Bewertung und Kritik zu
THREE TIMES LEFT IS RIGHT – Wiener Festwochen / Studio Julian Hetzel
Eingeladen zum 63. Berliner Theatertreffen (2026)
Premiere: 17. Mai 2025, MuseumsQuartier Wien, Halle G
Eine Produktion von: Studio Julian Hetzel
Koproduktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Schauspiel Leipzig
Regie: Julian Hetzel
Mit: Josse De Pauw, Kristien De Proost
Über die Inszenierung
Julian Hetzel entwickelt mit „Three Times Left Is Right“ eine performative Versuchsanordnung, die Wahrnehmung, Ideologie und Manipulation untersucht. Die Inszenierung arbeitet mit Sprachverschiebungen, Wiederholungen und performativen Ritualen, die zeigen, wie leicht sich Bedeutungen verschieben lassen – und wie politische Symbolik in alltägliche Gesten einsickert. Hetzel verbindet analytische Schärfe mit theatraler Präzision und schafft einen Abend, der gleichzeitig humorvoll, irritierend und intellektuell herausfordernd ist.
Josse De Pauw und Kristien De Proost agieren als zwei Körper im Spannungsfeld zwischen Überzeugung, Zweifel und Manipulation. Ihre Interaktionen oszillieren zwischen Vortrag, Choreografie und szenischer Verdichtung. Die Performance nutzt minimale Mittel, um maximale Reibung zu erzeugen: Sprache wird zum Werkzeug der Verführung, der Verwirrung und der Selbstbefragung. Hetzel zeigt, wie politische Narrative entstehen – und wie sie sich unterlaufen lassen.
Ensemble
- Josse De Pauw
- Kristien De Proost
Besondere Aspekte dieser Inszenierung
- eine performative Untersuchung von Wahrnehmung, Ideologie und Manipulation
- eine minimalistische, hochpräzise Ästhetik
- ein Duo, das zwischen Vortrag, Spiel und choreografischer Struktur wechselt
- eine Inszenierung, die politische Symbolik in alltäglichen Gesten sichtbar macht
- ein analytischer, zugleich humorvoller Zugriff auf gesellschaftliche Narrative
Die Produktion untersucht, wie Bedeutungen entstehen, wie sie sich verschieben – und wie leicht sich Menschen von Sprache, Ritualen und Symbolen beeinflussen lassen.




