Bewertung und Kritik zu
DIE SCHMUTZIGEN HÄNDE / DIE GERECHTEN – Staatstheater Regensburg
Premiere: 10. Mai 2026
Von: Jean-Paul Sartre, Albert Camus
Inszenierung: Antje Thoms
Ausstattung & Video: Florian Barth
Sounddesign: Jan-S. Beyer
Licht: N.N.
Dramaturgie: Elena Höbarth
Regieassistenz & Abendspielleitung: Sandra Zehnter
Mit: Natascha Weigang, Jonas Julian Niemann, Guido Wachter, Thomas Mehlhorn, Michael Haake, Gerhard Hermann, Franziska Sörensen, Paul Wiesmann, Maite Dárdano, Clemens Maria Riegler u.a.
Über die Inszenierung
Antje Thoms verbindet in diesem Doppelabend zwei zentrale Texte des [Existentialismus](ca://s?q=Was_ist_Existentialismus): Sartres „[Die schmutzigen Hände](ca://s?q=Inhalt_Die_schmutzigen_H%C3%A4nde)“ und Camus’ „[Die Gerechten](ca://s?q=Inhalt_Die_Gerechten_Camus)“. Die Inszenierung untersucht politische Moral, revolutionäre Gewalt und die Frage, wie weit Menschen gehen dürfen, um ihre Überzeugungen durchzusetzen. Thoms legt den Fokus auf die psychologischen Konflikte der Figuren und die ideologischen Spannungsfelder, die beide Stücke miteinander verbinden.
Florian Barths Ausstattung und Video schaffen einen Raum zwischen Untergrundzelle, politischem Labor und moralischem Tribunal. Die Inszenierung arbeitet mit klaren, präzisen Bildern, die die Figuren zwischen persönlicher Verantwortung, Loyalität und ideologischem Druck zeigen. Das Sounddesign von Jan-S. Beyer verstärkt die innere Spannung der Szenen und verbindet die beiden Stücke atmosphärisch zu einem geschlossenen Abend.
Ensemble
- Natascha Weigang – Dora / Olga
- Jonas Julian Niemann – Iwan Kaljajew, Janek / Der Prinz
- Guido Wachter – Stepan / Louis
- Thomas Mehlhorn – Boris Annenkow, Borja / Hoederer
- Michael Haake – Alexej Woinow / Der Großfürst / Ivan / Georges
- Gerhard Hermann – Skuratow / Karsky
- Franziska Sörensen – Die Großfürstin
- Paul Wiesmann – Hugo
- Maite Dárdano – Jessica
- Clemens Maria Riegler – Slick
Besondere Aspekte dieser Inszenierung
- ein politisch-philosophischer Doppelabend, der Sartre und Camus miteinander verschränkt
- eine Inszenierung, die moralische Dilemmata und revolutionäre Gewalt präzise herausarbeitet
- eine Bühne, die zwischen Realität, Ideologie und innerem Konfliktraum wechselt
- ein Ensemble, das komplexe Figuren mit psychologischer Genauigkeit gestaltet
- eine atmosphärische Verbindung aus Video, Sounddesign und klarer Regiehandschrift
Die Produktion untersucht, wie politische Überzeugungen zu persönlichen Entscheidungen werden – und wie schwer es ist, „saubere Hände“ zu behalten, wenn man für eine gerechtere Welt kämpft.




