die Zigarrendreherin Carmen wird von dem Feldwebel Moreno verhaftet und soll von dem Soldaten José, der mit Marilù verlobt ist, ins Gefängnis gebracht werden. Doch Carmen schafft es, José zu verführen und dieser lässt sie daraufhin frei. Carmen verspricht José, auf ihn in ihrer Lieblingsbar zu warten. Dort begegnen sich die beiden Frischverliebten wieder und müssen, nachdem José seinem Vorgesetzten gegenüber handgreiflich geworden war, nach Havanna fliehen. Doch in Havanna wartet Josés Nebenbuhler Boxer El Niño, der es auf Carmen abgesehen hat. Eine tragische Lebens- und Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf.

"Die Liebe ist ein wilder Vogel, den kein Mensch jemals zähmen kann.“ Und keinem gelingt es, Carmen zu zähmen. Genauso wie ihre Mutter verführt sie reihenweise Männer und bricht deren Herzen. So leidenschaftlich und sinnlich – diese Rolle verlangt einer Musicaldarstellerin so vieles ab. Und mit Luna Manzanares Nardo gelingt den Produzenten ein echter Coup. Luna Manzanares Nardo überträgt zwei Stunden lang das unbändige Feuer der Verführerin Carmen, die keine Prinzipien kennt, auf die Zuschauer.
Kein Mann kann die temperamentvolle und schnell von den Männern gelangweilte Carmen einsperren, für keinen wird sie sich jemals ändern.
Luna Manzanares Nardo lässt ihre Hüften erotisch kreisen und spielt dabei auf einem höchsten Niveau. Und wie wunderschön sie doch dabei singt! Ihre gewaltige Stimme klingt tief und rebellisch zugleich, passend zu ihrer Rolle. Dieses Funkeln in den Augen, diese beim Sprechen bebenden Lippen – dies alles kann man nicht spielen, dies muss man fühlen.
Luna Manzanares Nardo stirbt förmlich für ihre Rolle – und das tut es ihre Figur am Ende auch, ironischerweise in einem unschuldigen Weiß und nicht in ihrer Lieblingsfarbe Rot, die sich bis dato in jede Kleidung eingeschlichen hatte.

Der Musicaldarsteller Saeed Mohamed Valdés schafft es, sowohl schauspielerisch als auch gesanglich perfekt den Soldaten José zu verkörpern. Ich als Carmen-Liebhaberin habe schon viele Josés auf der Bühne erleben dürfen, doch das ist für mich bis jetzt die beste Umsetzung der Figur José, die von Carmen ins Verderben geführt wird.
Bis zu seiner Begegnung mit Carmen war José ein anständiger Soldat, der seine Mutter vergötterte und seiner Verlobten Marilù gegenüber eine unschuldige Liebe empfunden hat. Doch wie so viele Männer vor ihm erlag auch er Carmens Reizen. Und wie so viele andere Männer zuvor wollte auch er Carmen zähmen und zerbrach daran. Nach Carmens Liebe verzehrend und vor Eifersucht tobend, das alles erkannte man in dem Schauspiel und dem Gesang von Saeed Mohamed Valdés.

Cristina Rodriguez Pino war für mich und, wie ich an dem Applaus des Publikums erkennen konnte, für einige andere im Zuschauersaal der heimliche Star an diesem Abend. Dank ihr kam jeder Opernfan an diesem Abend auf seine Kosten, denn die ausgebildete Opernsängerin ließ mit ihrer glockenhaften Stimme bestimmt viele mitfühlenden Zuschauerherzen zerbrechen. Wer fühlte denn nicht mit Marilù? Ein unschuldiges Mädchen, das Josés Mutter treu ergeben und bereit war, ihrem José alles zu verzeihen und ihn weiterhin innig zu lieben.

Für viele weitere Gänsehautmomente im Zuschauersaal sorgte Albita Rodriguez als La Señora.
Die Erzählerin La Señora führte den Zuschauer in das mystische Leben Kubas ein, indem sie den dort praktizierten Katholizismus mit dem dort vorherrschenden Aberglauben auf der Bühne verband. Zurecht stand mit einer ebenfalls schauspielerisch und gesanglich starken Albita Rodriguez eine zweifache Emmy- und Grammygewinnerin auf der Bühne.

War Josés Widersacher in der klassischen Opernfassung noch ein Torero, wird er in dem Musical zum Boxer El Niño, was auch viel besser zu Kuba passt.
Bei dem professionellen Schauspiel und Gesang Joaquín García Mejías' merkte man genau, dass er Leadsänger in vielen kubanischen Salsa-Bands ist und sich auch privat mit kreischenden Fans auskennt.

Bizets Opernmelodien findet der Opernliebhaber in dem Musical wieder, auch wenn diese als kubanische Rhythmen in einem zeitgemäßen Salsa- und Mambogewand von der 14-köpfigen Latin-Big-Band unter der Leitung des Dirigenten Hector Martignon großartig gespielt werden.

Ich hörte einen im Publikum sagen: „Genauso ist es wirklich in Kuba, sie tanzen dort den ganzen Tag.“
Und wie sie tanzen. Die Tänzer der staatlichen Ballettschule in Havanna (Escuela Nacional de Ballet) bewegten sich nicht bloß zur Musik, sie wurden mit dieser eins. Die Musik wurde zu ihrer Sprache und sie setzten die Choreografie Roclan González Chávez leidenschaftlich und euphorisch um.

Und auch das Bühnenbild und die Kostüme von Tom Piper waren sehr wahrheitsgetreu und untermalten Kubas Lebensgefühl. Trotz der schwierigen Wirtschaft im Land, die sich in den Häuserfassaden auf der Bühne widerspiegelte, lassen sich die Kubaner genauso wenig wie Carmen von irgendjemandem zähmen.

Mein Fazit: Das Musical „Carmen la Cubana“ bietet dem Zuschauer ein audio-visuelles Feuerwerk. Ich kann mir jetzt keine andere Carmen mehr vorstellen. Diese gewaltigen Stimmen der Darsteller, diese authentische Darstellung der Figuren, diese herrliche Musik, diese Lebensfreude der Tänzer und dieses wahrheitsgetreues Bühnenbild machen das Musical zu einem Gesamtkunstwerk.
Ich hoffe inständig, dass ich alle Beteiligten noch einmal in Deutschland live erleben darf. Und wer weiß, vielleicht werden sie demnächst auch meine beiden anderen Lieblingsopern – Verdis „Aida“ und Puccinis „Madame Butterfly“ - neu interpretieren?!
Das Musical läuft noch bis zum 14. Oktober 2018 im Admiralspalast und zieht danach nach München weiter.



© E. Günther ("Mein Event-Tipp")
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1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Fesselnd! Leidenschaftlich!
  · 05.10.18
Egal, was ihr gerade macht, ihr müsst es jetzt stehen und liegen lassen und euch sofort in dieser Sekunde Karten für Carmen La Cubana im Admiralspalast kaufen. Für euch, für eure beste Freundin, für eure Eltern, ganz egal. Hauptsache, ihr lasst euch dieses Musicalereignis nicht entgehen! Ich habe ja schon viele Musicals gesehen, auch viele im Admiralspalast,  aber Carmen! Du meine Güte, Carmen la Cubana, die raubt einem wirklich die Sinne! Die Musik! Die Sänger! Die Tänzer! Ein richtiger Hochgenuss, gleichzeitig wohlbekannt und doch absolut neu, die Musik lässt die Beine zucken und die Hüften schwingen!
Aber von Anfang an: Kuba in den 50er Jahren. Die Revolution dräut bereits am Horizont. In Santiago de Cuba, in einer Zigarrendreherei, ist die heißblütige und rassige Carmen (Luna Manzanares Nardo) als freiheitsliebende Verführerin bekannt. Auch dem hübschen Soldaten José (Saeed Mohamed Valdés) verdreht sie bald den Kopf. Dabei ist dieser praktisch verlobt mit der unschuldigen und sanften Marilu (Cristina Rodríguez Pino), seine Mutter wünscht sich das so sehr. Nur leider liebt er Marilu mehr wie eine Schwester und nicht annähernd so verzweifelt leidenschaftlich wie er für Carmen empfindet. Und so nimmt das Schicksal unweigerlich seinen Lauf. José und Carmen müssen nach einem heftigen Eifersuchtsdrama aus dem Ort fliehen und landen in der Hauptstadt, Havanna. Allerdings ist dem Paar keine romantische Zweisamkeit vergönnt, denn sie sind, nicht ganz zufällig, zusammen mit dem berühmten Boxer El Niño (Joaquín García Mejías) in Havanna angekommen. Der hat nicht nur einen großen Kampf vor sich, sondern auch ein Auge auf Carmen geworfen.
Eine Geschichte so voller großer Gefühle, die musste einfach als Musical auf die Bühne! Und mit heißen Rhythmen und hocherotischen Tänzen gewürzt wird es eine wahre Musicalperle. Hier stimmt wirklich alles. Von der authentischen Bühnendeko über die schönen zeitgemäßen Kostüme bis hin zu den wunderschönen Tänzern, bei denen jeder Schritt und jede Geste ein laszives Versprechen zu sein scheint, ein lebensbejahendes und schwereloses Gedicht. Und der Duft nach Zigarren und Orchideen umwebt uns, wenn La Señora singt – Albita Rodríguez, die Grammy, Emmy und National Culture Award of Cuba Preisträgerin ist neben Carmen der heimliche Star auf der Bühne. Wenn sie singt, dann möchte man tanzen, dann möchte man weinen, dann möchte man lachen, alles gleichzeitig. Überhaupt sind alle Künstler auf der Bühne außergewöhnlich! Von der stimmgewaltigen Luna über Saeed, der die Oper ins Musical bringt bis hin zur süß-melodischen Cristina und Teufelskerl Joaquin, dem die Frauenherzen reihenweise auch aus dem Publikum zufliegen. Für den Spritzer Humor in all der Tragik sind Rachel Pastor Pérez, Laritza Pulido GarcíaJorge Enrique Caballero und Maikel Lirio Bravo zuständig, die El Niños treue Manager und Carmens quirlige beste Freundinnen spielen. Untermalt und befeuert werden die Sängerinnen und Sänger von einer zwölfköpfigen Latinband, die den Admiralspalast zum überkochen bringt!
Eine wundervoll stimmungsvolle Variante von Carmen! Herausragend. Leidenschaftlich. Feurig. Mitreißend! Unbedingt anschauen! Carmen la Cubana ist noch bis zum 14. Oktober im Admiralspalast Berlin zu sehen!
©Nicole Haarhoff - www.berlineransichtssachen.com
WAR DIE KRITIK HILFREICH FÜR DICH?
1 von 2 Personen fanden die Kritik hilfreich
Estupendo
  · 06.10.18
Der Name verrät bereits viel: Carmen la Cubana ist alles andere als eine klassische Interpretation der bekannten Vorlage der Oper George Bizets.
Zwar kommt ein kubanischer Tanz, die bekannte Habanera, im Original schon vor. Aber Christopher Renshaw, der die Idee hatte, die Handlung in´s Kuba der 50er Jahre zu verlegen, in die Tage der Revolution, erschuf in drei Jahren eine Inszenierung, die den Geist der kubanischen Musik auf das gesamte Stück übertrug.
Und das Ergebnis lässt sich sehen und hören. Die Schauspieler agieren mit unbändiger Energie, spielen, singen und tanzen auf den Punkt nach den fantasievollen Choreographien von Roclan González Chavéz und Alex Lacamoire präsentiert mit seiner Latin-Big-Band als Orchestrator Bizets Opernmelodien salsa- und mambolike.
Auch das Bühnenbild entführt die Zuschauer schnell nach Kuba, wer schon mal dort war, dürfte dies bestätigen. Die einzelnen Szenen verändern sich durch unaufwendige Veränderungen und Lichttechnik schnell, ob Straßenszene, Boxring oder Zugabteil. Und sogar Bistrotische bewegen sich tanzend über die Bühne ...
Manchmal befremden Interpretationen der Originalvorlage, derer es zu Carmen zahlreiche gibt. Da jedoch die Geschichte dem Original treu bleibt und auch die Melodien unverkennbar sind, fällt es nicht schwer, sich voll und ganz der kubanisch inspirierten Fassung hinzugeben, die zwischen Opern- und Musicalgesang hin- und herwechselt. Da passt es dann auch, dass Carmen Zigarrendreherin ist, Luna Manzanares Nardo begeistert mit warmer tiefer Stimme immer wieder neu, ist im richtigen Leben übrigens wirklich Kubanerin. An dieser Stelle müsste man unbedingt auch ihre 27 Kolleginnen und Kollegen nennen, jeder einzelne überzeugt zu jedem Zeitpunkt.
Mit ihrer Uraufführung in Paris 2016 ist die Produktion an seine Geburtsstätte der Oper aus dem Jahr 1875 zurückgekehrt. Deutschlandpremiere war im Sommer in Köln, nun ist das Ensemble noch bis zum 14. Oktober im Berliner Admiralspalast zu sehen. Wo es am Premierenabend Standing Ovations gab ...
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AdmiralspalastDer Admiralspalast ist ein traditionsreiches Theater in der Friedrichstraße 101/102 in Berlin. Er zählt zu den wenigen erhaltenen großen Vergnügungsstätten vom Anfang des 20. Jahrhunderts in Berlin. 2006 wurde das Theater in dem denkmalgeschützten Gebäude nach umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten wiedereröffnet.

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4.2
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